: So reagiert der VfB auf den Tod seines Meistertrainers
Christoph Daum ist tot. Eine der wohl schillerndsten Persönlichkeiten des deutschen Fußballs und VfB-Meistertrainer von 1992 hat den Kampf gegen den Lungenkrebs verloren. So drückt der Club sein Mitgefühl aus.
Christoph Daum ist tot. In der Bildergalerie blicken wir auf seine bewegte Zeit beim VfB zurück.
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Im November 1990 stellt der VfB um Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder (rechts) und Manager Dieter Hoeneß (links) Christoph Daum (2.v.r.) mit Co-Trainer Lorenz-Günther Köstner als neuen Chefcoach vor.
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Dem Motivationskünstler gelingt der Turnaround: Daum führt das Team innerhalb weniger Monate aus der Abstiegszone auf Platz 6 am Saisonende.
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Daum und Köstner 1991 während eines Trainingslagers in Portugal
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In der folgenden Saison setzte der VfB den Höhenflug fort und sichert sich am letzten Spieltag durch einen 2:1-Sieg bei Bayer Leverkusen den Meistertitel. Guido Buchwald (Mitte) trifft kurz vor Schluss per Kopf.
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Die Meisterfeier am Stuttgarter Rathaus, bei der Daum mit Matthias Sammer die Schale präsentiert. Im Hintergrund: Olaf Schmäler.
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Gerhard Mayer-Vorfelder, Fritz Walter, Daum, der damalige Oberbürgermeister Manfred Rommel und der ehemalige Zeugwart Jochen Seitz
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Die Väter des VfB-Erfolges in den Neunzigern: Daum und Manager Hoeneß.
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September 1992: In der Champions League gegen Leeds United wechselt Daum den Serben Jovica Simanic ein, womit vier Ausländer auf dem Feld stehen – einer mehr als erlaubt. Die Engländer legen Protest ein und gewinnen 3:0, womit der Hinspiel-Sieg des VfB egalisiert ist. Das Entscheidungsspiel auf neutralem Boden in Barcelona (Bild) vor fast komplett leeren Rängen verliert der VfB und verpasst damit den Einzug in die Gruppenphase.
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Dezember 1993: Der VfB steht nach der Hinrunde nur auf Platz 13, Daum muss den Verein nach gut drei Jahren im Amt verlassen.
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In den Jahren danach ist Christoph Daum stets ein gern gesehener Gast beim VfB – wie hier mit Margit und Gerhard Mayer-Vorfelder...
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... bei der Saisoneröffnung 2018 mit den weiteren VfB-Erfolgstrainern Armin Veh (links) und Felix Magath (Mitte)...
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... oder 2023 mit Helmut Benthaus (VfB-Meistertrainer von 1984) anlässlich der Feier zu Mayer-Vorfelders 90. Geburtstag
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Christoph Daum ist tot. Eine der wohl schillerndsten Persönlichkeiten des deutschen Fußballs und VfB-Meistertrainer hat den Kampf gegen den Lungenkrebs verloren. Daum, der in Köln im Kreise seiner Familie gestorben ist, wurde 70 Jahre alt.
Noch vor wenigen Monaten sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion der Krankheit den Kampf an und war zuversichtlich, den Krebs besiegen zu können. Seit 2022 war Daum erkrankt. Auch den VfB Stuttgart, den er in den frühen Neunzigern trainierte und mit dem er 1992 den Meistertitel holte, behielt er immer im Blick und natürlich im Herzen.
Die Nachricht von seinem Tod erschüttert auch den Club. „Der VfB Stuttgart hat Christoph Daum sehr viel zu verdanken, allem voran sein erfolgreiches Wirken als Trainer, das mit der Deutschen Meisterschaft 1992 gekrönt wurde. Auch nach seiner Karriere blieb er unserem Verein stets eng verbunden“, sagt Dietmar Allgaier, der Präsident des Clubs und versichert, man wolle Daum „immer ein ehrendes Andenken bewahren.“
Auch Alexander Wehrle, der Vorstandsvorsitzende des VfB, drückt seine Trauer aus: „Christoph Daum war eine herausragende Persönlichkeit unseres Sports und ein Mensch, der wie nur wenige ganz und gar für den Fußball gelebt hat. Seine vielen Erfolge sprechen dabei für sich.“ Wehrle richtet sich zudem an die Angehörigen: „Die VfB-Familie trauert mit seiner Frau und allen Angehörigen. Wir wünschen ihnen Kraft in dieser schwierigen Zeit.“