Spanien gegen Deutschland in Stuttgart
: Spanischer Rundfunk macht sich in Werbeclip über Deutsche lustig

Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Spaniens hat sich für das EM-Viertelfinale Spanien gegen Deutschland einen besonderen Werbeclip einfallen lassen. In diesem nimmt sie deutsche Touristen auf die Schippe.
Von
Philip Kearney
Stuttgart

Viele deutsche Urlauber zeigen derzeit in Spanien Flagge (Archivbild).

imago//David Inderlied

Für das EM-Viertelfinale Spanien gegen Deutschland am Freitag, um 18 Uhr, hat sich die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Spaniens einen besonderen Werbeclip überlegt.

In dem 20 Sekunden langen Video ist ein stereotypischer deutscher Urlauber zu sehen, der eine Speedo trägt und einen starken Sonnenbrand hat. In seiner linken Hand hält der Mann einen Korb, in dem sich ein Handtuch befindet. Mit einem breiten Grinsen schlendert der Deutsche in Richtung einer freien Liege. Dabei zieht er die Blicke der einheimischen Urlauber auf sich.

Bei der freien Liege angekommen, holt der Mann sein Handtuch aus dem Korb und breitet dieses auf der Liege aus. Das sorgt für Unverständnis bei dem Poolboy, der nur mit dem Kopf schüttelt.

Der Mann scheint von all den Blicken, die auf ihn gerichtet sind, nichts mitzubekommen. Er holt eine Zeitung aus seinem Korb, in der es augenscheinlich um die EM geht, und macht es sich auf der Liege bequem. Anschließend ist auf spanisch zu lesen. „Unter dem (roten) Sonnenbrand leiden sie schon, jetzt werden sie unter der Roja leiden.“ Eine Anspielung auf den Spitznamen der spanischen Nationalmannschaft, Furia Roja, was so viel bedeutet wie roter Zorn. Erst dann wird der Werbeclip aufgelöst und es erscheint ein Hinweis auf das EM-Spiel Spanien gegen Deutschland am Freitagabend.

Reaktionen auf Werbeclip gemischt

Bei den spanischen Fans stößt das Video in den Sozialen Medien auf gemischte Reaktionen. Während die einen den kreativen Sendungshinweis der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt feiern („Was für ein Kunstwerk“), sind andere weniger angetan. Mehrfach sind Kommentare wie „Dafür zahle ich Steuern, verdammt“ zu lesen.