Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Nur Führich ist in Schwung – die Noten für die VfB-Profis

Der VfB hat das Play-off-Rückspiel der Europa League mit 0:1 gegen Celtic Glasgow verloren – und dennoch das Achtelfinale erreicht. Wir haben die VfB-Spieler bewertet.
Von
Carlos Ubina und Heiko Hinrichsen
Stuttgart
  • Schoss ein Tor, das aber wegen einer knappen Abseitsposition nicht anerkannt wurde: Chris Führich.

    Baumann/Volker Müller
  • Alexander Nübel (Note 3,5): Beim Gegentreffer durch einen Flachschuss des Glasgowers Luke McCowan war der VfB-Schlussmann machtlos. Nach nicht mal einer Minute den Ball aus dem eigenen Netz holen zu müssen, ist für einen Keeper die denkbar schlechteste Art, in ein Spiel zu starten. Bekam im weiteren Spielverlauf dann so gut wie nichts zu tun.

    Pressefoto Baumann
  • Josha Vagnoman (Note 4): Hatte als Rechtsverteidiger wenig Defensivaufgaben zu bestreiten. Wusste diese Freiheiten aber nicht ausreichend zu nutzen. Hat gerade in puncto Effizienz, vor allem bei Torschüssen und Flanken, noch deutlich Luft nach oben.

    Pressefoto Baumann
  • Finn Jeltsch (Note 4): Ohne den gelbgesperrten Jeff Chabot neben ihm war die Rolle des Abwehrchefs etwas zu groß für den Ex-Nürnberger. Jeltsch hatte anfangs einige kleine Stockfehler im Spiel, die seinen Auftritt nicht souverän erschienen ließen. Steigerte sich dann im Spielverlauf. Dennoch war die Leistungslücke zu erfahrenen Kanten wie Chabot deutlich sichtbar.

    Pressefoto Baumann
  • Luca Jaquez (Note 4): Erstmals nach langer Verletzungspause wieder in der Startelf, war dem Schweizer die mangelnde Spielpraxis anzumerken. Besonders in der Anfangsphase wackelte Jaquez. In den Spielaufbau schaltete sich sich der 22-Jährige fast gar nicht ein. Steigerte sich im Spielverlauf zwar. War dann aber nach 72 Minuten erschöpft – und wurde durch Hendriks ersetzt.

    Pressefoto Baumann
  • Maximilian Mittelstädt (Note 3,5): Der Linksverteidiger war eifrig bei der Sache, schaltete sich auch viel ins Offensivspiel des VfB ein. Doch die Abstimmung mit Jamie Leweling vor ihm passte nicht. Die meisten Flanken fanden zudem keinen Abnehmer. Hatte in einigen Zweikämpfen das Nachsehen – rettet aber in der Schlussphase in höchster Not gegen Maeda.

    Pressefoto Baumann
  • Atakan Karazor (Note 4): Übernahm auf der Doppelsechs häufig den offensiveren Part. Ist nicht unbedingt sein Ding. Die große Struktur brachte Atakan Karazor nicht in die Angriffe. Sein Schuss ging über das Ziel. Das Laufpensum des Kapitäns war wie immer hoch und als Anspielstation diente er auch wie immer.

    Pressefoto Baumann
  • Chema Andrés (Note 4): Mit unglücklichem Start. Chema fing sich jedoch schnell und richtete den Blick mit Ball am Fuß nach vorne. Der Mittelfeldspieler war sich aber auch nach hinten für keinen Zweikampf zu schade. Nach der Pause mit mehr Zug nach vorne. Dennoch musste der Spanier dann Angelo Stiller Platz machen.

    VfB Stuttgart
  • Badredine Bouanani (Note 4): Hatte nach zehn Minuten seine erste Aktion mit einer guten Flanke von der rechten Seite. Blieb mit einem Schuss dran (15.). Badredine Bouanani eröffnet sich eine weitere Chance – der erste Ballkontakt dabei war nicht sauber genug (29.). Etwas ballverliebt, aber mit einem guten Linksschuss – doch der Celtic-Torhüter Viljami Sinisalo hielt (65.). In der Schlussphase räumte der Algerier für Bilal El Khannouss das Feld (85.).

    Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Deniz Undav (Note 3,5): Wie aus dem Nichts bereitete er die erste Chance vor (20.). Deniz Undav zeigte auch weiterhin einen guten Überblick. Agierte dabei aus dem Mittelfeld heraus. Im ersten Abschnitt hatte er die besten Ideen vorne. Nach der Pause war er gleich torgefährlich (46.). Und der Publikumsliebling hatte wieder seinen vermeintlichen Moment – doch wegen Abseits wurde der Treffer zurückgenommen (75.).

    Pressefoto Baumann
  • Jamie Leweling (Note 4,5): Fiel zunächst durch seine Ausrutscher auf. Offensichtlich hatte Jamie Leweling Probleme mit der Standhaftigkeit, wenn er antrat und sich in die Kurve legte. Vergab die erste gute Möglichkeit (20.). Danach blieb der Flügelstürmer auf den Beinen. Seine Abspiele kamen jedoch nicht an. Zur Halbzeit war Schluss.

    Pressefoto Baumann
  • Tiago Tomas (Note 4,5): Schnell unterwegs. Verpasste aber einige Male den Zeitpunkt des Abspiels. Tiago Tomas wirkte in manchen Szenen auch zu verspielt. Ein Knipser wird aus dem Portugiesen in der Mittelstürmerposition wohl nicht mehr. Sein Schuss ging knapp vorbei (55.). Musste für Ermedin Demirovic raus.

    Pressefoto Baumann/Volker Mueller
  • Chris Führich (Note 2,5): Kam nach dem Seitenwechsel für Jamie Leweling. Chris Führich brachte sich mit dem ersten Dribbling gleich gut ein. Ein Gewinn an diesem Abend, auch wenn sein Treffer wegen Abseits aberkannt wurde (68.). Blieb ein Unruheherd auf der linken Seite.

    Pressefoto Baumann
  • Angelo Stiller (Note 3,5): Das wollte der Trainer Sebastian Hoeneß sicher vermeiden – den anfangs geschonten Angelo Stiller einzuwechseln. Der Taktgeber kam für Chema, um den Spielrhythmus zu bestimmen (64.). Ärgerte sich über eine verpasste Chance (73.). Leitete verheißungsvolle Angriffe ein.

    Pressefoto Baumann
  • Ermedin Demirovic (Note 3,5): Kam in der 64. Minute für den glücklosen Tomas in die Partie, um die Torgefahr des VfB zu erhöhen. Mit Demirovic auf dem Feld erhöhte sich auch der Offensivdruck der Stuttgarter. Legte Undav einen Treffer mit einem abgeblockten Schuss zum vermeintlichen 1:1 vor. Doch er stand dabei minimal im Abseits.

    Pressefoto Baumann
  • Ramon Hendriks (Note 3,5): Wurde für Luca Jaquez eingewechselt (72.). Der Verteidiger Ramon Hendriks fiel dann vorne auf (82.). Hinten war der Niederländer hart am Mann.

    Pressefoto Baumann
  • Bilal El Khannouss: Kam in der 85. Minute für Badredine Bouanani – zu spät für eine Bewertung.

    Baumann/Hansjürgen Britsch
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Der kraftlose VfB Stuttgart hat im Play-off-Rückspiel gegen Celtic Glasgow mit 0:1 (0:1) verloren. Dennoch hat die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß durch den 4:1-Hinspielsieg in Schottland das Achtelfinale der Europa League erreicht.

Nun geht es am 12. und 19. März gegen den FC Porto oder Sporting Braga. Welches der beiden Teams es wird, ergibt die Auslosung im Schweizer Nyon an diesem Freitag um 13 Uhr.

Die Gäste von Celtic Glasgow gingen nach nicht mal einer Minute durch Luke McCowan mit 1:0 in Führung. Das blieb der einzige Treffer der Partie. Am kommenden Sonntag hat der VfB in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg erneut Heimrecht. Anpfiff der Partie gegen die Niedersachsen ist um 15.30 Uhr.

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Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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