Turnen Dritte Liga: WTG Heckengäu wacht rechtzeitig auf

Manu Tschur am Reck: Nach einem Stotterstart holte die WTG Heckengäu am Ende doch noch einen Sieg über die KTG Bodensee.
Georg Hrivatakis- WTG Heckengäu siegt nach 0:11-Fehlstart mit 29:26 gegen KTG Bodensee.
- Wende am Pauschenpferd: angeführt von Manú Tschur und Yannick Kessler 10:0.
- Ringe 6:4 und Sprung 8:2 brachten Führung, Spiess punktete mit gestrecktem Kasamatsu.
- Barren brachte Spannung, doch Dudev und Kessler machten am Reck den Sieg klar.
- Tschur stürzte beim gestreckten Tkatchev – Ergebnis blieb 29:26, nächstes Spiel am Samstag.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es gibt angenehmere Arten, eine Saison zu beginnen. Und ganz sicher hatte sich die WTG Heckengäu ihren Auftakt in der dritten Bundesliga Süd anders vorgestellt. Nach gerade einmal einem Gerät lag die Gemeinschaftsriege in eigener Halle gegen den Aufsteiger KTG Bodensee mit 0:11 zurück. Ein Fehlstart mit Ausrufezeichen. Vielleicht brauchte es aber genau diesen Schreckmoment, um die Heckengäuer wachzurütteln. Denn wer nach dem Boden befürchtet hatte, dass dieser Auftritt gründlich danebengehen könnte, sah wenig später eine andere WTG. Am Ende stand ein hart erkämpfter 29:26-Erfolg und damit das Wichtigste zum Saisonstart: zwei Tabellenpunkte.
Dabei hatte zunächst kaum etwas funktioniert. Luis Weiß, Niccolo Spiess und Adrian Dudev mussten am Boden Stürze hinnehmen. Die Gäste vom Bodensee nahmen die Geschenke dankend an und machten aus den vier direkten Duellen ein 11:0. Das saß. Dann kam das Pauschenpferd. Und mit ihm die Antwort der WTG. Ausgerechnet an jenem Gerät, an dem schon eine kleine Unsauberkeit eine Übung aus dem Rhythmus bringen kann, spielte die erfahrene Mannschaft ihre Stärke aus. Angeführt von Manú Tschur und Yannick Kessler drehten die Gastgeber den Spieß um: 10:0.
WTG-Turner zeigen Nervenstärke am Reck
An den Ringen sorgten Florian Ludwig und Kessler dafür, dass die WTG beim 6:4 erstmals Druck aufbaute - spätestens am Sprung war vom missratenen Beginn nicht mehr viel zu spüren. Niccolo Spiess punktete mit seinem gestreckten Kasamatsu, anschließend mussten die Gastgeber zwar zwei Zähler abgeben, doch Adrian Dudev und Luis Weiß lieferten nahezu fehlerfreie Beiträge. Das 8:2 brachte die WTG auf Kurs. Nur: Ruhe wollte nicht einkehren. Deniz Bulut baute den Vorsprung am Barren zunächst auf 25:17 aus, doch die KTG Bodensee gewann das Gerät mit 3:1.
Vor dem Reck hieß es 25:20. Als Niccolo Spiess im ersten Duell zwei Zähler abgeben musste, war das Polster auf drei Punkte geschrumpft. Dann bewies die WTG, was vielleicht wichtiger war als perfekte Übungen: Nervenstärke. Dudev und Kessler holten je zwei Scorepunkte und machten den Sieg vorzeitig klar. Dass Tschur zum Abschluss bei seinem spektakulären gestreckten Tkatchev-Flugteil stürzte, änderte daran nichts mehr.
Ein 29:26 stand am Ende zu buche. Die WTG gewann nur drei der sechs Geräte und musste sich ihren Erfolg nach dem 0:11-Schock hart erarbeiten. Gerade darin lag aber die Qualität dieses ersten Auftritts: Die Heckengäuer ließen sich von einem völlig missratenen Beginn nicht aus der Bahn werfen. Schon am Samstag (17 Uhr) folgt die nächste Aufgabe bei der TG Wangen/Eisenharz.