FIFA-Präsident in der Kritik
: Infantino weicht Fragen zu seiner Zukunft aus

Gianni Infantino reist nach Polen zum Eröffnungsspiel der U20-WM der Frauen. Bei der Ankunft fragen ihn Journalisten zu seinen Plänen. Der FIFA-Präsident vermeidet dabei klare Worte.
Von
dpa
Katowice
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Gianni Infantino: ARCHIV - 30.04.2026, Kanada, Vancouver: FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht während des 76. FIFA-Kongresses. (zu dpa: «FIFA-Präsident Infantino weicht Fragen zu seiner Zukunft aus») Foto: Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht während des 76. FIFA-Kongresses.

Darryl Dyck/The Canadian Press/AP/dpa
  • Infantino weicht Fragen zu seiner Zukunft aus und verweist auf einen späteren Zeitpunkt.
  • Bei Ankunft in Katowice sagte er zu Sky News: Heute sei nicht der Tag für Aussagen.
  • Er betonte FIFA-Ziele, Menschen weltweit Chancen zu geben und Fußball feiern zu lassen.
  • Auf die Frage nach einer Kandidatur lächelte er, hob den Daumen und ging.
  • Infantino steht unter Druck: Kritik am Investorendeal, UEFA prüft Strafverfahren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat vor der Eröffnung der U20-WM der Frauen in Polen auf Fragen zu seiner Zukunft ausweichend reagiert. „Es wird viel zu sagen geben, aber es wird den richtigen Ort und den richtigen Zeitpunkt dafür geben. Heute ist nicht dieser Tag, und hier ist nicht der richtige Ort. Hier und heute genießen wir den Fußball“, sagte Infantino dem Sender britischen Pay-TV-Sender Sky News bei seiner Ankunft in Katowice.

„Wir arbeiten bei der FIFA natürlich weiter daran, jedem Winkel der Welt eine Chance, eine Möglichkeit und Würde zu geben und Wege und Mittel zu finden, damit sich die Menschen dort weiterentwickeln, teilhaben und den Fußball feiern können, den wir alle lieben“, sagte Infantino.

Als ein Journalist ihn fragte, ob er definitiv zur Wahl antreten werde, verließ er lächelnd die Runde, hob dabei aber den Daumen. Infantino sah sich in Katowice das Eröffnungsspiel von Polen gegen Argentinien an, das die Gastgeberinnen mit 3:0 gewannen.

FIFA-Präsident unter Druck

Der FIFA-Präsident steht massiv unter Druck. Trotz der heftigen Kritik an den später nach großem Druck zurückgezogenen Investorenplänen und seiner Amtsführung scheint Infantino derzeit nicht über einen Rückzug nachzudenken. Die UEFA will den 56-Jährigen stürzen und bereitet wegen des Investorendeals ein Strafverfahren wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung vor. Anklage wurde bislang nicht erhoben.

Infantino beharrt darauf, nicht gegen geltendes Recht verstoßen zu haben. Zuletzt schaltete die FIFA ihrerseits die US-Justiz ein und warf den Europäern eine „Verleumdungskampagne“ vor.