Leonberger Judoka jubelt
: Coco Baur feiert grandioses Comeback nach Verletzungspause

Die 18 Jahre alte Coco Baur von der Leonberger Judoschule Roman Baur belegt Platz zwei bei süddeutschen Meisterschaften nach einer langwierigen, schweren Verletzung.
Von
Jürgen Kemmner
Stuttgart
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Coco Baur hat ihre Schulterverletzung überwunden und greift hoch motiviert wieder an.

Henning Maak

Im Februar hatte sich Coco Baur kurz nach einem überstandenen Kreuzbandriss eine schwere Schulterverletzung zugezogen – nun feierte die Judo-Kämpferin aus Leonberg ein grandioses Comeback auf der Matte. Bei den süddeutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in München kämpfte sich Coco Baur bis ins Finale vor, unterlag dort jedoch Svenja Gruber vom SV Neustadt. Baurs Gegnerin erwischte sie im Titelduell im Bodenkampf am einst lädierten Ellbogen – Coco Baur gab daher den Kampf schnell auf. Dennoch war das Comeback mit einer Silbermedaille mehr als gelungen. Damit hat sie sich für die deutschen Meisterschaften in Stuttgart im Oktober qualifiziert.

Gegnerin greift zuvor lädierten Arm an

In der Klasse bis 70 Kilogramm stand die Leonbergerin zum ersten Mal gegen Svenja Gruber auf der Matte – sie war zu zögerlich und vorsichtig und unterlag. Die Bayerin hatte einen Armhebel an Baurs regeneriertem Arm angesetzt, die Leonbergerin gab sicherheitshalber sofort auf. Im zweiten Kampf gegen die Bundesligakämpferin Laura Harroider (TSV Abensberg) trat Baur selbstbewusster an und warf die Gegnerin mit einer Außensichel nach 45 Sekunden auf den Rücken und stand im Halbfinale. Dort traf sie auf Emma Liestl (TSV Abensberg), die schon eine Silbermedaille im Europeancup in der U21 gewonnen hat. Der Kampf war lange ausgeglichen, bis Baur einen schwachen Angriff der Abensbergerin konterte und sich den Finaleinzug sicherte. Dort war dann Gruber aber erneut stärker.

Rafael Walter verpasst Bronze

Rafael Walter ging in der Klasse bis 73 Kilogramm an den Start und traf in der ersten Begegnung auf den routinierten Vadim Shenk vom Jahn Nürnberg. Nach der regulären Kampfzeit von vier Minuten hatte noch keiner eine Wertung erzielt – in der Verlängerung erwischte Walter den Bayern mit einem Fußwurf und war eine Runde weiter. Gegen Kevin Miller vom TuS Traunreut ging Walter zwar mit einer Eindrehtechnik in Führung, doch 20 Sekunden vor Kampfende wurde er auf den Rücken geworfen. In der folgenden Trostrunde besiegte der Leonberger Jonas Holtmann vom PSV Königsbrunn mit einem Schulterwurf und Egor Nikitin vom BC Karlsruhe mit einem Fußwurf. Im Duell um Bronze hatte aber Eduard Bullinger vom Jahn Nürnberg die Oberhand und besiegte Rafael Walter durch Schulterwurf.

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