WM-Investoren-Pläne
: UEFA droht mit Boykott aller FIFA-Turniere

Die Europäische Fußball-Union droht im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino mit maximaler Eskalation.
Von
sid
Nyon
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UEFA-Präsident Aleksander Ceferin

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin will den FIFA-Plan unbedingt verhindern.

Darko Vojinovic/AP/dpa
  • UEFA droht FIFA mit Boykott aller Turniere, falls ein Investoren-Deal kommt.
  • Beschluss fiel bei einer Dringlichkeitssitzung der 55 Nationalverbände am Donnerstagnachmittag.
  • Medien berichten: Infantino setzt eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September – einfache Mehrheit reicht.
  • DFB-Präsident Bernd Neuendorf lehnt den Plan ab, er nennt ihn nicht zustimmungsfähig.
  • Infantino verteidigt das Vorhaben und sieht darin eine Gelegenheit zur Wertschöpfung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) droht im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino mit maximaler Eskalation. Nach SID-Informationen wurde auf der Dringlichkeitssitzung aller 55 Nationalverbände am Donnerstagnachmittag ein Boykott aller FIFA-Turniere für den Fall beschlossen, dass Infantino seinen Investoren-Deal durchdrückt. Dies hatte zuerst die britische Zeitung The Times berichtet.

Die FIFA und ihr Präsident sind in ihrem Plan, Anteile an der WM zu verkaufen, offensichtlich bereits fortgeschritten. Laut übereinstimmender Medienberichte soll Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt haben. Die Verbände werden mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert. Eine einfache Mehrheit soll ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen. Ein drohender Boykott der UEFA könnte Infantinos Pläne aber massiv ins Wanken bringen.

Auch der DFB kritisiert den FIFA-Plan

Der heftigen Kritik aus vielen Richtungen hatte sich am Mittwoch auch Bernd Neuendorf angeschlossen. Es sei „ein fatales Zeichen, die Fußball-WM für Investoren zu öffnen. Der Fußball lebt von der Akzeptanz der Gesellschaft, wir dürfen ihn nicht zum Spielball von Investoren machen“, sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in einem Interview mit der Sportschau und dem ZDF. Infantinos Pläne seien „überaus problematisch und nicht zustimmungsfähig“.

Der FIFA-Chef verteidigt sein Vorhaben energisch. Dieses sei „eine Gelegenheit, keine Verpflichtung“, sagte Infantino. Er verspreche sich davon die „Erschließung bisher nicht realisierter Werte“. Die „kommerzielle Seite des Fußballs“ zu stärken, sei der logische nächste Schritt in der Entwicklung.