Fußball
: Berichte: FIFA treibt erneute WM-Aufstockung voran

Die vergangene Fußball-WM war die größte, die es bisher gab. Wird die nächste noch größer?
Von
red/dpa
Zürich

Spielen 2030 noch mehr Teams bei der Endrunde um den WM-Pokal? (Archivbild)

Tony Gutierrez/AP/dpa
  • FIFA lässt die Ausweitung der WM auf 64 Teams prüfen – Auswahl eines Gutachters bis 14. August.
  • Das Unternehmen soll die Folgen der Aufstockung in vier Wochen analysieren.
  • Der Plan fällt in die Debatte um Infantino und Investorenpläne mit möglichen Rechteverkäufen.
  • UEFA droht als Reaktion auf den FIFA-Deal mit einem WM-Boykott.
  • Für 2030 ist eine Endrunde mit 44 Tagen geplant, länger als jede WM zuvor.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die FIFA treibt die mögliche Ausweitung der Fußball-Weltmeisterschaft auf 64 Mannschaften offenbar weiter voran. Wie unter anderem der „Guardian“, ESPN und Sky News mit Verweis auf ihnen vorliegende Dokumente des Weltverbandes berichten, will die FIFA die Auswirkungen einer möglichen Aufstockung untersuchen lassen.

Laut der Berichte soll bis zum 14. August ein unabhängiges Unternehmen dafür ausgewählt werden. Dieses Unternehmen habe dann vier Wochen Zeit, um die vorgeschlagene Erweiterung zu analysieren.

Die Berichte fallen mitten in eine Zeit, in der sich der Weltverband um Präsident Gianni Infantino harscher Kritik für seine Investorenpläne ausgesetzt sieht. Der geplante Deal der FIFA sieht vor, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der WM eine Milliardensumme einzuspielen. Für die Umsetzung wollte der Weltverband das Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) gründen. Als Reaktion droht der europäische Dachverband UEFA sogar mit einem WM-Boykott.

Endrunde 2030 wäre schon jetzt die längste der WM-Geschichte

Während der WM in den USA, Kanada und Mexiko, die erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragen wurde, hatte Infantino die Diskussion um eine weitere Vergrößerung des Teilnehmerfeldes entfacht. Es sei ein Thema, über das man „auf jeden Fall“ nach der WM nachdenken solle, sagte der 56-Jährige. Die ganze Welt müsse von der WM träumen dürfen und „nicht nur Europa und Südamerika“.

Südamerikas Verbandspräsident Alejandro Domínguez unterstützt die Idee. Im Gebiet seiner Konföderation soll es 2030 jeweils ein Auftaktspiel in Uruguay (Montevideo), dem Gastgeber der ersten WM vor dann hundert Jahren (1930) geben, zudem in Argentinien (Buenos Aires) und Paraguay (Asunción). Danach soll der größte Teil des Turniers in Spanien, Portugal und Marokko ausgetragen werden. Derzeit ist die Endrunde vom 8. Juni bis 21. Juli geplant und wäre mit 44 Tagen die längste WM der Geschichte.