Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Dem VfB fehlt die letzte Konsequenz – das sind unsere Noten

Der VfB Stuttgart hat am 23. Bundesliga-Spieltag gegen den 1. FC Köln 1:1 gespielt. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Von
Dirk Preiß und Gregor Preiß
Stuttgart
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  • Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Fabian Bredlow (Note 2,5): Die eigentliche Nummer zwei im Tor des VfB vertrat erneut den noch verletzten Alexander Nübel – und hatte gleich in der dritten Minute die Möglichkeit sich auszuzeichnen. Was ihm gegen Jan Thielmann auch gelang. Auch gegen Justin Diehl war er zur Stelle, ansonsten hatte er in Durchgang eins eher wenig zu tun. Nach der Pause stand er mehr im Fokus, hielt aber alles, was zu halten war. Beim Gegentreffer war Bredlow machtlos.

    Baumann/Baumann
  • Josha Vagnoman (Note 3,5): Der rechte Außenverteidiger hatte zu Beginn viele Freiheiten nach vorne, war in seinen Aktionen aber immer wieder zu ungenau. So ähnlich ging es das ganze Spiel über weiter. Vagnoman setzte viele Impulse, zu entscheidenden Situationen gerieten seine Momente aber nie.

    Baumann/Baumann
  • Anthony Rouault (Note 3): Der Franzose kehrte an der Seite von Waldemar Anton in die Startelf zurück – wegen seines Nasenbeinbruchs spielte er mit Gesichtsmaske. Nach einer soliden Leistung war für den Franzosen in der 65. Minute Schluss. Für ihn kam Maximilian Mittelstädt in die Partie.

    Baumann/Julia Rahn
  • Waldemar Anton (Note 3): Der Kapitän des VfB wurde rechtzeitig fit und spielt trotz seiner Rückenbeschwerden unter der Woche. Er spielte eine ordentliche, wenn auch keine überragende Partie.

    Baumann/Baumann
  • Hiroki Ito (Note 3): Weil Maximilian Mittelstädt aufgrund seiner Probleme mit den Adduktoren nur auf der Bank saß, rückte Hirkoki Ito auf die linke Seite der Vierer-Abwehrkette. Defensiv war der Japaner meist wenig gefordert, das nutzte er, um das Angriffsspiel mit anzukurbeln. An der Entstehung des 1:0 war er durch seinen Steckpass auf Vorbereiter Chris Führich beteiligt. Sein Ausrutscher ermöglichte dann aber beinahe den Kölner Siegtreffer.

    Baumann/Baumann
  • Atakan Karazor (Note 2,5): Starke Passquote (73,3 Prozent) und ohne die gewohnten Schlampereien. Im zentralen Mittelfeld hatten Karazor und der VfB das Spiel weitgehend im Griff. Den einen oder anderen Kölner Konter hätte Karazor aber besser unterbinden können.

    Baumann/Baumann
  • Angelo Stiller (Note 3): Der Taktgeber im Mittelfeld spielte gewohnt viele Pässe und behauptete gut den Ball, blieb auf dem Weg ins vordere Drittel aber oft hängen. Ein solider Auftritt ohne die genialen Momente.

    Baumann/Julia Rahn
  • Woo-yeong Jeong (Note 2,5): Der Angreifer war bislang gefühlt mehr für Südkorea im Einsatz. Erstmals seit dem zehnten Spieltag durfte er mal wieder von Anfang an ran. Jeong präsentierte sich emsig, lauf- und zweikampfstark (73 Prozent gewonnene Zweikämpfe). Schon in de Anfangsphase mit einigen Abschlüssen und guten Flanken von der rechten Seite. Hätte den VfB gleich zweimal in Führung bringen könnte, doch FC-Keeper Marvin Schwäbe stand dem im Weg (13./14.). Hatte dafür mit einer Balleroberung seinen Anteil am 1:0 durch Enzo Millot. Nach 64 Minuten machte er Platz für Silas. Seinen Startelfeinsatz konnte Jeong vollumfänglich rechtfertigen.

