Wilde Frisuren, wuschelige Bärte: eine Fußball-Weltmeisterschaft ist auch immer eine Bühne für die Extrovertierten unter den Profisportlern. Auch bei der WM in Brasilien werden wieder einige Paradiesvögel auf dem Platz stehen.
Mit seine bunten Rastazöpfen gehört der Nigerianer Taribo West zur ersten Garde der Paradiesvögel, die bei einer Weltmeisterschaft aufliefen.
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West debütierte 1994 in der Nationalmannschaft Nigerias und spielte die WM 1998 in Frankreich und vier Jahre später in Japan und Südkorea. West spielte unter anderem für Inter Mailand und den 1. FC Kaiserslautern.
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Der Franzose Bacary Sagna (Arsenal London) steht dem Nigerianer frisurentechnisch in Nichts nach. Sagna stand bereits bei der WM 2010 in Südafrika im Kader der Équipe Tricolore – in Brasilien spielt er seine zweite Weltmeisterschaft.
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Carlos Valderrama ist Kolumbiens Fußball-Idol Nummer eins. Aufgrund seiner wilden Frisur lies sich TV-Kommentator Béla Rethy zu dem Spruch hinreißen: „Das da vorn, was aussieht wie eine Klobürste, ist Valderrama.“
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Valderrama bestritt drei Weltmeisterschaften (1990, 1994 und 1998) für Kolumbien.
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Die brasilianischen Innenverteidiger Dante und David Luiz stehen Valderram in nichts nach. Beide spielen ihre ersten Weltmeisterschaft.
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Nicht ganz geheuer: Luiz bei der medizinischen Untersuchung.
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Mario Balotelli: das Enfant terrible des italienischen Fußballs spielt ebenfalls seine erste WM.
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Die bunten Schuhe sind nicht das einzig Extravagante beim Italiener. Balotelli ist immer für einen Spruch zu haben. Auf die Frage nach seiner Zurückhaltung nach Toren, antwortete er: „Wenn ich treffe, jubele ich nicht, weil das mein Job ist. Wenn ein Briefträger die Post bringt, jubelt er dann?”
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Torhüter sind bekanntlich oft Querköpfe. Das ist nicht erst seit Oliver Kahn bekannt. René Higuita war nicht nur für seine Lockenpracht, sondern vor allem auch für seine waghalsigen Manöver auf der Torlinie bekannt. Die brachten ihm den Spitznamen „El Loco“ (Der Verrückte) ein.
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Satte Trikotfarben sind ein Markenzeichen von Kameruns Nationalmannschaft. Und auch die Frisuren von Alex Song (links), Benjamin Moukandjo (vorne), Torhüter Maxime Feudjou und Samuel Eto’o machen einiges her.
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Kein Perücke: der Kameruner Benoît Assou-Ekotto.
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Bei der Geburt getrennt? Die Belgier Marouane Fellaini (links) und Axel Witsel, die beide ihre erste Weltmeisterschaft spielen, scheinen zumindest zum gleichen Frisör zu gehen.
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Bei der WM 2002 in Japan und Südkorea erzielte Ronaldo nich nur acht Tore, sondern glänzte mit einer äußerst fragwüdigen Frisur. Immerhin: die Stirnplatte aus Haaren, die stark an ein Warndreieck erinnert, brachte Glück. Brasilien wurde nach einem 2:0-Sieg im Finale gegen Deutschland zum fünften Mal Weltmeister.
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Der Portugiese Abel Xavier hatte nicht nur einen Faible für ungewöhnliche Frisuren, sondern auch für wilde Bartkreationen. Xavier stand im Kader Portugals bei der WM 2002.
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Auch der französische Stürmer Djibril Cissé (im Hintergrund) bevorzugt Farbe im Haar – und zwar sowohl im Gesicht, als auch auf dem Kopf. Der verletzungsgeplagte Stürmer stand 2002 und 2010 im WM-Aufgebot der Grande Nation.
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Fußballerisch und stiltechnisch setzte Ruud Gullit (WM-Teilnahme 1990) Maßstäbe für viele holländische Fußballer, die nach ihm kamen.
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Sowohl Clarence Seedorf ...
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... als auch Edgar Davids trugen Rastazöpfe. Beide nahmen an der WM 1998 teil. Davids war außerdem für seine auffällige Brille mit den orangenen Gläsern bekannt, die er wegen einer Augenoperation ab September 1999 trug.
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Steht den Holländern in Sachen Styling in Nichts nach: Gervinho spielt für die Elfenbeinküste bereits seine zweite Weltmeisterschaft.
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Sein Nationalmannschafts-Kollege vom VfB Stuttgart, Arthur Boka, ist ebenfalls ein Fan von verückten Frisuren. Er bevorzut aber einen Iro.
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Weißer Kamm: Serey Die (Elfenbeinküste).
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Auch Christian Ziege meinte, sich zur WM 2002 einen Irokesen rasieren zu müssen – in den Farben Schwarz – Rot – Gold. Sein Teamkollege Mario Basler war nie sonderlich vom Aussehen des linken Mittelfeldspielers überzegut: „Jetzt sieht er aus wie ein frisch lackierter Totalschaden”, sagte Basler, als Ziege sich seinen Kopf erstmals kahlgeschoren hatte.
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Tattoos und große Posen: Arturo Vidal gehört mit Chile zu den Geheimfavoriten bei der WM 2014. In Brasilien bestreit der ehemalige Spieler von Bayer 04 Leverkusen seine zweite Welmeisterschaft.
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Auch Keisuke Honda (Mitte) ist zum zweiten Mal dabei. Im Team der Japaner ist er der einzige Spieler mit blonden Haaren.
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Stürmer Kostas Mitroglou ist nicht nur eine der schillerndsten Persönlichkeiten im griechischen Nationalteam, sondern trägt zudem einen der beeinduckensten Bärte aller Spieler.
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Beweglich dank verrückter Frisur? Abel Hernandez (Uruguay).
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Stuttgart - Das Fußballspiele auch im Kopf entschieden werden, dürfte mittlerweile bekannt sein – auch wenn die Tore letztlich mit den Füßen geschossen werden. Im Großteil der Fälle zumindest. Zu der Erkenntnis, dass hierzu aber auch im Oberstübchen einiges stimmen muss, kann man auch als Hobbypsychologe, ohne Diplom im entsprechenden Fach, kommen.
Aber: fast scheint es so, als sei es mindestens genauso wichtig, was auf dem Kopf so vor sich geht. Das Äußere ist Profisportlern wichtig. Nicht erst Cristiano Ronaldo und David Beckham haben uns das gezeigt.
In der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft gab es aber noch ganz andere Typen als die zwei geschniegelten Freistoßkünstler. Von Wilden Wischmobs über Rasta-Ungetüme über Irokesen: zu bestaunen gab es einiges. Die Bühne Fußball-Weltmeisterschaft ist auch immer wieder ein Laufsteg für die Extrovertierten und das Extravagante.
In der Bildergalerie haben wir eine Auswahl der größten Paradiesvögel von gestern und heute zusammengestellt. Klicken Sie sich durch!