DFB Pokal
: Eigentor und Rot für Bochums Strompf: VfB im Pokal weiter

Zweitligist Bochum spielt gegen Europacup-Teilnehmer Stuttgart nicht schlecht, schwächt sich jedoch selbst. Der VfB kann weiter vom erneuten Pokalfinale in Berlin träumen.
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red/dpa
Stuttgart
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  • Mit unfreiwilliger Hilfe von Bochums Doppel-Pechvogel Philipp Strompf ist der VfB Stuttgart ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen.

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  • Voller Zuversicht fürs Achtelfinale – kurz vor Anpfiff reichen sich Sebastian Hoeneß und VfL-Coach Uwe Rösler die Hand.

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  • Der VfL Bochum agierte zu Beginn des Spiels noch vorsichtig – Kjell Waetjen und Mats Pannewig im Zweikampf mit Stuttgarts Lorenz Assignon.

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  • Vorsichtig, aber nicht ohne Ambitionen – der VfL wagte sich nach vorne und hatte in der 7. Minute durch Noah Loosli die erste große Chance.

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  • Der VfB hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, kam vor dem Tor der Bochumer aber nicht wirklich zu torgefährlichen Chancen.

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  • Jubeln konnten die Jungs von Sebastian Hoeneß aber dennoch...

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  • ... da VfL-Defensivspieler Philipp Strompf ihnen in der 12. Minute mit einem Eigentor den 1:0-Vorsprung bescherte.

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  • Das 1:0 brachte den VfB kaum in Fahrt – wirkten vielleicht die Nachwirkungen der HSV-Niederlage noch nach? Bilal El Khannouss und Maximilian Wittek kämpfen um jeden Ball.

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  • Auch im weiteren Verlauf blieb der VfB harmlos, das Spiel plätscherte vor sich hin. Deniz Undav, der zum Spieler des Monats nominiert ist, war in der ersten Halbzeit auch eher unauffällig.

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  • Mats Pannewig vom VfL Bochum im Zweikampf mit Deniz Undav vom VfB Stuttgart.

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  • Für Aufregung sorgte schließlich noch einmal Philipp Strompf, der nach seinem Eigentor auch eine rote Karte kassierte. Der VfL-Verteidiger grätschte als letzter Mann Deniz Undav von hinten um.

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  • In der Folge muss der VfL Bochum die zweite Halbzeit zu zehnt bestreiten.

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  • Zu Beginn der zweiten Halbzeit zündeten die Stuttgarter Fans Bengalos, wodurch sich der Anpfiff verzögerte.

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  • Die Rauchschwaden zogen über das Stadion und legten sich auf dem Spielfeld fest.

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  • Ob die Pyro-Stimmung Ansporn genug war? In der 47. Minute köpfte Deniz Undav nach einer Flanke von Leweling das 0:2 für den VfB Stuttgart.

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  • In der 58. Minute versucht Angelo Stiller es einfach mal aus der Distanz: Der 24-Jährige zog aus rund 20 Metern ab, der Ball ging knapp am Tor der Bochumer vorbei.

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  • Trotz Unterzahl kämpft der VfL tapfer weiter: In der 66. Minute zieht Kjell Wätjen aus halbrechter Position ab und verfehlt den rechten Pfosten nur knapp.

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  • Am Ende half dem VfL alles nichts – der VfB Stuttgart setzte sich mit 2:0 durch und zieht eine Runde weiter.

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Mit unfreiwilliger Hilfe von Bochums Doppel-Pechvogel Philipp Strompf ist der VfB Stuttgart ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der Titelverteidiger gewann das Achtelfinale beim Zweitligisten mit 2:0 (1:0). VfL-Verteidiger Strompf brachte die Schwaben per Eigentor in der zwölften Minute zunächst in Führung und sah dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auch noch die Rote Karte.

Im stimmungsvollen Ruhrstadion traf vor 25.940 Zuschauern zudem Nationalspieler Deniz Undav (47.) für den VfB. So können die Stuttgarter weiter vom erneuten Endspiel in Berlin träumen.

Bochum nutzt seine Chancen nicht

Die Gäste, bei denen Trainer Sebastian Hoeneß stark rotierte, erwischten einen Traumstart. Stuttgarts Ramon Hendriks schleuderte einen Einwurf in den Strafraum. Dort wollte Bochum-Verteidiger Strompf klären, verlängerte den Ball aber ganz unglücklich über Torwart Timo Horn ins eigene Tor.

Die Bochumer, die schon vor dem Rückstand eigentlich gut im Spiel waren und auch die ersten Chancen hatten, wirkten jedoch keinesfalls geschockt. Zwar überließen sie dem VfB häufig den Ball und ließen die Schwaben im Mittelfeld spielen. Bei Kontern blieb der VfL, der von Trainer Uwe Rösler bei sieben Grad in kurzer Hose nach vorne gepeitscht wurde, jedoch gefährlich.

Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte lief Farid Alfa-Ruprecht alleine Richtung Stuttgarter Tor. Vom weit heraus geeilten Fabian Bredlow, der anstelle von Stammtorwart Alexander Nübel spielte, ließ er sich jedoch aus dem Konzept bringen und schoss vorbei. Francis Onyeka und der umtriebige Kjell Wätjen vergaben weitere Chancen zum Ausgleich.

VfL-Ärger über Platzverweis

Kurz vor der Pause nahm der ohnehin schon bittere Fußballabend für Strompf ein vorzeitiges Ende. Der 27-Jährige nahm den Ball unsauber an und foulte in der Folge Torjäger Undav im Mittelfeld - weil der VfB-Angreifer frei auf das Tor zugelaufen wäre, zeigte Schiedsrichter Florian Badstübner nach Ansicht der Videobilder Strompf die Rote Karte.

Bochums Geschäftsführer Ilja Kaenzig nannte den Platzverweis in der ARD „hart und kleinlich“. Simon Zoller, der früher für den VfL stürmte und nun für den Verein arbeitet, bezeichnete ihn als „absoluten Wahnsinn“.

Der VfB nutzte die Überzahl schnell aus. Undav verwertete eine Flanke von Nationalspieler Jamie Leweling kurz nach der Pause per Kopf zum 2:0. Damit war die Partie entschieden. Stuttgart kontrollierte das Spiel und ließ beim weiter bemühten VfL keine Hoffnung mehr auf die Wende aufkommen.

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