STZ+STZ+Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Jeff „the Chef“ Chabot führt den VfB zum Sieg in Dortmund

Der VfB hat am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga bei Borussia Dortmund mit dem 2:1 einen großen Sieg errungen. Wir bewerten alle mindestens zehn Minuten eingesetzten Stuttgarter Profis mit einer detaillierten Einzelkritik.
Von
David Scheu und Heiko Hinrichsen
Stuttgart
  • Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis im Spiel beim BVB, hier Abwehrchef Jeff Chabot, mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note. Diese sehen Sie in der Bildergalerie.

    IMAGO /Maximilian Koch
  • Alexander Nübel (Note 2): Der VfB-Torhüter war in der 22. Minute bei einem Fernschuss von Bynoe-Gittens zur Stelle. Generell strahlte der Nationaltorhüter von hinten heraus große Ruhe aus. Lenkte in der zweiten Hälfte einen Schuss von Jamie Bynoe-Gittens mit einer Monsterparade an die Latte.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Leonidas Stergiou (Note 3): Vertrat den unter der Woche wegen Krankheit pausierenden Josha Vagnoman als rechter Verteidiger. Wurde vom Dortmunder Linksaußen Bynoe-Gittens ordentlich beschäftigt und setzte sich engagiert zur Wehr. War aber nicht immer Herr der Lage, etwa vor dem 1:2 durch Dortmunds Julian Brandt.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Jeff Chabot (Note 1,5): Eine Sahnetag von Jeff „the Chef“ Chabot. War zunächst erfolgreich damit beschäftigt, die Kreise von BVB-Stürmer Serhou Guirassy einzuengen. Überdies hatte Jeff Chabot sehr oft die Lufthoheit im eigenen Sechzehner. Dann krönte der Stuttgarter Abwehrchef seine starke Leistung mit dem 2:0 (61.).

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Ramon Hendriks (Note 3): Wurde nach 25 Minuten von seinem Gegenspieler Karim Adeyemi getunnelt, stemmte sich aber sonst in seiner Rolle als Interims-Innenverteidiger nach Kräften gegen die flinken BVB-Stürmer. Ließ sich in der zweiten Hälfte ein ums andere Mal überlaufen. Mit Einsatz und Geschick ließ der Niederländer aber nichts anbrennen.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Maximilian Mittelstädt (Note 1,5): War auf der linken Außenbahn offensiv wie gewohnt ein Aktivposten – und gewann 85 Prozent seiner Zweikämpfe. Doch die Abstimmung mit Hendriks stimmte defensiv nach der Pause kurz nicht. Doch der Nationalspieler fing sich schnell wieder – und wurde in der Schlussphase mit zum Turm in der Verteidigung.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Atakan Karazor (Note 2,5): Stopfte auf der Position vor der Abwehr die Löcher – an diesem Nachmittag eher durch Laufwege als durch Zweikämpfe. Im Passspiel leistete sich der VfB-Kapitän aber einige Unsauberkeiten wie bei einem unbedrängten Pass ins Aus statt auf Führich (20.). Nach der Führung kam ihm eine wichtige Rolle als Stabilitätsanker gegen die BVB-Angriffe zu.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Angelo Stiller (Note 2): Agierte im zentralen Mittelfeld als gewohnt sicherer Ballverteiler und brachte im ersten Durchgang 93 Prozent seiner Zuspiele zum Mitspieler. Allerdings war Stiller mit zunehmender Spieldauer defensiv eingespannt, viele Akzente im eigenen Ballbesitz konnte er so nicht setzen – was aber spätestens nach dem 2:0 auch nicht primär gefragt war.

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  • Jamie Leweling (Note 2): Im Zweikampf sehr präsent und durchsetzungsfähig – mit sechs von acht gewonnenen direkten Duellen in der ersten Hälfte. Mit dem Ball am Fuß agierte Leweling allerdings einige Male unsauber und kam im ersten Durchgang nur auf eine Passquote von 43 Prozent – wobei erwähnt werden muss, dass er die meisten seiner Pässe auch unter Bedrängnis spielte. Nach der Pause bediente er vor dem 1:0 präzise Führich, der ihn hinterlaufen hatte. Auch das 2:0 bereitete Leweling mit einer maßgenauen Flanke auf den völlig freien Chabot vor.

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  • Enzo Millot (Note 3): Startete trotz seiner leichten Zerrung vom vergangenen Dienstag etwas überraschend im zentralen offensiven Mittelfeld und ging dort den Zweikämpfen nicht aus dem Weg. Entscheidende Impulse im Spiel nach vorne konnte er vorerst nicht setzen. Nach 76 Minuten ging er für Yannik Keitel vom Feld. Ein engagierter, wenn auch unauffälliger Auftritt.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Chris Führich (Note 2): Lieferte sich mit Julian Ryerson auf der Außenbahn ein umkämpftes Duell – in dem er zwar ab und zu hängen blieb, aber zugleich den BVB defensiv beschäftigte und immer wieder den Weg zum Tor suchte. Entscheidendes sprang nicht dabei heraus. Das änderte sich direkt nach der Pause als Führich das 1:0 mit einer ganz starken Aktion erzwang: Erst trieb er den Ball lange und schloss dann nach einem Leweling-Zuspiel ab – der abgefälschte Schuss landete im Netz (50.). Danach mit einigen Vorstößen.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Deniz Undav (Note 3,5): Leistete sich in der Anfangsphase zwei Ballverluste und brachte in der ersten Hälfte nur 57 seiner Zuspiele an den Mann, hatte aber auch einige clevere Aktionen – etwa, als er Gelb gegen BVB-Kapitän Can herausholte. Dann kam die 37. Minute, in der Undav nach einem Anton-Fehlpass freistehend vor BVB-Keeper Kobel auftauchte und diesen umkurven wollte – dann aber von Can noch eingeholt wurde. Eine hundertprozentige Chance. Nach der Pause rieb er sich auf und beschäftigte die BVB-Verteidiger.

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  • Ermedin Demirovic (Note 3,5): Kam 20 Minuten vor Schluss im Sturm ins Spiel, blieb aber ebenso wie zuvor Deniz Undav blass und hatte wenige Aktionen.

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  • Josha Vagnoman (Note 2,5): Wurde in der 70. Minute für Chris Führich eingewechselt, um die Defensive zu stabilisieren. Diesen Job erfüllte er mit einem aufmerksamen und fehlerfreien Auftritt.

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  • Yannik Keitel (Note 3): Kam in der Schlussviertelstunde für Enzo Millot ins Spiel, als der VfB die Defensive stabilisierte. Im zentralen Mittelfeld ackerte Keitel und stemmte sich den BVB-Angriffen entgegen.

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  • Nick Woltemade am in der 86. Minute für Jamie Leweling – zu spät für eine Benotung.

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