EZ-Handballpokal 2026: Das Team setzt sich durch

Philipp Bernhardt hebt ab und feiert am Ende mit dem Team Esslingen einen Sieg gegen den TSV Denkendorf.
Robin RudelRaus mit Applaus hieß es am Ende für die Verbandsliga-Handballer des TSV Denkendorf. Denn nachdem sie in der durch die kurzfristige Absage der SG Lauterstein auf drei Mannschaften zusammengeschrumpften Männer-Gruppe 2 die Chance aufs Weiterkommen realistischerweise durch die 19:20-Niederlage gegen den Ligakonkurrenten Team Esslingen verspielt hatten, zeigten sie gegen Drittligist und Turnierfavorit TSV Neuhausen zumindest eine Hälfte lang eine ganz starke Leistung. „Ich bin sehr zufrieden damit, wie wir uns da präsentiert haben. In der zweiten Hälfte kommt es dann, wie es kommt und wir können nicht mehr mithalten“, sagte Trainer Moritz Müller. Ein deutliches 14:29 stand am Ende auf der Anzeigetafel, nachdem die Denkendorfer bis zum 7:8 drangeblieben waren und einige sehenswerte Aktionen gezeigt hatten.
So freuen sich nun die Team-Spieler nach dem Ruhe-Montag auf das Halbfinale am Dienstag gegen den TV Plochingen. „Ich bin insgesamt zufrieden. Es war gut, um nach der Pause reinzukommen, ich habe auch viele Junge spielen lassen“, erklärte Esslingens Coach Timo Flechsenhar. Und: „Gegen Neuhausen haben wir uns adäquat präsentiert und gegen Denkendorf hat man gesehen: Wenn wir individuell unsere Aufgaben erfüllen, spielen wir erfolgreich. Und wenn nicht, dann nicht.“ Mit 11:8 zur Pause der nach der Absage der Lautersteiner auf zwei Mal 20 Minuten ausgedehnten Spielzeit hatte das Team gegen die Denkendorfer geführt – weil sie konsequent spielten, aber auch, weil die Denkendorfer sehr viel verwarfen. Die kämpften sich dann nach dem Wechsel auf 12:12 heran, lagen kurz darauf aber wieder mit 15:18 zurück und verloren schließlich mit einem Tor Rückstand.
„Mehrwert“ für Brack
Das Spiel gegen seinen Ex-Club Neuhausen war für Flechsenhar und sein Team dann von Anfang an eine klare Angelegenheit. 27:15 für den Favoriten war das „adäquate“ Ergebnis. Neuhausens Trainer Daniel Brack war denn auch bestens gelaunt. „Ich denke, dass wir mehr als unsere Pflichtaufgaben erfüllt haben“, erklärte er und sprach von einem „Mehrwert“ für sich und die Mannschaft. Denn: „Wir konnten einigen jungen Spielern wie Tom Scherbaum, Benjamin Schwab und Laurin Huss viel Spielzeit geben.“ Und wie die Handballer sie nutzten, erfreute den Coach – vor allem bei Huss, der eine immer größere Rolle in der 3. Liga spielen soll und „für mich wie maßgeschneidert ist“, wie Brack erklärte. Aber auch erfahrenere Spieler können noch was lernen: Beim Test einer neuen Abwehrvariante überzeugten den Trainer gerade Julian Reinhardt und Luis Sommer.
Die Neuhausener wurden ihrer Rolle als Top-Team des EZ-Handballpokals aber auch damit gerecht, dass sie den Zuschauern viele konzentrierte Aktionen und sehenswerte Tore zeigten – im Verlauf der beiden Spiele immer mehr nach Tempogegenstößen. „Jetzt freuen wir uns auf den Dienstag“, sagte Brack – und warf vor mittlerweile leeren Rängen noch mit seinem Sohn Matti ein paar Bälle aufs Tor.
Vom EZ-Pokal berichten: Sigor Paesler, Robin Kern, Andreas Pflüger, Laura Dobler, Steffen Wahr, Bastian Frech (Text und Online), Robin Rudel (Fotos).