Ehemaliger Sportchef des VfB Stuttgart
: Die größten Tops und Flops von Sven Mislintat

Die Einkaufspolitik von Sven Mislintat war stets Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Wir werfen einen Blick auf seine besten Transfers – und auf seine Fehleinkäufe.
Von
Gregor Preiß
Stuttgart
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  • Allesamt Mislintat-Transfers: Mateo Klimowicz, Silas Katompa, Sasa Kalajdzic, Atakan Karazor.

    Baumann
  • Konstantinos Mavropanos hat sich beim VfB zu einem starken Abwehrspieler und Nationalspieler von Griechenland entwickelt. Mislintat kannte den Spieler noch auf seiner Zeit bei Arsenal London, lieh ihn zunächst aus und verpflichte ihn dann für 3,5 Millionen Euro. Mittlerweile beträgt Mavropanos’ Marktwert nach Schätzungen von transfermarkt.de 20 Millionen Euro.

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  • Hiroki Ito kam aus der zweiten japanischen Liga für schmales Geld zum VfB (400 000 Euro), inzwischen hat sich der Wert des WM-Teilnehmers mit Japan auf 5,5 Millionen Euro erhöht.

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  • Auch er gewann während seiner Zeit beim VfB deutlich an (Markt-)Wert hinzu. 2020 für fünf Millionen Euro von der TSG Hoffenheim verpflichtet, wurde der Schweizer Gregor Kobel ein Jahr später für das Dreifache an Borussia Dortmund transferiert.

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  • Dann natürlich Wataru Endo: Den Japaner kannte kaum jemand, als er noch in Belgien bei VV St. Truiden kickte. Für 1,5 Millionen Euro lotste Mislintat den Nationalspieler zum VfB, wo er sich im Mittelfeld längst unentbehrlich gemacht hat. Sein aktueller Marktwert: 6,5 Millionen Euro.

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  • Silas Katompa Mvumpa startete als No-Name beim VfB voll durch, ehe ihn Verletzungen zurückwarfen. Dennoch: Der schnelle Angreifer aus dem Kongo war eine der Entdeckungen von Sven Mislintat. Sein Marktwert bewegt sich bei 13 Millionen Euro.

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  • Auch wenn sein Verkauf zu den Wolverhampton Wanderers am Ende die Nerven aller Beteiligten stark strapazierte: Die Zeit von Sasa Kalajdzic beim VfB war eine sportliche und finanzielle Erfolgsgeschichte. Vom VfB entdeckt wurde der Schlaks aus Wien einst bei Admira Wacker Mödling.

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  • Naouirou Ahamada gelang in dieser Saison beim VfB der Durchbruch zum Bundesligaprofi. Er bestritt fast jedes Spiel, sein Marktwert steigerte sich auf 5,5 Millionen Euro.

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  • Vielleicht die größte Transferenttäuschung in der Ära Mislintat: Der Däne Wahid Faghir. Immerhin vier Millionen Euro blätterte der VfB für den Angreifer hin, der nie in Tritt kam und nur ein Tor erzielte. Aktuell ist Faghir zurück nach Dänemark verliehen – eine Zukunft in Stuttgart ist mehr als fraglich.

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  • Gleiches gilt für Ömer Beyaz, der sein Talent leihweise beim Zweitligisten 1. FC Magdeburg entfalten soll. Was allerdings auch dort noch nicht gelungen ist.

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  • Fast gänzlich in der Versenkung verschwunden ist Momo Cissé. Der Angreifer aus Guinea landete 2020 aus der französischen Provinz in Stuttgart, konnte sich aber nie durchsetzen und fristet nun als Leihspieler in der zweiten polnischen Liga kein allzu fröhliches Dasein.

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  • Für Mateo Klimowicz gilt: Viel Talent, viel Aufwand, wenig Ertrag. Auch er wurde verliehen (zu Arminia Bielefeld), um Spielpraxis zu sammeln. Doch der Plan ging nicht auf: Klimowicz versauert in Bielefeld auf der Bank.

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  • Ebenfalls ein Mislintat-Transfer, der letztlich nicht aufging: Maxime Awoudja machte beim VfB keinen Stich, wurde erst nach Tirol verliehen und schließlich zu Excelsior Rotterdam verkauft. Die Verluste bei den hier aufgezeigten Transfer-Enttäuschungen halten sich allerdings in einem überschaubaren finanziellen Rahmen.

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Sven Mislintat ist beim VfB Stuttgart Geschichte. Drei Jahre und acht Monate, nachdem der 50-Jährige sein Amt beim damals kurz vor dem Abstieg stehenden Bundesligisten angenommen hat, trennen sich nun die Wege. Unter Mislintat gelang dem VfB 2020 der direkte Wiederaufstieg. Nach einem starken ersten Jahr in der Bundesliga geriet der erneute Klassenverbleib im vergangenen Jahr zur Zitterpartie. Aktuell steht die Mannschaft auf Platz 16.

Mislintat bescherte dem VfB einen Transferüberschuss von 100 Millionen

Eine sportliche Bilanz, die sich einerseits sehen lassen kann. Die andererseits aber vermehrt Zweifler auf den Plan rief, nach dem Motto: Da muss doch mehr möglich sein. Mislintat hat das immer bestritten und auf den engen finanziellen Rahmen verwiesen, der ihm bei der Kaderplanung gesetzt war. Unter seiner Ägide verbuchte der VfB einen Transferüberschuss von rund 100 Millionen Euro, allein in diesem Sommer waren es 25 Millionen. Der Westfale hat zweifelsohne Spuren beim Club aus Cannstatt hinterlassen. In unserer Bildergalerie ziehen wir eine kleine Bilanz – und blicken auf die größten Tops und Flops des Chefeinkäufers.

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