Leichtathletik-EM in Birmingham: Stabhochsprung-Chaos im Zehnkampf: Falsche Höhe aufgelegt

Leo Neugebauer beim Stabhochsprung.
Sven Hoppe/dpa- Panne bei der EM in Birmingham: Stabhochsprung-Latte fälschlich auf 4,70 statt 4,80 m.
- Mehrkämpfer sprangen unter brütender Hitze vergeblich, darunter Leader Leo Neugebauer.
- Sein Protest wurde zunächst abgelehnt, ein weiterer Versuch unter Protest folgte.
- Neugebauer meisterte den Zusatzversuch und übersprang anschließend sogar 4,90 m.
- Niklas Kaul sprang in der anderen Gruppe fehlerfrei – Entscheidung über 1.500 m am Abend.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine peinliche Panne hat im Zehnkampf-Wettbewerb bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham für Chaos gesorgt. Einige Mehrkämpfer, darunter auch der in Führung liegende Weltmeister Leo Neugebauer, überquerten in brütender Mittagshitze vermeintlich die Höhe von 4,80 Metern. Das Problem: Die Höhe der Stabhochsprung-Latte wurde von den Kampfrichtern nicht auf 4,80 Meter eingestellt. Stattdessen lag die Latte noch bei der vorherigen Höhe von 4,70 Metern.
„Die müssen alle noch mal 4,80 Meter springen. Bei den Witterungsbedingungen natürlich fatal. Absolute Wettkampfverzerrung meiner Meinung nach“, schimpfte Mehrkampf-Bundestrainer Jörg Roos im ZDF-Livestream.
Neugebauer springt nach abgelehntem Protest weiter
Neugebauer hatte die vermeintlichen 4,80 Meter bei etwa 35 Grad Celsius im Alexander Stadium übersprungen - umsonst. Als dann tatsächlich 4,80 Meter aufgelegt wurden, gelang dem Olympia-Zweiten kein gültiger Versuch mehr. Ein Protest wurde nach Angaben von Roos zunächst abgelehnt. Ihm sei aber zunächst ein weiterer Sprung unter Protest gewährt worden. Diesen Versuch meisterte Neugebauer. Anschließend überquerte er unter Vorbehalt im ersten Versuch sogar 4,90 Meter.
Niklas Kaul, der wie Neugebauer sehr gute Medaillenchancen hat, war von dem Chaos nicht betroffen. Er sprang in der anderen Gruppe, in der die Höhen ohne Fehler eingestellt wurden. Der Stabhochsprung ist die achte von zehn Disziplinen. Die Entscheidung fällt heute Abend über 1.500 Meter (22.10 Uhr deutscher Zeit/ZDF und Eurosport).
