Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: El Bilal Touré und Deniz Undav lassen den VfB jubeln

Der VfB Stuttgart hat am achten Bundesliga-Spieltag gegen Holstein Kiel mit 2:1 gewonnen. Wir haben alle mindestens zehn Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Von
Gregor Preiß, Heiko Hinrichsen
Stuttgart
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  • Matchwinner gegen Holstein Kiel: El Bilal Touré. Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note

     
  • Alexander Nübel (Note 2,5 ): Zeigte gleich zu Beginn seine fußballerische Klasse, als er so spektakulär wie riskant weit vor dem Strafraum zwei Kieler aussteigen ließ. War auf der Linie wenig gefordert – bei der besten Kieler Chance durch Nicolai Remberg (66.) aber zur Stelle. Beim Gegentor durch Armin Gigovic machtlos.

    Foto: Baumann
  • Josha Vagnoman (Note 3,5): Bei der Ballan- und Mitnahme bisweilen etwas holprig. Auch schlichen sich schlampige Zuspiele in das Spiel des Rechtsverteidigers ein. Seine Sprintstärke half, gefährliche Aktionen über seine rechte Seite im Keim zu ersticken. Kam in der zweiten Hälfte über seine Zweikampfstärke besser in die Partie.

    Foto: Baumann
  • Jeff Chabot (Note 2,5): Stark verbessert in der Vorwärtsverteidigung präsentiert sich der Innenverteidiger zuletzt – so auch gegen die Störche aus Kiel. Viele Bälle eroberte Chabot bereits an der Mittellinie. Auch lange Bälle von hinten heraus sieht man inzwischen viel öfter von Chabot. Die Statistiken wiesen ihn als Spieler mit der höchsten Passeffizienz aus. Hatte Pech, dass seine Kopfballbogenlampe das Kieler Tor knapp verfehlte (45.). Ein starker Auftritt von Jeff Chabot, den er sich am Ende selbst ein Stück kaputt machte. Nach einem unnötigen Foul kassierte er erst Gelb. Dann zettelte Chabot eine Rudelbildung an und flog mit der Ampelkarte vom Platz (66.).

    Foto: Baumann
  • Anrie Chase (Note: 2,5) Wurde als einer von drei Neuen in die Startelf rotiert, wo er Anthony Rouault ersetzte. Leitete die Führung durch Deniz Undav (19.) mit einem gewonnenen Kopfballduell im eigenen Sechzehner ein. Spielte defensiv einen soliden Part, im Zweikampf ist kaum ein Kraut gegen den bissigen US-Japaner gewachsen. Gegen Kiel streute der 20-Jährige auch einige gelungene Diagonalpässe ein.

    Foto: Baumann
  • Maximilian Mittelstädt (Note 2,5): Der Linksverteidiger rettete bei Kiels größter Chance vor der Pause in höchster Not (39.) Ansonsten ein eher unauffälliger Auftritt von Mittelstädt. Hatte seine linke Seite im Griff und unternahm nach vorne lange Zeit nicht mehr als nötig. Als es nach dem Platzverweis gegen Jeff Chabot noch einmal eng zu werden drohte, stemmte sich der Nationalspieler mit vollem Einsatz dagegen und wies am Ende die meisten Ballkontakte auf.

    Foto: Baumann
  • Angelo Stiller (Note 2): Agierte als umsichtiger und zuverlässiger Staubsauger vor der Viererkette und übernahm dabei neben den Defensivaufgaben meist auch den Spielaufbau. War der Lenker des VfB-Spiels, der seinen starken Auftritt in der 43. Minute mit dem 2:0 hätte krönen können. Doch Stiller schoss daneben.

    Foto: Baumann
  • Jamie Leweling (Note 3): War lauffreudig, umtriebig – und kam daher auch zu einigen Strafraumszenen. Allerdings fehlte es dem Außenstürmer am Killerinstinkt. Manchmal übertrieb er es auch mit seinen Einzelaktionen.

