: Auf und ab der Gefühle – unsere Noten zum VfB-Sieg über die Eintracht
Der VfB Stuttgart hat am 17. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt 3:2 gewonnen. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Profis mit einer Einzelkritik bewertet.
Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.
Baumann/Alexander Keppler/Alexander Keppler
Alexander Nübel (Note 2): Der Keeper war beim 0:1 in der fünften Minute machtlos – und bekam dann ewig lange nichts mehr zu tun. Erst kurz nach der Pause musste er einen Schuss von Ritsu Doan parieren – was er souverän tat. Bei einen Lattenknaller von Ansgar Knauff hatte Nübel Glück, ansonsten erlebte er lange einen unauffälligen Abend. Ehe er dann wieder unverschuldet den Ball aus dem Netz holen musste. Ganz wichtig: Seine starken Paraden kurz vor Schluss.
Baumann/Julia Rahn
Josha Vagnoman (Note 2): Die Partie begann schlecht für den Rechtsverteidiger. Beim ersten Eckball der Frankfurter ließ er Rasmus Kristensen recht ungestört zum Kopfball hochsteigen – was der Frankfurter zur frühen Führung nutzte. Allerdings kam Kristensen auch aus seinem Rücken, er war zuvor Ramon Hendriks entwischt. Vagnoman fand dann aber gut in die Partie und bereitete das 2:1 durch Deniz Undav perfekt vor. In der zweiten Hälfte wechselten sich starke Szenen mit Unsicherheiten in Zweikämpfen ab. Insgesamt aber ein ordentlicher Auftritt mit einem Glanzpunkt, als er den Siegtreffer vorbereitete.
Baumann/Julia Rahn
Ramon Hendriks (Note 2): Beim 0:1 hatte er noch Rasmus Kristensen entwischen lassen, eine beherzte Rettungstat des Niederländers im eigenen Strafraum leitete dann aber das 1:1 des VfB ein. Ramon Hendriks machte ein starkes Spiel und lieferte auch jeweils eine gute Zweikampf- und Passquote.
Pressefoto Baumann/Alexander Keppler
Jeff Chabot (Note 2,5): Der Abwehr-Jeff stand zu Beginn mitsamt der restlichen VfB-Defensive unter dem Druck des Eintracht-Anlaufens. Er befreite sich aber nach und nach – rettete einmal wichtig nach einem verunglücktem Querpass. In der ersten Hälfte war er der VfB-Spieler mit den meisten Ballkontakten. Auch in der zweiten Hälfte souverän. Nur ein mal war er zu ungestüm und sah nach einem Foul an Ritsu Doan Gelb. In der 74. Minute wurde Chabot ausgewechselt, es kam Finn Jeltsch.
Baumann/Hansjürgen Britsch
Maximilian Mittelstädt (Note 2,5): Der Linksverteidiger war zunächst darum bemüht, sich mit seinen Kollegen aus dem Frankfurter Pressing zu befreien. In der 22. Minute wurde er dann aber zum Vorlagengeber. Nach einer Flanke von Maxi Mittelstädt behinderten sich die Frankfurter Kaua Santos und Aurèle Amenda, Ermedin Demirovic staubte zum 1:1 ab. Nach der Pause blieb der Linksverteidiger unauffällig, machte aber ein insgesamt ordentliches Spiel mit einigen guten Anspielen in die Spitze.
Baumann
Angelo Stiller (Note 2): Wie immer Dreh- und Angelpunkt bei den Stuttgartern. Der Strippenzieher der VfB-Elf ließ auch gegen Eintracht keinen Zweifel daran, wer der Chef auf dem Platz ist. Seine Pässe stets punktgenau, seine Standards stets gefährlich – in dieser Form ein klarer WM-Kandidat. Machte lediglich beim 2:2 eine unglückliche Figur, als ihn der Frankfurter tunnelte.
Baumann/Volker Mueller
Atakan Karazor (Note 2,5): Startete mit guten Werten in die Partie, was Zweikämpfe und Passquote anging. Sicherte viel ab und ließ sich immer wieder dafür fallen, sorgte so nebenbei für Verbindung zwischen den Reihen. Ein guter Auftritt des Kapitäns, wenn auch ohne die ganz großen Glanzlichter zu setzen.
