Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Deniz Undav zwischen den Extremen – die Noten für die VfB-Profis

Der VfB Stuttgart hat am 12. Bundesliga-Spieltag beim HSV mit 1:2 verloren. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Spieler bewertet.
Von
Philipp Maisel und Heiko Hinrichsen
Stuttgart
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  • Deniz Undav kommt rein und schießt wenig später das 1:1 für den VfB – muss sich am Ende mit den Kollegen aber beim Hamburger SV geschlagen geben.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Alexander Nübel (Note 3,5): War beim Flachschuss von HSV-Stürmer Robert Glatzel zum 0:1 ins kurze Eck machtlos. Wurde kalt erwischt, denn es gab für Nübel zuvor keinen Ball zu halten. Bis zur Pause war der Keeper weiter beschäftigungslos. In den wenigen brenzligen Situationen nach der Pause, etwa bei Eckbällen, fehlte Nübel ein wenig die Präsenz.Baumann/Hansjürgen Britsch

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Josha Vagnoman (Note 4): Seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte in seinem 100. Pflichtspiel vermochte den Außenläufer nicht zu seiner Höchstleistung zu animieren. Im Ballvortrag fehle es ihm an Punch, wenngleich die Statistiken ihm solide Zahlen attestierten. Tauchte im Spielverlauf immer mehr ab.

    Baumann/Volker Mueller
  • Ameen Al-Dakhil (Note 3,5): Der belgische Nationalspieler stand erstmals nach langer Zeit wieder in der Startelf. Bewegte sich leichtfüßig auf dem Platz, agierte elegant und technisch beschlagen. Allerdings fehlte Al-Dakhil in einigen Zweikämpfen die nötige Robustheit. Zweitweise merkte man ihm die lange Spielpause an. Muss mehr bringen, um an Finn Jeltsch oder Luca Jaquez vorbei zu ziehen.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Jeff Chabot (Note 3): Führte die Mannschaft als Kapitän auf dem Platz – und hielt die Abwehr wie gewohnt mit der nötigen Übersicht zusammen. Zeigte allerdings alte Schwächen im Spielaufbau. Der öffnenden Pass von hinten raus war in Hamburg nicht oft im Repertoire von Jeff Chabot.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Ramon Hendriks (Note 3,5): Spielte in mehreren Laufduellen seine Schnelligkeit aus. War links in der Dreierkette aber nicht immer positionssicher. So wie beim 0:1, als Glatzel in Hendriks’s Revier in die Schnittstelle lief. Bewies aber, dass man sich in Sachen Kampfgeist und Einsatz immer auf ihn verlassen kann.

    Baumann/Julia Rahn
  • Pascal Stenzel (Note 4): Lange hatte der Routinier nicht von Beginn an gespielt. Im Hamburger Volkspark musste Stenzel dann auch gleich auf der ungewohnten linken Seite ran. Wollte beim 0:1 durch Glatzel noch eingreifen, kam aber zu spät. Fand unterm Strich nicht die richtige Bindung zum in der ersten Hälfte auf viel Klein-Klein ausgerichteten Spiel der Offensivkollegen. Musste zur Pause raus.

    Baumann/Julia Rahn
  • Chema (Note 3,5): Der in den letzten Wochen immer stärker gewordene Spanier gab den Junior-Chef in der Mittelfeldzentrale. Doch die Partie lief lange an ihm vorbei, hatte mit seinem Nebenmann zusammen nicht die sonst vom VfB gewohnte Hoheit. Erst als Stiller in die Partie kam, steigerte sich auch Chema.

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Nikolas Nartey (Note 4): Der Däne startete zum dritten Mal in dieser Saison in der Liga. Das Schweizer Taschenmesser des Trainers gewann auf seiner Stammposition im defensiven Mittelfeld gerade einmal so die Hälfte seiner direkten Duelle.

    Baumann/Volker Mueller
  • Badredine Bouanani (Note 4): Wirkte nicht so, als könne er die Chance, sich mal von Beginn an zu zeigen, auch wirklich am Schopfe packen. Wenn er sich denn einmal durchsetzte, wurde er oft mit Fouls gestoppt. Konnte so nur wenige Impulse geben. Spielte einige leichte Fehlpässe.

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Bilal El Khannouss (Note 3): Emsig und viel unterwegs präsentierte sich der Marokkaner, doch auch ihm fehlt es an Durchschlagskraft. Doch davon ließ er sich nicht entmutigen, lief unermüdlich an und Räume zu. Stellte sich so in den Dienst der Truppe, ohne offensive Glanzlichter zu setzen.

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Chris Führich (note 4,5). Wie so oft wenn der Trainer auf ihn in der Startelf setzt, vermochte Führich dieses Vertrauen nicht zu rechtfertigen. Der Flügelflitzer blieb harmlos, was auch seine unauffälligen Statistiken untermauern. Nach 40 Minuten kam Undav für Führch.

    Baumann/Alexander Keppler
  • Deniz Undav (Note 2,5): Brachte Spielwitz, Inspiration und Selbstvertrauen auf den Platz. Und zog damit seine Kameraden mit. Sein Treffer zum 1:1 war sein 9. Scorerpunkt im November, kein Spieler in den Top-5-Ligen Europas hat mehr abgeliefert.

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Jamie Leweling (Note 2,5): Kam zur zweiten Halbzeit für Pascal Stenzel. Zog nach 54 Minuten aus halblinker Position beherzt ab, ehe HSV-Keeper Heuer-Fernandes den aufsetzenden Ball abprallen ließ – und Undav abstaubte. Leweling sorgte mit seiner Physis und Schnelligkeit für Akzente auf dem linken Flügel, die es vorher so nicht gegeben hatte.

    Baumann/Julia Rahn
  • Angelo Stiller (Note 3,5): Strippenzieher, Spielgestalter, Spielmacher – wie man Stiller auch nennen mag, eines ist sicher: Das Spiel des VfB ist ein anderes, wenn er auf dem Feld steht. Zog nach seiner Einwechslung sofort die Fäden, verhalf der Mannschaft zu mehr Mittelfeldkontrolle.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Lazar Jovanovic: Kam in der 87. Minute für Badredine Bouanani – zu spät für eine Bewertung.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Maximilian Mittelstädt: Kam in der 87. Minute für Ramon Hendriks – zu spät für eine Bewertung.

    Baumann/Volker Mueller
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Der VfB Stuttgart hat am 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga beim Hamburger SV mit 1:2 verloren. Dabei hatte der Pokalsieger im Vergleich zum Europapokal in Deventer mit sieben Änderungen angefangen – was man dem Spiel der Cannstatter auch anmerkte.

Nach 17 Minuten ging der HSV durch einen Flachschuss von Robert Glatzel in Führung. Der kurz vor der Pause eingewechselte Deniz Undav glich für den VfB zum 1:1 aus (54.), ehe Fabio Viera in der Nachspielzeit der Siegtreffer für die überglücklichen Hamburger zum 2:1 gelang. Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß weiterhin 22 Punkte auf der Habenseite und ist Sechster.

Am kommenden Mittwoch geht es beim VfL in Bochum im DFB-Pokal ums Weiterkommen (3. Dezember, 18 Uhr, Liveticker).

Alle Noten für die Weiß-Roten | Das Bundesliga-Livecenter

Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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