DFB-Team: Im Video: So genervt antwortet Nagelsmann auf die Undav-Fragen

Versteinerter Nagelsmann, winkender Undav. Der Stürmer dankt für die Sprechchöre, der Bundestrainer fokussiert das Spiel.
imagoEines muss man Julian Nagelsmann lassen: Den nachweislich formstärksten deutschen Stürmer, manche sagen sogar besten, im Länderspiel in Stuttgart nicht von Beginn an aufzustellen, zeugt nicht unbedingt von einer ausgeprägten Konfliktscheue. Nagelsmann muss bewusst gewesen sein, welche Diskussionsverschärfung er sich in der seit Wochen laufenden Debatte damit ins Haus holt. Spätestens als das Publikum Mitte der ersten Spielhälfte zu Undav-Sprechchören ansetzte. Dass der VfB-Stürmer dann auch noch das Siegtor gegen Ghana erzielte, setzte der ganzen Thematik noch die Krone auf.
Umso erstaunlicher ist es, wie indigniert und verärgert Nagelsmann auf die sich aufdrängenden Fragen der Journalist im Nachgang reagierte. Und im gleichen Atemzug den Angreifer ein schlechtes Arbeitszeugnis ausstellte. „Ich fand seine Leistung bis zum Tor nicht gut“, bewertete Nagelsmann den Auftritt des Stuttgarters und sprach ihm im Nachgang genau genommen die Qualifikation ab, von Anfang an zu stürmen.
„Wenn er vorher 70 Minuten marschiert, weiß ich nicht, ob er den so reinmacht“, so Nagelsmann weiter. Man brauche bei der WM auch „Joker, die in der Lage sind, Spiele zu entscheiden.“ Damit sei für ihn auch „alles besprochen in nun sieben Tagen Dauerthema Deniz Undav“, wie er abschließend genervt zu Protokoll gab.
