Göppingen unterliegt Flensburg
: Alles gegeben, nichts geholt – Frisch Auf verliert packendes Duell denkbar knapp

5600 Zuschauer in der ausverkauften EWS-Arena sorgen für Gänsehautatmosphäre, am Ende verliert Frisch Auf Göppingen den Handball-Thriller gegen Flensburg 32:33.
Von
Jürgen Frey
Stuttgart
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  • Enttäuschte Frisch-Auf-Spieler nach der unglücklichen Niederlage gegen Flensburg.

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  • Flensburgs slowenischer Trainer Ales Pajovic.

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  • Frisch-Auf-Coach Ben Matschke.

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  • David Schmidt setzt sich gegen den Ex-Göppinger Blaz Blagotinsek durch.

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  • Simon Pytlick: Stürmerfoul gegen Oskar Neudeck.

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  • Stürmerfoul von Simon Pytlick – danach gab’s Ballbesitz für Frisch Auf.

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  • Frisch-Auf-Linkshänder Erik Persson.

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  • Erik Persson: Enttäuschung pur.

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  • Marcel Schiller puscht das Publikum.

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  • Frust bei den FAG-Spielern.

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  • Frisch Auf hätte einen Punkt verdient gehabt.

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  • Alles gegeben, nichts geholt – Frisch Auf verliert packendes Duell denkbar knapp

    Kristian Saeveras: Ein paar Paraden zu wenig. Pressefoto Baumann
  • Starker Auftritt: Oskar Sunnefeldt warf acht Tore für Frisch Auf.

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  • Nationalspieler Marko Grgic (li., gegen Oskar Neudeck) im SG-Dress.

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  • Flensburg jubelt, die Frisch-Auf-Spieler gehen bedröppelt vom Feld.

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  • Riesenjubel bei der SG über den Auswärtssieg in Göppingen.

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  • Entscheidende Paraden nach seiner Einwechslungen: Flensburgs Keeper Benjamin Buric.

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  • Göppingens Kapitän und Abwehrchef Ymir Gislason sah nach drei Minuten bereits die Rote Karte.

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  • Weltklasse auf Linksaußen: Flensburgs Emil Jakobsen traf in der ausverkauften EWS-Arena 13 Mal.

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Die Fans der Handball-Bundesligisten Frisch Auf Göppingen und SG Flensburg-Handewitt pflegen seit 20 Jahren eine innige Fan-Freundschaft. „Leidenschaft verbindet“, stand daher auf einem Plakat in der mit 5600 Zuschauern ausverkauften EWS-Arena. Ein extremer Kampfgeist und riesige Emotionen verbanden auch die Spieler beider Reihen auf dem Feld. Am Ende unterlag Frisch Auf dem Tabellenzweiten nach mitreißenden 60 Minuten in prickelnder Atmosphäre sehr unglücklich mit 32:33 (13:15).

„Wir machen ein gutes Spiel, lassen aber zu viele Chancen liegen“, sagte ein enttäuschter Frisch-Auf-Routinier Marcel Schiller, mit 7/4 Toren zweitbester Göppinger Werfer hinter Oskar Sunnefeldt (8). Bei der SG erzielten Weltklasse-Linksaußen Emil Jakobsen (13/5) und Rückraumstratege Simon Pytlick (6) die meisten Tore. Dieses Duo und Keeper Benjamin Buric waren spielentscheidend. Buric, frisch von der Bank für Kevin Möller, zeigte in den letzten elf Minuten fünf entscheidende Paraden. „Das war ein unglaubliches Spiel, mein Team hat Charakter gezeigt, am Ende hatten wir aber auch das Glück auf unserer Seite“, sagte SG-Coach Ales Pajovic.

