Deutsches Scheitern bei WM: Hummels fordert Nagelsmann-Aus: Muss sich was ändern

Mats Hummels (M) äußert als TV-Experte eine klare Meinung zu Julian Nagelsmann. (Archivbild)
Tom Weller/dpa- Hummels fordert nach dem WM-Scheitern die Ablösung von Bundestrainer Julian Nagelsmann.
- Begründung: Aus der „Faktenlage“ ergebe sich, dass sich auf der Trainerposition etwas ändern müsse.
- Er verweist auf persönliche Vergangenheit: keine EM-Heimnominierung, Gespräche bisher ausgeblieben.
- Kritik an Nagelsmanns Auftritt nach dem Elfmeteraus gegen Paraguay – „zu schmallippig“ und teils patzig.
- Hummels rügt auch Spieler: Jonathan Tah schoss als sechster Schütze seinen ersten Profi-Elfmeter.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der frühere Weltmeister Mats Hummels hat sich nach dem deutschen WM-Scheitern klar für eine Ablösung von Julian Nagelsmann als Bundestrainer der Fußball-Nationalmannschaft ausgesprochen. „Wenn man die ganze Faktenlage sieht, dann würde ich sagen, es muss sich auf der Trainerposition was ändern“, sagte der 37-Jährige als Experte bei MagentaTV.
Hummels betonte, dass er aufgrund seiner persönlichen Vergangenheit mit Nagelsmann „in eine emotionale Richtung gedrängt“ sei. Der damalige Verteidiger von Borussia Dortmund war von Nagelsmann nicht für die Heim-Europameisterschaft 2024 nominiert worden. „Da ist nicht alles sehr fair und ehrlich mit mir gelaufen. Das müssen wir, glaube ich, irgendwann mal in einem privaten Gespräch ausräumen.“ Dies sei bislang nicht geschehen.
Hummels-Kritik an Verhalten beim Elfmeterschießen
Hummels bewertete den Auftritt von Nagelsmann nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay im Elfmeterschießen als „zu schmallippig“, zudem sei der Trainer „manchmal ein bisschen patzig“ rübergekommen. „Das lässt sich nicht von der Hand weisen“, meinte Hummels. „Ich glaube, das ist eine große Baustelle, die er auch in den nächsten Jahren für sein Trainer-Dasein verbessern muss - vor allem auf so einer großen Bühne, wenn du Nationaltrainer bist.“ Gleichzeitig gestand der Weltmeister von 2014 zu, dass man im Moment des WM-Aus eigentlich nichts richtig machen könnte.
Kritik übte Hummels auch am Verhalten von deutschen Spielern, die sich nicht fürs Elfmeterschießen gemeldet hatten. Dass Verteidiger Jonathan Tah als sechster Schütze den ersten Elfmeter seiner Profikarriere habe schießen müssen, „weil alle anderen nicht mehr wollen, ist leider bezeichnend“, sagte Hummels. „Das fand ich tatsächlich ein bisschen schade.“