Baumann/Julia Rahn
Jamie Leweling (Note 2,5): Emsig, immer das direkte Duell und den Abschluss suchend versuchte Leweling, an seinen Sahnetag vom Wochenende anzuknüpfen. Das gelang nicht ganz. Dennoch war der Nationalspieler auffällig, marschierte viel und lieferte eine blitzsaubere Partie ab, der nur der Scorerpunkt fehlte.
Baumann/Volker Mueller
Chris Führich (Note 2): Wurde schon in der Anfangsphase viel gesucht. Seine Vorstöße und Flanken blieben aber zunächst wirkungslos. Bot jedoch weiter hohes Niveau an, gewann das Gros seiner Zweikämpfe, und die Hereingaben waren eine stete Gefahr. Hätte seinen Auftritt in der 58. Mit einem Treffer krönen können.
Baumann/Julia Rahn
Deniz Undav (Note 1,5): Clever und gewitzt sein Schubser gegen Amenda, der den Patzer von Kaua Santos nach sich zog. Auch sein Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 war Undav pur. Der Angreifer befindet sich weiterhin in bestechender Form. Kaum vom Ball zu trennen, mit Übersicht und immer Torgefahr ausstrahlend lieferte er eine herausragende Partie ab. Einziger Kritikpunkt: Er hätte noch mehr aus seinen Möglichkeiten machen müssen.
Baumann/Julia Rahn
Ermedin Demirovic (Note 2,5): Stand da, wo ein Stürmer stehen muss in der 27. Minute, nahm den Patzer von Kaua Santos auf und staubte trocken zum zwischenzeitlichen Ausgleich ab. Wirkte ansonsten noch nicht ganz so spritzig, wie er es vor seine Verletzung war. Seiner Leistung tat das aber keinen Abbruch.
Tom Weller/dpa
Nikolas Nartey (Note 2): Der Lieblingsspieler des Trainers erwies sich ls genau der richtige für eine Einwechslung. Denn Nartey spielte groß auf, ging intensiv ins Pressing, starte immer wieder in die Tiefe durch und war in 1-A-Stürmermanier da, als Josha Vagnoman punktgenau zum Siegtreffer servierte.
Baumann/Hansjürgen Britsch
Badredine Bouanani (Note 3): Der Algerier kam spät in der zweiten Halbzeit ins Spiel, half aber tatkräftig mit, den Sieg gegen Frankfurt einzufahren. Aufmerksam saugte er wichtige Bälle, gewann seine Zweikämpfe und sorgte so mit für die Stuttgarter Hoheit im Mittelfeld.
Baumann/Hansjürgen Britsch
Finn Jeltsch (Note 3): Der Abwehrspieler kam in der 74. Minute für Jeff Chabot in die Partie. Half am Ende mit, das 3:2 über die Zeit zu retten.
Baumann/Alexander Keppler
Leonidas Stergiou und Lorenz Assignon wurden kurz vor Schluss eingewechselt und bleiben ohne Bewertung.
Baumann/Julia Rahn
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Der VfB Stuttgart hat am 17. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt 3:2 gewonnen. Damit beendet die Mannschaft von VfB-Trainer Sebastian Hoeneß die Bundesliga-Vorrunde mit 32 Punkten. Am kommenden Spieltag geht es zum Auftakt der Rückrunde gegen den 1. FC Union Berlin (18. Januar, 15.30 Uhr, Liveticker).
Die Partie gegen die Eintracht hatte für den VfB denkbar schlecht begonnen. Schon in der fünften Minute köpfte Rasmus Kristensen zur Frankfurter Führung ein. Die Stuttgarter hatten eine zeitlang Probleme mit dem SGE-Pressing, befreiten sich dann aber immer mehr – und profitierten in der 22. Minute von einem Frankfurter Patzer. Ermedin Demirovic staubte ab. In der 35. Minute schoss Deniz Undav den VfB dann sogar in Führung.
In der zweiten Hälfte waren die Stuttgarter lange das bessere Team, legten aber kein drittes Tor nach. Das rächte sich, als die Eintracht in der 80. Minute durch Ayoube Amaimouni-Echghouyab zum 2:2 traf. Das war ärgerlich, doch der VfB nutzte die Wut und schlug noch einmal zurück: Nikolas Nartey traf zum 3:2 in der 87. Minute.
Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.