Fußball-Regionalliga Südwest
: Kunstschütze Petö stellt Weichen für Sieg des SGV Heilbronn-Freiberg

Mit einem souveränen 4:1 beim FSV Frankfurt rückt der SGV in der Regionalliga auf Platz zwei vor. FSV-Trainer Kleinhenz übt heftige Kritik an seinem Team.
Von
Claus Pfitzer
Fußball
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Regionalliga Südwest: FSV Frankfurt - SGV Heilbronn-Freiberg, 07.11.2026: Regionalliga Südwest: FSV Frankfurt - SGV Heilbronn-Freiberg, 07.11.2026 Leon Petö SGV Heilbronn-Freiberg, 10 erzielte das Tor / den Treffer zum 0:1 und klatscht mit seine nTeamkollegen ab, FSV Frankfurt - SGV Heilbronn-Freiberg, Frankfurt, BBBank Arena, 7.11.2026 *** Regionalliga Southwest: FSV Frankfurt vs. SGV Heilbronn Freiberg, November 7, 2026. Leon Petö of SGV Heilbronn Freiberg, No. 10, scored the goal to make it 01 and high-fives his teammates, FSV Frankfurt vs. SGV Heilbronn Freiberg, Frankfurt, BBBank Arena, November 7, 2026 Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/Gawlikx

Leon Petö und seine Mitspieler bejubeln die sehenswerte 1:0-Führung.

Imago/Beautififul Sports/Gawlik
  • SGV Heilbronn-Freiberg gewinnt beim FSV Frankfurt 4:1 und rückt in der Regionalliga auf Platz zwei.
  • Petö trifft doppelt, darunter ein 25-Meter-Traumtor, Steinkötter und Faleu erzielen die weiteren Tore.
  • Frankfurt verkürzt vor der Pause durch Peters, doch der FSV bleibt insgesamt chancenlos.
  • SGV überzeugt defensiv und effizient – Trainer Lushtaku lobt Umsetzung, Kleinhenz kritisiert sein Team.
  • Neben dem Stadion fand eine große Iran-Demo statt, im Stadion lief die Aktion „Herzsicher“.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Es war einiges los rund um das Stadion am Bornheimer Hang und beim Duell zwischen dem FSV Frankfurt und dem SGV Heilbronn-Freiberg, das unter dem besonderen Spieltagsmotto „Herzsicher“ mit mehreren Aktionen stand. Während unmittelbar neben dem Stadion rund 25.000 Menschen im Rahmen der friedlichen Iran-Demos in Frankfurt eine Kundgebung abhielten, demonstrierte der SGV Heilbronn-Freiberg vor ziemlich genau 1000 Zuschauern seine Klasse und feierte nach zuletzt zwei Remis einen 4:1-Erfolg über den chancenlosen FSV. Durch die Niederlage des Kurzzeit-Tabellenführers VfR Aalen (3:4 gegen Kassel) rückte der SGV auf Platz zwei hinter dem neuen Spitzenreiter VfR Mannheim vor.

Die Gäste verteidigten bis auf wenige Ausnahmen konsequent, spielten ballsicher und geduldig nach vorn und nutzten effizient ihre Chancen. Bis auf die letzten 20 Minuten, da hätten sie das Ergebnis noch deutlich ausbauen können. „Wir haben nach zwei turbulenten Wochen mit nur zwei Unentschieden Dinge umgesetzt, die wir unter der Woche angesprochen haben. Es freut mich sehr, zu was die Jungs in der Lage sind, wenn sie die Dinge konsequent umsetzen“, lobte SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku sein Team.

Der 37-Jährige hatte in der Startelf eine Überraschung parat, in dem er Innenverteidiger Scott Kennedy auf die linke defensive Außenbahn positionierte. Zunächst mussten die Gäste allerdings eine Schrecksekunde überstehen, als der pfeilschnelle Frankfurter Ismail Harnafi nach einem weiten Abschlag des Torhüters frei vor dem SGV-Tor aufgetaucht, aber an Schlussmann Benedikt Grawe gescheitert war (1.).

