Fußball-WM: Trotz Verbots: Ägypten-Trainer thematisiert Lage in Gaza

Hossam Hassan thematisierte die Lage der Palästinensern bei der WM in Kanada, Mexiko und den USA.
Tony Gutierrez/AP/dpa- Ägyptens Trainer Hossam Hassan spricht trotz FIFA-Verbots über die Lage im Gazastreifen.
- Vor dem Spiel gegen Argentinien prangert er Menschenrechtsverletzungen an und ruft zum Handeln auf.
- Er betont das Leid von Kindern und fordert Hilfe sowie ein friedliches Leben für Palästinenser.
- FIFA untersagt politische Botschaften – schon 2022 waren „One Love“-Armbinden verboten.
- Hintergrund: Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023, danach Krieg in Gaza mit vielen Toten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Trotz des Verbots von politischen oder religiösen Botschaften während der Fußball-WM hat Ägyptens Trainer Hossam Hassan erneut die Lage im Gazastreifen thematisiert. Vor dem Spiel gegen Weltmeister Argentinien am Dienstag (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) prangerte der 59-Jährige Menschenrechtsverletzungen an und forderte zum Handeln auf.
„Wir fühlen sehr stark mit den Palästinensern. Wir haben eine Situation, in der Hunderttausende Menschen getötet wurden“, sagte Hassan. „Man muss mit den Kindern fühlen. Sie werden krank, sie hungern. Wer da nicht mitfühlt, hat keine Gefühle, egal welcher Religion er angehört. Das ist eine Schande für die ganze Welt.“ Hassan forderte dazu auf, Palästinensern zu helfen und sie in Frieden leben zu lassen.
Jubel mit Fahne
Das FIFA-Reglement untersagt das Verbreiten von politischen und religiösen Botschaften im Rahmen der WM. Schon bei der WM 2022 in Katar verbot die Organisation – unter anderem auch der deutschen Mannschaft - das Tragen von Armbinden der „One Love“-Kampagne.
Hassan hatte bereits nach dem Achtelfinale für Aufsehen gesorgt. In einem in den sozialen Netzwerken verbreiteten Video war zu sehen, wie er nach dem Sieg im Elfmeterschießen gegen Australien im Stadion von Arlington die palästinensische Flagge zeigt. „Möge Gott unsere palästinensischen Brüder und Schwestern beschützen“, hatte er auf der Pressekonferenz gesagt.
Krieg im Gazastreifen
Vor fast drei Jahren hatte sich die Lage im Nahen Osten wieder extrem zugespitzt. Am 7. Oktober 2023 hatten Terroristen der Hamas und anderer terroristischer Organisationen aus dem Gazastreifen heraus Israel überfallen, dabei mehr als 1.100 Menschen ermordet und Hunderte als Geiseln in den Gazastreifen entführt.
Israel griff daraufhin die Hamas im Gazastreifen an. Mehrere Zehntausend Menschen sollen dabei getötet worden sein, Gebäude und Infrastruktur sind weitgehend zerstört. Israels Regierung und Militär weisen Vorwürfe zurück, sich Kriegsverbrechen und des Völkermordes schuldig gemacht zu haben.
