Gleich beim EM-Auftaktsieg zeigten Andreas Wolff und Johannes Bitter ihre Extraklasse zwischen den Pfosten. Wir haben die besten deutschen Torhüter der Handball-Historie zusammengestellt.
Das starke aktuelle deutsche Torwart-Duo: Andreas Wolff (li.), Johannes Bitter.
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Henning Fritz (u. a. Rhein-Neckar Löwen, geboren am 21. September 1974) war am Handball-Wintermärchen 2007 maßgeblich beteiligt. Der Torwart wurde Welt- und Europameister und holte 2004 in Athen Olympia-Silber. Im gleichen Jahr wurde er Welthandballer. Henning Fritz feierte mit seinem Heimatverein SC Magdeburg und dem THW Kiel zahlreiche Meistertitel. Er sprach nach seinem Karriereende offen über sein Burn-out aufgrund der hohen Taktung im Handball-Spielplan.
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Andreas Wolff (PGE Vive Kielce, geboren am 3.3.1991 in Euskirchen) hat sich mit seinen Paraden bei der Europameisterschaft 2016 in die Herzen der Fans gespielt. Mit dem THW Kiel gewann er zweimal den deutschen Handball-Pokal und einmal den EHF-Pokal. Er wurde 2016 Europameister und gleich ins Allstar-Team des Turniers gewählt. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gewann er mit der deutschen Mannschaft die Bronzemedaille. Am 1. November 2016 erhielt der gebürtige Rheinländer dafür das Silberne Lorbeerblatt. Er studiert internationales Management.
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Silvio Heinevetter (Füchse Berlin, geboren am 21.10.1984 in Bad Langensalza) zählt wohl zu den bekanntesten deutschen Handballern der Gegenwart – auch wegen seiner Beziehung mit der Schauspielerin Simone Thomalla. Mit den Füchsen gewann er den DHB-Pokal. 2015 und 2016 wurde er Vereinsweltmeister. Den EHF-Pokal konnte er mit den Füchsen 2015 und 2018 gewinnen. Der größte Erfolg seiner 192 Nationalmannschaftseinsätze war die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2016. In der neuen Saison wechselt er zur MT Melsungen.
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Johannes „Jogi“ Bitter (TVB Stuttgart, geboren am 2.9.1982 in Oldenburg) wurde nach einer auf eigenen Wunsch eingelegten Pause jetzt wieder für die Nationalmannschaft reaktiviert. Mit dem HSV wurde er Pokalsieger und Meister, 2013 gewannen die Hamburger mit Bitter die Champions-League. 2007 wurde er mit der deutschen Auswahl Weltmeister und erhielt für diesen Triumph das Silberne Lorbeerblatt. Als sein Mentor gilt Alexander „Sascha“ Vorontsov (aktuell Torwart-Trainer von Frisch Auf Göppingen), der den gebürtigen Oldenburger schon in der Jugend in Varel trainierte.
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Carsten Lichtlein (HC Erlangen, geboren am 4. November 1980 in Würzburg) holte den Weltmeistertitel 2007 und wurde er mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Bei der Europameisterschaft 2016 in Polen holte er mit der deutschen Mannschaft den Titel. Er hat die meisten Bundesliga-Einsätze (626) und wurde zweimal Europacupsieger. Dennoch ist Lichtlein der Typ, dem es eine Ehre ist, dabei zu sein, der aber für den Erfolg der Mannschaft stets die eigenen Ansprüche zurücksteckt. In der neuen Saison wechselt er zu GWD Minden.
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Andreas Thiel (VfL Gummersbach, geboren am 3. März 1960 in Lünen) trägt den Spitznamen „Der Hexer“, weil er mit seinen Reflexen selbst die sichersten Tore noch verhindern konnte. Thiel ist mit 256 Spielen für die deutsche Nationalmannschaft der Torhüter mit den meisten Länderspielen. Siebenmal wurde er zum Handballer des Jahres gekürt, bei Olympia holte er mit dem Team 1984 die Silbermedaille. Er arbeitet heute als Rechtsanwalt und Torwart-Trainer bei Frauen-Bundesligist Bayer Leverkusen.
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Stefan Hecker (TuSEM Essen, geboren 16.4.1959 in Krefeld; gestorben 19.8.2019 in Essen) bildete jahrelang zusammen mit Andreas Thiel ein hervorragendes Torhüter-Duo in der Nationalmannschaft, nahm an zwei Weltmeisterschaften teil. Er war dreimal deutscher Meister und Pokalsieger, wurde zweimal Handballer des Jahres und nach der aktiven Karriere Handball-Funktionär. Hecker ist mit 60 Jahren an Krebs gestorben.
