Handball 3. Liga SVK: Ackern für die „unglaublich starke“ Liga

In der Vorbereitung in der Sporthalle Ost legt SVK-Trainer Alexander Schurr (rechts) die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison.
Melanie BürkleDie Sommerpause ist vorbei – zumindest für die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim. Bereits Mitte Juni bat Cheftrainer Alexander Schurr seine Mannschaft zum schweißtreibenden Trainingsauftakt in die Sporthalle Ost. Statt Ball- und Taktiktraining standen zunächst Ausdauer-, Kraft- und Schnelligkeitstests auf dem Programm. Schurr wollte sich wie gewohnt ein genaues Bild vom Fitnesszustand seiner Spieler machen. „Wir müssen wissen, wo jeder Spieler steht, um gezielt daran zu arbeiten“, erklärt er und ergänzt: „Wer in der Liga mitspielen will, braucht eine Top-Basis.“
Den Grundstein für die Saison legen - daran arbeitet das gesamte Team um den Trainerstab Schurr, Co-Trainer Frieder Hansen und Athletikcoach Jens Babel seit Wochen. Aktuell ist die Mannschaft schon dementsprechend tief in die sehr intensive Vorbereitung für die Drittliga-Saison eingetaucht. Ebenfalls voll dabei und mittendrin die Neuen: Toni Luithardt, Luke Kaysen, Lukas Reu und Jan Kägler. Alle zeigen sich bereits gut in die Sieben integriert.
Die vier Neuen im Team sind schon integriert
Vier neue Drei von ihnen trainierten bereits in den vergangenen Monaten regelmäßig mit - sicherlich eine großer Vorteil beim Blick auf die Saison. Nicht weniger wichtig zu erwähnen ist, dass auch alle Spieler nahezu direkt aus der A-Jugend ins Männer-Team wechseln. „Das ist ein riesiger Schritt. Wir müssen den Jungs Zeit zur Entwicklung geben“, betont der Trainer, zeigt sich aber optimistisch: „Handballerisch wie menschlich passen alle super ins Team. Die Sieben ist eine gute Einheit.“
Neunte Saison für Aexander Schurr
Es ist die neunte Saison für Dauerbrenner-Trainer Schurr. Die neue Drittliga-Saison beginnt in diesem Jahr ungewöhnlich früh: Bereits am 24. August bestreiten die Lurchis ihr erstes Spiel. Sie fahren zum Rundenauftakt wieder einmal zur SG Pforzheim/Eutingen. Eine Woche später folgt das erste Heimspiel gegen den VfL Pfullingen (30. August). Viel Zeit für den Feinschliff bleibt also nicht. Die ersten Testspiele sind bereits absolviert, ehe es zum Start der Sommerferien noch eine kurze Pause gibt.
Danach steht das abschließende Vorbereitungsspiel bei Saase3Leutershausen auf dem Plan, gefolgt von einem dreitägigen Trainingslager in Luxemburg – die letzte intensive Maßnahme vor dem Ligaauftakt. „In dieser unglaublich starken Liga müssen wir vom ersten Spieltag an voll da sein und Punkte sammeln“, stellt Schurr klar. Denn: Die 3. Liga ist nochmals stärker geworden. „Es ist ein brutal knackiges Programm“, sagt der erfahrene A-Lizenz-Coach.
Neu in der Südstaffel sind zwei alte Bekannte: Saase3Leutershausen, vergangene Saison in einer anderen Staffel aktiv, sowie Zweitliga-Absteiger HSG Konstanz. „Beides absolute Topteams, die ganz oben mitspielen werden“, sagt Schurr. Leutershausen hat sich gezielt verstärkt und liebäugelt mit dem Sprung in Liga zwei, Konstanz bringt erneut reichlich Erfahrung aus dem Unterhaus der Bundesliga mit und hat nichts gegen eine Rückkehr dorthin.
Spannende Runde wartet auf die Zuschauer
Auch das Team TV Bittenfeld 2 ist vermutlich nicht zu unterschätzen. Bundesligareserven wie der HC Erlangen 2, die Rhein-Neckar Löwen 2 und der HBW Balingen-Weilstetten 2 sind traditionell gut besetzt und nie im Abstiegskampf zu finden. Zwei weitere Neue in der Staffel sind die SG Köndringen-Teningen aus Südbaden sowie der TV Erlangen-Bruck, der sicherlich stark von der Kaderschmiede des Bundesligisten in Erlangen profitiert.
„Es wird ein extrem breites und ausgeglichenes Mittelfeld in der dritten Liga geben“, prognostiziert Schurr und sagt: „Für die Zuschauer dürfte es dafür eine wahnsinnig spannende Liga werden.“ Wie sich der SV Kornwestheim mit seinem jungen Kader in dieser starken Liga behaupten will? Für Schurr ist die Antwort klar: „Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen – Zusammenhalt, Tempo, Kreativität.“ Diese Tugenden sollen auch in der neuen Saison wieder für den einen oder anderen Überraschungssieg sorgen. Und wenn dann alles passt, könnte die Schurr-Sieben vielleicht auch 2025/26 für unerwartete Furore in der Staffel Süd sorgen.