    Baumann/Volker Müller
  • Enzo Millot (Note 2,5): Als lange Leerlauf herrschte, war er zur Stelle: Enzo Millot brachte den VfB nach schöner Doppelkombination mit Chris Führich in Führung (53.). Ansonsten stehen eine hohe Pass-Effizienz und viele gewonnene Zweikämpfe im Arbeitszeugnis des Franzosen, der gegen den Abstiegskandidaten als Zehner agierte. Vorwerfen kann man ihm allenfalls, sich bisweilen zu spät vom Ball zu trennen. Und frei vor Schwäbe den Ball nicht zum 2:1 im Tor untergebracht zu haben (68.).

    Baumann/Baumann
  • Chris Führich (Note 3): Wirkungslos und unglücklich: So kannte man Chris Führich in dieser Saison nur selten. Gegen den FC agierte der Flügelstürmer eine Halbzeit lang aber genau so – und unter seinen Möglichkeiten. Da half auch sein Tempo (schnellster Sprinter mit 33,01 km/h) zunächst nichts. Aus dem Nichts legte Führich dann aber per Doppelpass das 1:0 auf – es war bereits Führichs siebte Torvorlage in dieser Saison. In der Schlussphase dann mit mehr erfolgreichen Dribblings und Druck Richtung Kölner Tor.

    Baumann
  • Serhou Guirassy (Note 3,5): Ließ sich weit zurückfallen um als Wandspieler Bälle zu verteilen. In der Hauptrolle aber natürlich als Zielspieler vor allem im Strafraum unterwegs. Sein Kopfball verfehlte das Kölner Tor nur um wenige Zentimeter (17.). Die Kölner unternahmen alles, um den Top-Torjäger gegen seinen Ex-Club an Abschlüssen zu hindern und stellten ihn gut zu. Auch als der VfB in der letzten halben Stunde vehement auf den Sieg drängte, blieb Guirassy weitgehend abgemeldet.

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Mo Dahoud (Note 3/ab der 67. Minute): Ließ nach seiner Einwechslung (67.) seine technischen Fertigkeiten am Ball aufblitzen. Dahoud agierte sehr offensiv, was dazu führte, dass der VfB immer wieder in Gegenangriffe lief. In der Schlussphase hätte der VfB das Spiel auch verlieren können.

    Baumann
  • Maximilian Mittelstädt (Note 3): Unter der Woche litt der Linksverteidiger unter Beschwerden an den Adduktoren. Deshalb saß er zunächst auf der Bank. In der 65. Minute kam er dann für Anthony Rouault ins Spiel. Gemeinsam mit Chris Führich belebte er die linke Seite noch einmal, Entscheidendes gelang ihm nicht mehr.

    Baumann/Julia Rahn
  • Silas Katompa (Note 3,5/ab der 64. Minute): Führte sich nach seiner Einwechslung mit viel Engagement ein und machte viel Betrieb. Dem Afrika-Cup-Rückkehrer war anzumerken, dass er den Führungstreffer erzwingen wollte. Seine Qualitäten hat er aber nicht an vorderster Front. Vor dem Tor agierte Silas zu ungelenk und umständlich.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Jamie Leweling kam kurz vor Schluss und wird nicht bewertet.

    Baumann/Julia Rahn
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Der VfB Stuttgart hat am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Köln 1:1 gespielt. Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß nun 47 Punkte auf der Habenseite. Am kommenden Spieltag reist das Team zur Auswärtspartie beim VfL Wolfsburg (2. März, 18.30 Uhr, Liveticker).

Der VfB war gegen die Kölner vom Start weg die bessere und dominierende Mannschaft. Allerdings führte die Überlegenheit in der ersten Hälfte nicht zur Führung. Woo-yeong Jeong, Enzo Millot und Serhou Guirassy ließen gut Chancen liegen. Nach der Pause brauchten die Stuttgarter ein paar Minuten, ehe dann eine schöne Kombination zum 1:0 von Enzo Millot (53.) führte.

Die Kölner kamen wenig später nach einem eigentlich bereits geklärten Eckball zum Ausgleich durch Eric Martel. Der VfB mühte sich fortan um den Siegtreffer, allerdings ohne Erfolg.

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Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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