Duell mit Algerien: Manzambi leitet ein: Schweiz mühelos ins WM-Achtelfinale

Die Schweiz durfte früh dank Embolo jubeln.
Lindsey Wasson/AP/dpa- Schweiz zieht mit 2:0 in Vancouver ins WM-Achtelfinale ein und bleibt unbesiegt.
- Embolo traf früh nach starker Vorarbeit von Johan Manzambi auf der linken Seite.
- Ndoye entschied direkt nach der Pause, Algeriens Abwehr klärte zweimal nicht.
- Gegner im Achtelfinale: Kolumbien oder Ghana – Anstoß am Dienstag in Vancouver.
- Gedämpfte Stimmung bei Regen und 14 Grad, 52.497 Zuschauer sahen eine klare Partie.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Schweiz darf bei der Fußball-WM weiter vom ersten Viertelfinale seit dem Heim-Turnier 1954 träumen. Das Team um Vorlagengeber Johan Manzambi setzte sich im Sechzehntelfinale von Vancouver problemlos mit 2:0 (1:0) gegen Algerien durch und bleibt beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko unbesiegt. Im Achtelfinale geht es erneut in Vancouver am Dienstag (22.00 Uhr/MESZ) gegen Kolumbien oder Ghana.
Vor 52.497 Zuschauern im ausverkauften Stadion sorgte der frühere Schalker Breel Embolo (10. Minute) für die frühe Führung. Nach der Pause traf dessen Sturmkollege Dan Ndoye (46.) zur vorzeitigen Entscheidung. Manzambi vom SC Freiburg hatte das erste Tor mit einem Solo über die halblinke Seite exzellent eingeleitet.
Gedämpfte Stimmung bei 14 Grad
Algeriens Auftritt bei dem Turnier dürfte - abgesehen vom denkwürdigen 3:3 gegen Österreich in der Vorrunde - schnell in Vergessenheit geraten. Das Team um BVB-Profi Ramy Bensebaini konnte den starken Schweizern fast nichts entgegensetzen. Die Nordafrikaner müssen weiter auf ihren ersten Sieg in einer K.-o.-Runde der Weltmeisterschaft warten.
Anders als an vielen anderen Spieltagen wollte diesmal in Vancouver nicht wirklich WM-Stimmung aufkommen. Das lag zum einen daran, dass Gastgeber Kanada vor einer Woche den Gruppensieg gegen die Schweiz verspielt hatte und deshalb kein weiteres Spiel in der Heimat bekam. Zum anderen am Wetter, das sich nicht wie Sommer in Nordamerika anfühlte, sondern Frühjahr in Großbritannien: Es regnete den ganzen Tag bei konstanten 14 Grad.
Kobel lange beschäftigungslos
In der Heimspielstätte von Thomas Müller, bei der zur WM das Dach stets geschlossen ist, kamen die Schweizer trotzdem schnell auf Temperatur. Das lag einmal mehr am umtriebigen Manzambi, der das Turnier als Joker begonnen und sich mit seinem enormen Tempo für die Startelf empfohlen hatte.
Murat Yakin brachte den 20-Jährigen auch diesmal - und sah sich schnell bestätigt. Manzambi spielte mehrere algerische Gegenspieler aus und brach bis zur Grundlinie durch. Seine scharfe Hereingabe in die Mitte musste Embolo nur noch vollenden. Auf der Gegenseite war Dortmunds Schlussmann Gregor Kobel lange beschäftigungslos, weil sich die Partie hauptsächlich auf der anderen Seite abspielte.
Ein besonderes Spiel war es für Vladimir Petkovic, der die Nati im Sommer 2014 von Ottmar Hitzfeld übernommen und sieben Jahre betreut hatte. Der 62-Jährige ist inzwischen Algeriens Cheftrainer und musste zur Pause auf die schwache erste Halbzeit seiner Mannschaft reagieren.
Doch die Pläne von Petkovic waren nach weniger als einer Minute nach dem Wiederanpfiff hinfällig. Nachdem Algeriens Abwehr den Ball gleich zweimal nicht geklärt bekommen hatte, schoss ihn Angreifer Ndoye ins lange Eck.
Algeriens Schlussmann Luca Zidane, der Sohn des früheren Weltklasse-Fußballers Zinédine Zidane, war machtlos. Danach war die Partie gelaufen, was Yakin mit der frühzeitigen Auswechslung von Manzambi bekräftigte. Der eingewechselte Fabian Rieder hatte noch die Chance zum 3:0, doch der Augsburger schoss in die Arme des liegenden Torhüters statt ins leere Tor.

Bitte lächeln: Embolo jubelt im Sitzen.
Lindsey Wasson/AP/dpa
Für Algerien war es das erste K.-o.-Spiel seit 2014.
Lindsey Wasson/AP/dpa