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Jan Holpert (SG Flensburg-Handewitt, geboren am 4. Mai 1968 in Flensburg) gilt als „Rekordmann“, denn er hat die meisten Siebenmeter gehalten. 572 Spiele machte er für die SG Flensburg-Handewitt, außerdem versuchte er bei 245 Spielen für die deutsche Nationalmannschaft den Kasten sauber zu halten. Sein größter Erfolg im Nationaldress war die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft 1998.
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Siegfried Roch (TV Großwallstadt, geboren am 26. März 1959 in Wunsiedel) hält seit 1991 den Rekord für die meisten gehaltenen Siebenmeter in einem Bundesligaspiel: Sieben mal biss sich der Gegner an ihm die Zähne aus. In 20 Jahren bei Großwallstadt drückte er dem Verein als Spieler und Manager seinen Stempel auf. Als Nationalspieler wurde er 1984 Olympiazweiter, Differenzen mit den damaligen Bundestrainern verhinderten weitere Engagements. Mit den Unterfranken wurde er zweimal deutscher Meister. Heute mischt er im Management von Zweitliga-Spitzenclub HSC Coburg 2000 mit. Seine Tochter Isabell ist Nationaltorhüterin und spielt aktuell bei Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund.
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Manfred Hofmann (TV Großwallstadt, geboren am 30.1.1948 in Großwallstadt) gehörte zum Handball-Weltmeisterteam von 1978, begründete die große Ära deutscher Torleute im Handball. Hofmann wollte schon nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen, wurde von Vlado Stenzel 1974 reaktiviert und entwickelte sich zum Stammkeeper. Hofmann arbeitete während und nach der Karriere als Bankkaufmann.
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Wieland Schmidt (SC Magdeburg, geboren am 23.12,1953 in Magdeburg) hat in seiner Karriere als Torwart eigentlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Der Olympia-Sieger von 1980 war auch mehrmaliger DDR-Meister und Pokalsieger, Europapokal-Sieger und Vize-Weltmeister. Drei Mal wurde er zum Handballer des Jahres gekürt. Heute trainiert er die weibliche U-18 des DHB.
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Michael Krieter (u.a. THW Kiel, geboren am 21. August 1963 in Northeim), genannt „Pumpe“, hat als Nationaltorhüter 95 Länderspiele bestritten, wurde mit dem THW Kiel viermal deutscher Meister.
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Trondheim/Stuttgart - Am Ende war es eine klare Sache – dieser 34:23(15:13)-EM-Auftaktsieg der deutschen Handballer gegen die Niederlande. Doch eines räumte hinterher jeder ein: Ohne die Paraden von Torwart Andreas Wolff wäre es nicht möglich gewesen, das Ergebnis so deutlich in die Höhe zu schrauben. Wahrscheinlich wäre es gegen den EM-Debütanten aus dem Nachbarland sogar bis zum Schluss richtig eng geblieben. „Andi Wolff hat zum richtigen Zeitpunkt ganz wichtige Paraden gesetzt“, brachte es Bundestrainer Christian Prokop auf den Punkt.
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Es hatte überhaupt nichts mit der Leistung des Keepers vom polnischen Spitzenclub PGE Vive Kielce zu tun, dass der Chefcoach in der 52. Minute einen Wechsel zwischen den Pfosten vornahm. 29:20 stand es zu diesem Zeitpunkt, und das Spiel war entschieden. Zum anderen weiß Prokop, dass er einen zweiten Keeper auf der Bank hat, auf den er sich genauso verlassen kann: Johannes Bitter. Der Mann vom Bundesliga-Drittletzten TVB Stuttgart rechtfertigte das Vertrauen im ersten Pflichtspiel nach seinem Nationalmannschafts-Comeback eindrucksvoll. Der 37-Jährige zeigte drei ganz starke Paraden. Das macht Hoffnung für das so wichtige zweite EM-Vorrundenspiel an diesem Samstag (18.15 Uhr/ARD) gegen Titelverteidiger Spanien.
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Wolff und Bitter setzen eine große deutsche Tradition fort, was Ausnahmekeeper betrifft. Wir haben einige Torhüter-Legenden der vergangenen Jahrzehnte zusammengetragen. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie!