STZ+STZ+Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Enzo Millot erst schlampig, dann entscheidend – unsere Noten zum 5:1

Der VfB Stuttgart hat am sechsten Champions-League-Spieltag gegen Young Boys Bern 5:1 gewonnen. Wir haben alle mindestens 10 Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Von
Dirk Preiß und Heiko Hinrichsen
Stuttgart
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  • Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Alexander Nübel (Note 3,5): Sah beim 0:1 durch Lakomy nicht gut aus, denn er zeigte keine Reaktion, obwohl der Ball nicht abgefälscht war. Ansonsten wurde der Nationaltorwart nicht ernsthaft geprüft. Unter dem Strich damit ein mäßiger Europapokalabend für Nübel.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Josha Vagnoman (Note 2,5): Oft hat er ja so seine seine Probleme, den rechten Flügel offensiv effektvoll zu bearbeiten. Doch in der 26. Minute war Vagnoman da - und passte gekonnt auf Stiller, der das 1:1 besorgte. Defensiv in Halbzeit eins mit Schwächen im Eins-gegen-Eins. Traf an seinem 24. Geburtstag zum 4:1.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Anthony Rouault (Note 2,5): Wurde als Verteidiger von den Schweizern zu selten auf Herz und Nieren geprüft. Fand daher Zeit, Vagnoman auf rechts auch mal offensiv zu unterstützen. Eine stabile Leistung des Franzosen.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Jeff Chabot (Note 2): Im Abwehrzentrum spielte der VfB mit einer Dreierkette, in deren Mitte der Ex-Kölner der klare Taktgeber war. Jeff, the Chef, der zuletzt ein paar Leistungsschwankungen hatte durchmachen müssen, agierte diesmal sicher und stabil.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Maximilian Mittelstädt (Note 2,5): War auf dem linken Flügel emsig als Flankengeber unterwegs – auch wenn zunächst nicht alle Bälle ankamen. Der Linksverteidiger bot sich viel an – und trieb so das Spiel des VfB häufig gekonnt und engagiert vorwärts. Machte in der 77. Minute für Al-Dakhil Platz.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Atakan Karazor (Note 3,5): Die Partie des Kapitäns war keine gute. Teils war Karazor stark in der Balleroberung. In zu vielen anderen Szenen aber verlor er das Spielgerät leichtfertig – und es fehlte der Blick für den freien Mann. Ohne zündende Ideen musste er zur Halbzeit für Yannik Keitel raus.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Angelo Stiller (Note 2,5): Am Mittelfeldspieler lief das Spiel in den Anfangsminuten etwas vorbei. Dann aber holte sich der Nationalspieler immer mehr Bälle – und wurde dafür belohnt. Seinen Treffer zum 1:1 leitete er selbst mit ein und durfte sich über sein erstes Tor in der Champions League freuen.

    Pressefoto Baumann/Cathrin Müller
  • Fabian Rieder (Note 3): Der frühere Spieler der Young Boys war gegen seinen Ex-Club wohl besonders motiviert. Das wirkte sich zunächst aber überhaupt nicht positiv aus. Der Schweizer hatte auf der rechten Außenbahn in Hälfte eins keine gelungenen Aktionen, biss sich an Jaouen Hadjam oft die Zähne aus. Seine erste gute Szene führte dann aber zum 2:1 – das Rieder vorbereitete. Auch das 3:1 von Chris Führich ermöglichte Rieder mit seinem Zuspiel per Freistoß. Damit machte er eine zuvor schwache Leistung fast vergessen.

    Pressefoto Baumann/Alexander Keppler
  • Enzo Millot (Note 2): Statt kreativ zu glänzen, hatte der Franzose in der ersten Hälfte eher unglückliche Aktionen, spielte einige ärgerliche Fehlpässe. Seinen ersten lichten Moment hatte Millot in der 54. Minute – und der war gleich erfolgreich. Obwohl der Ball schon im Aus schien, blieb der Spielmacher in der Aktion und schob die Kugel zum 2:1 ins Tor. Den Treffer vom 4:1 bereitete er stark vor.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Chris Führich (Note 2): Der Flügelspieler forderte auf der linkten Seite immer wieder den Ball, bekam die Kugel aber selten so passgenau, um sofort Tempo aufnehmen zu können. So blieb er zunächst recht ungefährlich. Das änderte sich nach der Pause. Ein flaches und überraschendes Freistoß-Zuspiel von Fabian Rieder zirkelte Führich wunderschön zum 3:1 ins lange Eck. Auch am 4:1 hatte er seinen Anteil. Nach 77 Minuten ging er für Youngster Jarzinho Malanga vom Feld.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Ermedin Demirovic (Note 3,5): Der Mittelstürmer hat sich in dieser Saison schon das eine oder andere Mal als eiskalter Vollstrecker präsentiert. Am Mittwoch war das nicht der Fall. Zwei gute Möglichkeiten vergab Demirovic vor der Pause, eine gleich danach. In der 70. Minute vergab er eine weitere Chance per Kopf. Mangelnden Einsatz konnte man Demirovic aber wie immer nicht vorwerfen.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Yannik Keitel (Note 2): Lange war der ehemalige Freiburger in den Planungen von Trainer Hoeneß außen vor. Keitel fügte sich auf der Sechser-Position nahtlos ins Spiel ein, spielte umsichtig und schnörkellos. Traf aus der Distanz zum 5:1. Der VfB besitzt damit im defensiven Mittelfeld eine zusätzliche starke Alternative.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Jarzinho Malanga (Note 3): Der Youngster kam in der 77. Minute für Chris Führich in die Partie. Aktionen, an die man sich erinnern wird, hatte er danach keine.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Pascal Stenzel (Note 3): Kam für Vagnoman in der Schlussphase. Der Routinier spielte wie gewohnt hinten rechts. Hatte keine auffälligen Aktionen, weil das Spiel bei seiner Einwechslung bereits gelaufen war – und der VfB nun als Team nicht mehr tat, als er musste.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Ameen Al-Dakhil (Note 3): Bisher hat man durch Verletzung und Grippe nicht viel von dem belgischen Nationalspieler gesehen. Al-Dakhil rückte für Mittelstädt in der Schlussphase auf die linke Abwehrseite. Fügte sich ordentlich ein, hatte aber keine großen Aktionen.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Leonidas Stergiou kam spät in die Partie und wird nicht mehr bewertet.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
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