Der VfB Stuttgart hat am ersten Spieltag der Champions League bei Real Madrid mit 1:3 verloren. Wir haben alle mindestens zehn Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Der VfB Stuttgart hat bei Real Madrid mit 1:3 verloren. Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis wie folgt.
dpa/Jan Woitas
Alexander Nübel (Note 3): Starke erste Spielhälfte. War immer auf dem Posten, wenn er gefragt war, so bei der Parade gegen Mbappé (25.Minute). Lockte die Madrilenen, wenn es sich ergab. Und machte das Spiel schnell, wenn es sein musste. Der Torhüter hat als einer der wenigen Stuttgarter schon vor der Partie Champions-League-Erfahrung gesammelt und das merkte man seinem Spiel an. War allerdings bei beiden Treffern zum 2:1 und 3:1 für Madrid alles andere als unbeteiligt.
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Josha Vagnoman (Note 3): Mutige Vorwärtsbewegung, aufopferungsvolle Defensivarbeit – wenn es auch manchmal etwas ungelenk wirkte, so war Vagnoman doch solide unterwegs in den ersten 45 Minuten. Offensiver Punch war aber nach Wiederbeginn bis auf eine Szene (57. Min., Durchbruch über rechts) nicht mehr wirklich zu bemerken. Machte dann schnell Platz (63.Min.) für Anrie Chase.
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Anthony Rouault (Note 2,5): Starkes Startelf-Comeback des Franzosen nach längerer Auszeit. Hellwach, zweikampfstark und unter Druck passsicher präsentierte er sich im ersten Spieldurchgang. Und machte nach Wiederanpfiff genau da weiter. Der Abwehrmann rechtfertigte das Vertrauen des Trainers mit jeder Aktion. Agierte fehlerlos und brachte dem VfB so immer wieder wichtige Zweikampfgewinne. Hatte nur einen Stellungsfehler in seinem Spiel – der führte zum 1:2 durch Rüdiger.
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Jeff Chabot (Note 2,5): Der Türsteher schien sich bewusst rein auf defensive Aufgaben zu konzentrieren, spielte auf Sicherheit, statt progressives Passspiel anzubieten. Die richtige Entscheidung gegen ein Real, das mit jedem Angriff enorme Wucht entwickelte. Im zweiten Durchgang der absolute Boss in der Stuttgarter Defensive, der den Laden zusammenhielt. War immer wieder auch dann zur Stelle, wenn ein Kollege Hilfe benötigte.
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Maximilian Mittelstädt (Note 4,5): Wurde von Rodrygo mehrfach ganz böse vernascht, zeigte sich oft nicht auf der Höhe. Verursachte die Szene, die beinahe einen Elfmeter nach sich zog und war wohl der Stuttgarter auf dem Feld, dem die Halbzeitpause besonders gelegen kam. Setzte direkt nach Wiederanpfiff da an, wo er aufgehört hatte und hatte seine Aktien am Gegentor. Biss sich allerdings in die Partie zurück und wurde mit mehr Support – Leweling hatte die Seite gewechselt – wieder stabiler.
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Atakan Karazor (Note 2.5): Seine Grätsche gegen Valverde in der 3. Minute war wichtig, verhinderte Schlimmeres. Danach wie so oft unermüdlicher Ballverteiler. Hatte sogar eine Kopfballchance in der 29. Minute. Mit Ancelottis Umstellungen nach Wiederbeginn verlor der VfB zeitweise das Zentrum und Karazor somit an Wirkung. Aber nur vorrübergehend.
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Angelo Stiller (Note 2) Hatte mit die meisten Ballkontakte und bestach wie gewohnt durch seine Ballsicherheit (86 Prozent Passquote). Vergab nach 16 Minuten die beste Chance, als er freistehend an Courtois scheiterte. Funktionierte als Scharnier zwischen Defensive und Offensive und hielt die Madrilenen zumindest übers Zentrum gut vom eigenen Tor weg. Insgesamt ein überzeugender Auftritt des Neu-Nationalspielers.
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Jamie Leweling (Note 2,5) Hatte bereits nach zwei Minuten die Chance, den VfB in Führung zu bringen. Doch Thibout Courtois war bei seinem Abschluss aus spitzem Winkel zur Stelle. Dem Außenangreifer boten sich im Verlauf der wilden ersten Halbzeit weitere Gelegenheiten. Arbeitete zudem fleißig nach hinten. Wenn Real aufs Tempo drückte, offenbarte er Geschwindigkeitsnachteile. Damit war er aber nicht alleine. Bereite mit seiner etwas brachialen Hereingabe den Ausgleich vor.
