Borussia Dortmund gegen den VfB
: Nach rasanter Schlussphase – Remis zwischen BVB und VfB Stuttgart

Ein packendes 3:3 gegen Stuttgart verhindert einen perfekten Abschied für BVB-Chef Watzke. Undav trifft dreifach und stellt auch den Dortmunder Adeyemi-Treffer in den Schatten.
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red/dpa/SID
Stuttgart
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  • Nationalspieler Undav verhinderte mit einem Dreierpack (47., 71., 90.+1) den ersten BVB-Erfolg gegen die Schwaben nach fünf Pflichtspielpleiten in Serie.

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  • In den ersten zwölf Minuten des Spiels blieb es ruhig im Stadion der Dortmunder: Der Anhang protestierte gegen geplante Maßnahmen aus der Politik zur Sicherheit in den Stadien.

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  • Davon profitierten offenbar die Stuttgarter: In den ersten 15 Minuten hatten die Gäste das Zepter in der Hand.

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  • Doch dann wendete sich das Blatt und das Geschehen verlagerte sich zunehmend in die Hälfte der Schwaben.

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  • Bis es schließlich nach einem Foul von Deniz Undav (VfB) einen Elfmeter für den BVB gab: Emre Can nahm sich der Sache an und brachte den Gastgeber in der 34. Minute mit 1:0 in Führung.

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  • Beim VfB fehlte danach der Schwung ...

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  • ... und sie kassierten in der 41. Minute auch noch das zweite Gegentor durch Maximilian Beier.

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  • Zu Beginn der zweiten Halbzeit meldeten sich die Schwaben zurück: Deniz Undaz verkürzte in der 47. Minute mit seinem Tor auf 1:2.

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  • In der 53. Minute kam direkt die Antwort der Dortmunder: Serhou Guirassy schob den Ball ins Tor. Doch er stand im Abseits, das Tor zählte nicht.

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  • Während Stuttgart auf den Ausgleich drängte, ergaben sich für die Schwarzgelben vermehrt Räume für Konter. Das Spiel wurde zunehmend zu einem offenen Duell.

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  • In der 71. Minute dann tatsächlich der Ausgleich für den VfB: Undav versenkte nach einem Eckstoß den Ball im Tor.

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  • Keine der beiden Mannschaften wollte sich jedoch mit einem Remis abfinden. Anstatt sich zurückzuziehen, drängten sowohl die Westfalen als auch die Schwaben weiterhin mutig nach vorne.

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  • Am Ende kam es zu einer rasanten Schlussphase: In der 89. Minute brachte Karim Adeyemi den BVB in Führung. Diese sollte jedoch nicht lange halten. Keine Minute später sorgte - erneut - Deniz Undav mit einem Tor für den Ausgleich.

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Borussia Dortmund hat das perfekte Abschiedsgeschenk für den scheidenden BVB-Boss Hans-Joachim Watzke verpasst. Einen Tag vor dessen Abgang nach mehr als 20 Jahren in der Geschäftsführung kam der BVB trotz einer 2:0-Halbzeitführung nur zu einem turbulenten 3:3 gegen den VfB Stuttgart. Damit blieben die Dortmunder auch im siebten Pflichtspiel am Stück gegen die Schwaben sieglos.

Der VfB bleibt mit 22 Zählern punktgleich mit dem BVB. Ein Dreierpack von Deniz Undav (47. Minute/71./90.+1) bescherte den Gästen ein gerechtes Unentschieden. Ausgerechnet der eingewechselte Karim Adeyemi hätte mit seinem Treffer zum 3:2 (89.) noch für die Geschichte des Spiels gesorgt, ehe Undav erneut zuschlug. Um Adeyemi hatte es wegen eines Strafbefehls wegen illegalen Waffenbesitzes zuletzt reichlich Wirbel gegeben. Emre Can (34. Minute/Foulelfmeter) und Maximilian Beier (41.) hatten die Dortmunder vor der Pause in Führung gebracht.

Fan-Protest lähmt den BVB

Das erste BVB-Heimspiel seit vier Wochen begannen die Dortmunder sehr lethargisch. Dabei hatte sich Trainer Niko Kovac nach vier Auswärtsspielen am Stück auf die Unterstützung der heimischen Fans gefreut. Angesichts der deutschlandweiten Fan-Proteste gegen politische Maßnahmen für mehr Sicherheit in den Stadien blieb es wie überall in den Bundesligastadien aber zwölf Minuten lang erst einmal gespenstisch still.

Dies schien die Dortmunder zu lähmen, sie kamen kaum ins Spiel. Der VfB hatte zunächst zwar deutlich mehr vom Spiel, kam indes auch zu keinen klaren Torchancen. Ein Rempler von Undav gegen Nico Schlotterbeck im Stuttgarter Strafraum beendete nach gut einer halben Stunde die gähnende Langeweile zu Beginn des Spiels. Der lange verletzte Dortmunder Kapitän Can verwandelte bei seinem zweiten Saisoneinsatz den folgenden Strafstoß.

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Nach einem schönen Angriff gut fünf Minuten später staubte Beier zur scheinbar beruhigenden 2:0-Halbzeitführung für den BVB ab. VfB-Keeper Alexander Nübel hatte einen Schuss von Serhou Guirassy zuvor Beier vor die Füße prallen lassen.

Geniestreich von Undav

Ein Geniestreich von Undav machte das Spiel kurz nach der Pause dennoch wieder spannend. Mit dem Rücken zum Tor behauptete sich der VfB-Angreifer im Strafraum gegen Can und ließ einen halbhohen Ball über den Spann am verdutzten BVB-Keeper Gregor Kobel ins Netz gleiten.

Die Schwaben witterten nun ihre Chance und spielten mutig nach vorne. Den Dortmundern blieben Räume zum Kontern. Das vermeintliche 3:1 durch den Ex-Stuttgarter Guirassy wurde zu Recht wegen Abseits aber wieder einkassiert.

Kovac wechselt spät

Stuttgart wurde nun stärker. BVB-Trainer Kovac reagierte indes nicht, indem er etwa den schnellen Wirbler Adeyemi von der Bank brachte. Der Coach hatte angekündigt, trotz der Affäre weiter auf Adeyemi setzen zu wollen, ließ den 23-Jährigen aber lange auf der Bank und begründete dies mit dessen Abwesenheit zuletzt in der Länderspielpause.

So gab es kaum noch Entlastung für die Westfalen und Stuttgart kam erneut durch Undav zum verdienten Ausgleich. Erst danach durfte Adeyemi dann mitwirken, vergab in der Schlussphase die Chance auf die erneute Führung (83.) und schlug dann doch noch zu, ehe Undav noch einmal für den VfB traf.

Somit blieb Dortmund nach dem 1:1 zuletzt beim HSV erneut sieglos und steht nun vor einer emotionalen Mitgliederversammlung am Sonntag, auf der Watzke als Sprecher der Geschäftsführung der Kapitalgesellschaft ausscheiden und zum Vereins-Präsidenten gewählt werden soll. „Es wird natürlich sehr emotional werden, wenn Aki nach mehr als 20 Jahren zurücktritt“, sagte BVB-Sportchef Lars Ricken beim Streamingdienst DAZN.