Frisch Auf hatte bereits nach drei Minuten Abwehrchef Ymir Gislason verloren. Der Isländer sah nach einem Foulspiel an Niclas Kirkelokke Rot. Die Mannschaft steckte den Nackenschlag weg, legte ohne ihren Kapitän in Sachen Einsatzwille und Mentalität noch eine Schippe drauf. In dem packenden Nord-Süd-Duell auf Augenhöhe lag Frisch Auf nach einem 17:20-Rückstand (37.) beim 28:27 (52.) nach einem Wurf von Victor Klöve ins leere Tore sogar vorne. Beim 31:31 (58.) hatte Göppingen die Chance zur Führung, doch Erik Persson leistete sich einen Fehlpass, den die SG eiskalt zum 32:31 nutzte. Nach dem Ausgleich durch Schiller per Siebenmeter 50 Sekunden vor Schluss zum 32:32 erzielte Pytlick den Siegtreffer elf Sekunden vor dem Ende. Der letzte Wurf von Frisch-Auf-Spielmacher Ludvig Hallbäck ging neben das SG-Tor.

„Enormer Invest in unwiderstehlicher Halle“

„Das war ein enormer Invest meiner Mannschaft über 60 Minuten in einer unwiderstehlichen Halle. Ich bin sehr enttäuscht, dass es nicht mit Punkten belohnt wurde“, sagte Trainer Ben Matschke. Trotz nun 1:11 Punkten hintereinander sieht der Coach sein Team auf dem richtigen Weg: „Wir machen die richtigen Schritte, die Entwicklungen sind sichtbar, aber klar, wir brauchen auch Punkte.“

Die letzte Chance in diesem Kalenderjahr bietet sich am 27. Dezember (19 Uhr) beim amtierenden deutschen Meister Füchse Berlin. „Wir wollen auch Berlin vor Aufgaben stellen“, sagte Matschke.

Aufstellungen

FAG Saeveras (1.-44./6 Paraden), Buchele (44.-60./1 Parade); Neudeck 1 Tor, ten Velde 1, Klöve 4, Hallbäck 3, Brodbeck, Persson 2, Schiller 7/4, Jurmala 3, Sunnefeldt 8, Gislason, Newel 1, Hanne, Schmidt 2.

SGF K. Möller (1.-49./9 Paraden), Buric (49.-60./5 Paraden); Pytlick 6 Tore, Golla 1, Kirkelökke 1, Grgic 5, Jörgensen 1, Horgen 4, Volz, Jakobsen 13/5, Knutzen, Blagotinsek, Novak, L. Möller 2.

Saison 2025/26

Ergebnisse
GWD Minden – FAG 28:28, FAG – Füchse Berlin 26:32, HC Erlangen – FAG 28:29, FAG – SC DHfK Leipzig 24:24, TVB – FAG 28:28, SG Flensburg-Handewitt – FAG 32:26, FAG – SC DHfK Leipzig 26:28 (DHB-Pokal), FAG – TSV Hannover-Burgdorf 30:26, Rhein-Neckar Löwen – FAG 30:30, FAG – VfL Gummersbach 24:36, FAG – Bergischer HC 26:21, HSG Wetzlar – FAG 26:28, FAG – HSV Hamburg 34:30, THW Kiel – FAG 34:30, FAG – MT Melsungen 26:26, SC Magdeburg – FAG 37:26, FAG – TBV Lemgo Lippe 26:33, ThSV Eisenach – FAG 31:27, FAG – SG Flensburg-Handewitt 32:33.

Termine
Füchse Berlin – FAG (27. Dezember, 19 Uhr), FAG – GWD Minden (10. Februar 2026, 19 Uhr), MT Melsungen – FAG (13. Februar, 19 Uhr), FAG – THW Kiel (21. Februar, 19 Uhr), TSV Hannover-Burgdorf – FAG (1. März, 16.30 Uhr), TBV Lemgo Lippe – FAG (15. März, 15 Uhr), FAG – SC Magdeburg ( Ostersonntag, 5. April, 18 Uhr), SC DHfK Leipzig – FAG (9. April, 19 Uhr). (jüf)