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Enzo Millot (Note 2): „Ein Spieler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, der vielleicht ein bisschen unter dem Radar fliegt“, sagte Trainer Sebastian Hoeneß vor der Partie über den Franzosen. Für seine Torchance nach neun Minuten hätten auch gewöhnliche Fähigkeiten gereicht – doch Millot verzog freistehend. Sein Abschluss nach 14 Minuten war stark, doch Thibout zur Stelle. Beachtlich: Es war dies bereits der vierte VfB-Torabschluss nach nicht einmal einer Viertelstunde. Millot war lange Zeit der Dreh- und Angelpunkt im Stuttgarter Angriffsspiel, der viele Bälle festmachte- und hielt. Auch wenn Richtung letztes Drittel nicht jede Aktion glückte, war es ein gelungener Auftritt.
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Chris Führich (Note 2,5): Durfte mal wieder von Anfang an ran. Der Außenangreifer trieb das Spiel des VfB in der starken Anfangsphase unermüdlich an und zog die Real-Verteidigung immer wieder weit auseinander. Als die Hausherren nach einer halben Stunde aufdrehten, ließ Führich Real zuviel Raum und seinen Hintermann Maximilian Mittelstädt bisweilen im Stich. Seine selten werdenden Offensivaktionen hatten aber weiter Hand und Fuß. Nach 64 Minuten war dann Schluss für ihn.
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Deniz Undav (Note 2): Suchte als alleinige Sturmspitze immer wieder die freien Räume, die sich in der Anfangsphase zahlreich boten. Pech bei seinem abgefälschten Abschluss, der auf der Latte landete (28.). Kam in manchen Momenten einen Tick zu spät an den Ball, um sich in noch bessere Position zu bringen. In puncto Handlungs- und Reaktionsschnelligkeit waren ihm die Real-Verteidiger einen Schritt voraus. Aber einen guten Stürmer zeichnen nun einmal Tore aus. Nach 68 Minuten stand Undav goldrichtig und köpfte gegen die Laufrichtung von Courtois gekonnt ein.
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Fabian Rieder (Note 2): Führte sich nach seiner Einwechslung (63.) mit einem intensiven Tackling gleich stark ein und war in die Aktion eingebunden, die zum Ausgleich durch Deniz Undav führte (68.). Als frische Kraft im Mittelfeld, um den VfB-Spiel neue Impulse zu geben.
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Anrie Chase (Note 3): Kam für Vagnoman aufs Feld und machte seine Sache ordentlich gegen Vini Jr. Furchtlos und auf Sicherheit bedacht erledigte er seine Aufgabe solide – und das gegen einen der besten Angreifer der Welt.
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El Bilal Touré (Note 3,5): Der Angreifer war kaum im Spiel, da fiel das 2:1 für Real Madrid. War kurz vor dem Ende noch an einem vielversprechenden Angriff beteiligt, doch seine Flanke geriet zu ungenau.
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Ermedin Demirovic (Note 3,5) : Der Doppeltorschütze von Mönchengladbach kam spät (76.) für Deniz Undav – zu spät, um noch entscheidend ins Spiel eingreifen zu können.
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Dan-Axel Zagadou: Kam nach der 80. Minute und somit zu spät für Bewertung
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Der VfB Stuttgart hat am ersten Spieltag der Champions League bei Real Madrid mit 1:3 verloren. Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß in der Königsklasse noch keine Punkte auf der Habenseite. Am kommenden Wochenende geht es für den VfB in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund weiter (Sonntag, 17.30 Uhr, Liveticker).
Im ersten Durchgang entwickelte sich von Beginn an eine muntere Partie – mit Vorteilen für den schwäbischen Bundesligisten. Enzo Millot (8./14.) hatte zwei gute Gelegenheiten zur frühen Führung. Zwischenzeitlich hatte der VfB im Estadio Santiago Bernabeu gar 70 Prozent Ballbesitz. Im weiteren Verlauf wurden die Königlichen stärker – ein Gegentor konnten Alexander Nübel und Co. bis zum Pausenpfiff allerdings verhindern. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.
Nach der Pause musste der VfB Stuttgart indes schon kurz nach Wiederanpfiff das 0:1 hinnehmen. Nach einem Patzer von Maximilian Mittelstädt war Kylian Mbappé (46.) zur Stelle. Ein Wirkungstreffer für die Schwaben, die zunächst einige Mühe hatten, wieder ins Spiel zu finden – bis Deniz Undav in der 68. Minute per Kopf das 1:1 erzielte und für Ekstase bei den mitgereisten Fans sorgte. Doch in der 83. Minute traf ausgerechnet Ex-VfB-Spieler Antonio Rüdiger die Anhänger mitten ins Herz – und köpfte nach einer Ecke von Luka Modric zum 2:1 ein. In der Nachspielzeit besorgte Endrick den 3:1-Endstand für die Königlichen.
Wir haben alle mindestens 10 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.