Achtelfinale bei der WM 2026
: Trotz Saibari-Verletzung: Marokko um VfB-Star El Khannouss beendet Kanadas WM-Reise

Marokko hat sein Achtelfinale gegen Co-Gastgeber Kanada am Samstagabend mit 3:0 gewonnen. Das Team mit VfB-Star Bilal El Khannouss zieht damit in die Runde der letzten Acht ein.
Von
sid
Houston
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Canada v Morocco: Round of 16 - FIFA World Cup 2026: HOUSTON, TEXAS - JULY 04: Soufiane Rahimi #9 of Morocco celebrates scoring his team's third goal during the FIFA World Cup 2026 Round of 16 match between Canada and Morocco at Houston Stadium on July 04, 2026 in Houston, Texas.   Kevin C. Cox/Getty Images/AFP (Photo by Kevin C. Cox / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Marokkos Soufiane Rahimi feiert seinen Treffer zum 3:0.

KEVIN C. COX/afp
  • Marokko besiegte Kanada im WM-Achtelfinale in Houston mit 3:0 und zog ins Viertelfinale ein.
  • Torschützen: Azzedine Ounahi traf in der 50. und 82. Minute – Soufiane Rahimi in 90.+8.
  • Ismael Saibari verletzte sich früh am rechten Oberschenkel und wurde nach 22 Minuten ausgewechselt.
  • Erstmals steht ein afrikanisches Team bei zwei Endrunden nacheinander im Viertelfinale.
  • Mögliches Halbfinal-Revanche-Thema: In Boston könnte es zum Duell mit Frankreich kommen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Geheimfavorit Marokko hat die heldenhafte WM-Reise Kanadas beendet und damit den ersten Gastgeber aus dem Turnier geworfen. Im hitzigen und über weite Strecken sportlich zähen Achtelfinale von Houston musste der Afrika-Cup-Sieger eine frühe Verletzung des neuen Bayern-Stars Ismael Saibari verkraften, schoss am Ende aber dank der Treffer von Azzedine Ounahi (50./82.) und Soufiane Rahimi (90.+8) doch noch ein klares 3:0 (0:0) heraus. 

Erstmals in der WM-Geschichte steht damit ein afrikanisches Team bei zwei aufeinanderfolgenden Endrunden im Viertelfinale. 2022 in Katar hatte Marokko das Halbfinale erreicht und war dort an Frankreich gescheitert (0:2), am Donnerstag (22.00 Uhr MESZ) könnte es in Boston zum Wiedersehen kommen, sollten sich die Franzosen gegen den Deutschland-Schreck Paraguay durchsetzen.

Vor dem Anstoß geht es um den Unabhängigkeitstag der USA

Bevor es im klimatisierten Houston Stadium sportlich wurde, dominierten erst einmal Stars and Stripes: Zum Geburtstag der USA 250 Jahre nach der Unabhängigkeits-Erklärung gab es in der „Space City“ Grußworte aus dem Weltraum von drei amerikanischen Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS, auch die amerikanische Hymne wurde mit einem riesigen Banner und Navy-Sängerin Maia Rodriguez groß insziniert.

Die kanadischen „Helden“ wollten also ausgerechnet am Nationalfeiertag des großen Nachbarn weiter an ihrer märchenhaften WM-Geschichte schreiben. Marsch gab die Favoritenrolle klar in Richtung der Nordafrikaner ab, „Gigant“ Marokko habe „keinerlei Schwächen“, sagte der 52-Jährige, der Rückkehrer Alphonso Davies erstmal wieder auf die Bank setzte.

Kanada macht viel Druck – Saibari verletzt ausgewechselt

Unter den Augen von Eishockey-Legende und Edelfan Wayne Gretzky auf der Tribüne begann der Außenseiter, der sich dank des Last-Minute-Siegs gegen Südafrika (1:0) erstmals für ein WM-Achtelfinale qualifiziert hatte, durchaus furios. Tanitoluwa Oluwaseyi scheiterte mit der ersten großen Gelegenheit am glänzend aufgelegten Bono (10.).

Saibari hielt sich nach einem Konter immer wieder den hinteren rechten Oberschenkel, bis er schließlich zu Boden sank und sich die Hände vors Gesicht hielt. Schon nach 22 Minuten musste der Neu-Münchner, der am Mittwoch einen Vertrag bis 2031 bei den Bayern unterschrieben hatte, verletzt vom Feld, auf der Bank vergrub der 50-Millionen-Mann immer wieder frustriert sein Gesicht in seinem Trikot.

Marokko hat Schwierigkeiten – und schlägt dann eiskalt zu

Der klare Favorit, der im Sechzehntelfinale gegen die Niederlande (3:2 n.E.) viele Kräfte gelassen hatte, spielte behäbig und hatte in der 30. Minute den ersten (harmlosen) Torschuss. Ohne den besten Torjäger fehlte die Kreativität und Wucht im Spiel nach vorne. Stattdessen wurde es hitzig, Schiedsrichter Michael Oliver (England) verteilte in der ersten Halbzeit sechs Gelbe Karten, fünf davon ab der 40. Minute.

Es brauchte einen Standard für die Erlösung. Kapitän Achraf Hakimi legte quer auf Ounahi, der an der Strafraumgenze völlig frei abziehen konnte. In der Folge verwaltete Marokko die Führung, Kanada probierte viel - doch Ounahi sorgte nach einem Konter mit einem satten Schuss für die Entscheidung.