Fußball-Verbandsliga: Weilimdorf
: Nach 2:9 im Hinspiel – Trainer Stierle fordert Revanche

Der TSV Weilimdorf sinnt auf Wiedergutmachung gegen Dorfmerkingen. Dabei sind die Vorzeichen beim erneuten Aufeinandertreffen diesmal andere – was für den Aufsteiger spricht.
Von
Marius Gschwendtner
Stuttgart
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Oliver Stierle hat die Niederlage aus dem Hinspiel noch immer nicht verdaut.

Günter Bergmann

Diese Niederlage hat bei Oliver Stierle Spuren hinterlassen: Am 10. September vergangenen Jahres ging der TSV Weilimdorf im Hinspiel bei den Sportfreunden Dorfmerkingen mit sage und schreibe 2:9 unter – die bislang höchste Saisonpleite. „Das hängt schon nach, das tut immer noch sehr weh“, sagt der Weilimdorfer Trainer. An diesem Samstag um 15 Uhr kommt es an der Giebelstraße zum Wiedersehen. Stierle will diese Niederlage nicht auf sich sitzen lassen: „Ich habe den Jungs auch gesagt, dass ich eine Revanche will.“

Die Vorzeichen sind nun jedoch andere. Damals war Stierle nach dem Ausstieg von Manuel Fischer als Trainer auf Bewährung im Amt, hatte mitten in zwei Englischen Wochen das Team übernommen. Mittlerweile konnte der ehemalige Profi viel mit der Mannschaft arbeiten und seine Vorstellungen nach und nach vermitteln. „Wir haben jetzt verschiedene Formationen, die wir beherrschen und haben nicht nur eine, die wir spielen können. Wir haben den Kader verjüngt und etwas verkleinert. Was mich besonders freut, ist, dass wir als Team zusammengerückt sind“, berichtet Stierle. Seit fünf Spielen ist die Mannschaft inzwischen ungeschlagen und hat sich aus dem Tabellenkeller herausgearbeitet. Momentan sind die Weilimdorfer Zehnter. „Ich sehe uns auf einem guten Weg“, sagt Stierle. Gegen Dorfmerkingen will der Coach an die guten Wochen anknüpfen.

Ihm ist jedoch auch bewusst, dass der Tabellenfünfte ein anderes Kaliber darstellt als die bisherigen Gegner in 2026 aus Tübingen, Esslingen und Heilbronn. „Wir haben aber vor niemandem Angst“, betont Stierle. Auf dem kleinen heimischen Kunstrasenplatz sei sein Team nicht einfach zu schlagen. „Da kommt es zwangsläufig zu mehr Zweikämpfen. Ich sehe aber, dass die Jungs bereit sind, diese anzunehmen.“ Insbesondere fordert der Trainer Kampf- und Einsatzwillen ein: „Das Spielerische kommt aktuell erst einmal an zweiter Stelle, das wissen die Jungs auch.“

Im Tor wird vorerst Joel Heske stehen. Der Neuzugang vom Kreisliga-B-Team FSV Waiblingen II hat gegen Tübingen ein gutes Verbandsliga-Debüt gezeigt. „Er hat es sehr gut gemacht und seine Chance genutzt“, sagt Stierle über den Keeper. Stammtorhüter Matej Barisic fällt mit einem Innenbandanriss noch fünf bis sechs Wochen aus. Bleibt Heske bis zu Barisics Rückkehr stabil, sei der Konkurrenzkampf offen.

Weiterhin fehlen verletzt Maximilian Wojcik und Kapitän Bastian Joas. Christian Stagel-Alberto (krank) sowie Chrysowalandis Kugiumtzidis (Kniebeschwerden) sind fraglich.