    Foto: Baumann
  • Fabian Rieder (Note 3): Hätte mit einem gut getimten Linksschuss fast das 2:0 erzielt (2:0), doch Kiels Torwart Timon Weiner hielt. Konnte die Chance, sich langfristig für die Startelf zu empfehlen, aber nicht nutzen. Dazu fehlte es an Dynamik und Ideen.

    Foto: Baumann
  • Deniz Undav (Note 2,5): Lupfte den Ball zum 1:0 gekonnt über den Kieler Keeper Weiner zu seinem sechsten Bundesligatreffer. So agieren kaltschnäuzige Torjäger. Was er machte, hatte meist Hand und Fuß. Doch Undav gönnte sich auch die ein oder andere Pause.

    Foto: Baumann
  • Enzo Millot (Note 3): Der Franzose spielte im zentralen Mittelfeld direkt vor Stiller. Bot sich häufig als Anspielstation an, vertändelte dabei aber den Ball öfter. Dank seiner Technik und seines Spielverständnisses ist Millot eigentlich immer eine Bereicherung. Diesmal aber blieb vieles Stückwerk.

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  • El Bilal Touré (Note 1,5): Leitete mit einem Traumpass in den Lauf von Undav den Treffer zum 1:0 ein. War stets läuferisch aktiv. Sollte schon ausgewechselt werden, ehe er mit seinem Treffer zum 2:0 einen zweiten Höhepunkt setzte. Aus 18 Metern schoss der Stürmer den Ball wuchtig und gekonnt ins rechte Eck des Holstein-Tores.

    Foto: Baumann
  • Chris Führich (Note 2,5): Ersetze Rieder. Machte auf dem linken Flügel einsatzfreudig Betrieb – und versuchte, auch seinen Hintermann Mittelstädt in die Aktionen einzubinden. Es sprang dabei immerhin ein Pfostenschuss in der 85. Minute heraus.

    Foto: Baumann
  • Atakan Karazor (Note 2,5): Der Kapitän war aus Gründen der Belastungssteuerung nicht in der Startelf gestanden. Half in der Schlussphase mit, den Sieg über Kiel zunächst in Unterzahl über die Bühen zu bringen. Dabei brachte Karazor seine ganze Routine ein.

    Foto: Baumann
  • Anthony Rouault (Note 3,5): Nach Gelb-Rot für Jeff Chabot kam der Franzose von der Bank und gab der Innenverteidigung des VfB in der 81. Minute keine Stabilität. Da war Rouault bei einem Kopfballduell nicht im Bild – und ermöglichte so den Kieler Anschlusstreffer durch Armin Gigovic.

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  • Ermedin Demirovic (Note 3): Kam für Touré ins Spiel, als der VfB bereits mit 2:0 führte. In Unterzahl hatte der Stürmer anschließend vornehmlich defensive Aufgaben zu erledigen. Gelungene Konteraktionen gab es selten. Ein Kopfball kurz vor Schluss ging daneben.

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  • Ramon Hendriks: Kam nach 87 Minuten und damit zu spät für eine Bewertung.

    Foto: Baumann
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Der VfB Stuttgart hat am achten Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen Holstein Kiel mit 2:1 (1:0) gewonnen. Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß nun zwölf Punkte auf der Habenseite. Am kommenden Spieltag geht es bei Bayer Leverkusen weiter (1. November, 20.30 Uhr, Liveticker).

Der VfB spielte eine überlegene erste Halbzeit, in der Deniz Undav nach einer schönen Kombination über El Bilal Touré die Gastgeber in Führung schoss (19.). Einziges Manko in den ersten 45 Minuten war die Chancenverwertung. Nach dem Wechsel lief das Spiel weiter nur in eine Richtung. Es dauerte aber bis zur 61. Minute, ehe Touré mit einem herrlichen Schuss in den Winkel für die Vorentscheidung sorgte. Wenig später wurde es hektisch. Jeff Chabot sah nach einer Rudelbildung die Ampelkarte. Armin Gigovic machte es nach 84 Minuten noch einmal spannend. Doch auch zu zehnt brachte der VfB die Führung über die Zeit.

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Wir haben alle mindestens zehn Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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