Eckball am Vortag einstudiert

Dieses Stilmittel des FSV unterbanden sie danach konsequent und übernahmen das Kommando. Mit einem Traumtor brachte Leon Petö den SGV in Führung. Nach einem Fehlpass eines Innenverteidigers nahm Petö Maß und hämmerte die Kugel aus 25 Metern Entfernung in den oberen Torwinkel (16.). „Einfach mal aufs Tor schießen, das haben wir zuletzt nicht so oft gemacht. Wir tun so viel für das Spiel, da freut es einen einfach, wenn so ein Traumtor gelingt“, meinte der 24-Jährige.

Gefreut hat sich Trainer Lushtaku auch über das Tor zum 2:0, das Justin Steinkötter per Kopf am kurzen Pfosten nach einer Ecke von Marius Köhl erzielt hatte (23.): „Die Eckballvariante haben wir noch am Freitag einstudiert.“

Froh war der SGV-Coach, dass der Halbzeitpfiff die stärkste Phase der Gastgeber unterbrach: „Da hatte Frankfurt das Momentum.“ Das hatten sie zum Anschlusstreffer genutzt, als Keeper Grawe Harnafi flache Hereingabe von rechts verfehlt und Cas Peters die Chance genutzt hatte (45.). Der musikalische Lohn folgte wie bei jedem Heimtreffer des Niederländers über die Stadionlautsprecher mit dem Ohrwurm „Tulpen aus Amsterdam“.

Artistische Vorlage zum 3:1

Das „Momentum“ konnten die Hessen nicht in die zweite Hälfte mitnehmen. Mit einer famosen Einzelleistung bereitete Gwang-in Lee, dessen Schuss Minuten zuvor Doktorczyk von der Torlinie geschlagen hatte, das 3:1 vor. Über Steinkötters artistische Vorlage kam der Ball zu Marshall Faleu, der die Kugel ins Tor grätschte (61.).

Regionalliga Südwest: FSV Frankfurt - SGV Heilbronn-Freiberg, 07.11.2026: Regionalliga Südwest: FSV Frankfurt - SGV Heilbronn-Freiberg, 07.11.2026 Dwayn Meene FSV Frankfurt 27 und Tino Bradara SGV Heilbronn-Freiberg, 2 im Zweikampf um den Ball, FSV Frankfurt - SGV Heilbronn-Freiberg, Frankfurt, BBBank Arena, 7.11.2026 *** Regionalliga Southwest: FSV Frankfurt vs. SGV Heilbronn Freiberg, November 7, 2026: Dwayn Meene FSV Frankfurt, 27 and Tino Bradara SGV Heilbronn Freiberg, 2 battle for the ball, FSV Frankfurt vs. SGV Heilbronn Freiberg, Frankfurt, BBBank Arena, November 7, 2026 Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/Gawlikx

Der SGV, hier mit Tino Bradara (links), hält sich den FSV Frankfurt im Topspiel vom Leib.

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„Für das, was danach passiert ist, muss ich mich entschuldigen. Das war katastrophal, das war ohne Haltung und ohne Körpersprache und Kommunikation. Es waren definitiv einige Spieler auf dem Platz, die es an diesem Tag nicht verdient hatten, das FSV-Trikot zu tragen“, beschrieb hinterher FSV-Coach Kleinhenz bitter enttäuscht die Nicht-Leistung seiner Elf.

Mit einer eleganten Kopfballvorlage bereitete Marius Köhl den Weg für Petö, der aus 20 Metern erneut Maß nahm und per Aufsetzer auf 4:1 erhöhte (67.). Torhüter Becker lenkte den Ball noch an den Innenpfosten, von dort sprang er aber ins Tor. Einziges Manko bei den Gästen: Sie ließen danach zahlreiche Chancen liegen.