Einzelkritik zum VfB Stuttgart: Nur Traumnoten – VfB fertigt BVB ab

Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.
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Alexander Nübel (Note: 2,5) Hatte in der Strafraumbeherrschung ein paar Probleme. Ansonsten aber stets auf dem Posten. Eine tadellose Leistung. Rettete kurz vor der Pause bei einer der wenigen Dortmunder Chancen durch Gittens. Wurde von Ex-Kollege Serhou Guirassy beim 3:1 getunnelt, was am Ende nicht ins Gewicht fallen sollte.
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Josha Vagnoman (Note:2) Ähnlich wie bei Anthony Rouault ist auch Josha Vagnoman die lange Auszeit in Folge seiner Verletzung kaum anzumerken. Gegen Dortmund hatte er die rechte Seite und Karim Adeyemi voll im Griff. Höchststrafe für Adeyemi: Er wurde bereits zur Pause zum Duschen geschickt. Auch wenn es in direkten Duellen manches Mal etwas ungelenk aussah, entschied Vagnoman die meisten seiner Zweikämpfe für sich. Zudem war er mit 32,5 km/h schnellster Spieler an diesem Abend.
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Anthony Rouault (Note: 2) Mangelnde Spielpraxis? War dem Franzosen überhaupt nicht anzumerken. Aggressiv im Eins-gegen-Eins, stark in der Vorwärtsverteidigung, mit guter Übersicht im Spielaufbau. Auch wenn Ersatzmann Anrie Chase ein guter Vertreter war – in dieser Verfassung ist Anthony Rouault aus der Startelf nicht wegzudenken.
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Jeff Chabot (Note: 2,5) Der Neuzugang aus Köln steigert sich von Partie zu Partie. Ließ in der Innenverteidigung so gut wie nichts zu. Gut im Timing insbesondere bei hohen Bällen Überließ das Aufbauspiel meist seinem Nebenmann Anthony Rouault.
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Maximilian Mittelstädt (Note:1,5) Musste sich zuletzt ja einiges an Kritik anhören. Gegen den BVB lieferte der linke Mann in der Viererkette aber seine mit Abstand beste Saisonleistung ab. Mittelstädt war an allen Toren als Vorlagengeber beteiligt, hatte seine linke Seite fest im Griff, zog 20 Sprints an und schlug fünf Flanken. Wurde bei seiner Auswechslung nach 69 Minuten von den Fans lautstark gefeiert.
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Angelo Stiller (Note: 2) Was dem Champions-League-Sieger aus Madrid noch gelang, nämlich den Neu-Nationalspieler auch mal zu Fehlern zu zwingen, schaffte der Champions-League-Finalist aus Dortmund nicht. So konnte Stiller sein gewohntes Programm abspulen: Spielsituationen früh voraussehen, Bälle annehmen, schnell verarbeiten, Spiel aufziehen. Erneut mit super Passquote von 89 Prozent – ein blitzsauberer Auftritt.
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Atakan Karazor (Note 2): Pass-Effizienz ist ein Statistik-Bereich, der meist unter dem Radar fliegt. Genauso wie Atakan Karazor. Der VfB-Kapitän setzte direkt da an, wo er in Madrid aufgehört hatte -und zeigte eine brillante Leistung, die viele aber auf den ersten Blick nicht so wahrgenommen haben dürften. Unter anderem stach er mit seiner Pass-Effizienz (1,93) hervor. Kaum ein anderer Spieler auf dem Feld setzte also seine Zuspiele so sinnvoll ein wie er. Wie schon in Madrid kam Karazor aber eher verhalten aus der Pause, konnte nicht anknüpfen. Köpfte aber dann maßgenau auf Millot und kam so in die Partie zurück.
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Enzo Millot (Note 1): Hatte einen gefährlichen Abschluss in der 22. Minute. Holte immer wieder tief die Bälle ab, gewann mit 11 die meisten Zweikämpfe aller Spieler auf dem Feld in den ersten 45 Minuten und zeigte sich stets emsig. Tauchte aber zu Beginn des zweiten Spieldurchgangs völlig ab – bis zur 62. Minute. Den Eckball führte er selbst aus, lief dann in Position und drückte die Karazor-Vorlage unhaltbar zum 3:0 in die Maschen. Das erste Ligator in dieser Saison für den Kapitän der französischen U21. Suchte und gewann in der Folge auch wieder die Zweikämpfe. Dann der Höhepunkt: Nahm sich in der 80. Minute zwei Dortmunder an deren Torauslinie vor, vernaschte beide wie Schuljungen und verhalf Touré zum Premierentreffer.
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Deniz Undav (Note 1): Kaum einen Ball hatte er vorab berührt, ehe er die Mittelstädt-Vorlage mit dem genau richtigen Touch in das lange Eck streichelte – von dort tropfte der Ball über den Innenpfosten ins Tor. Kann man nur so machen, wenn man einen Lauf hat. Viertes Tor im vierten aufeinanderfolgenden Spiel. Muss eigentlich drei Tore im ersten Durchgang machen. War aber jederzeit Unruheherd, immens viel unterwegs und kaum vom Ball zu trennen. Den Makel aus der ersten Spielhälfte machte er mit dem 5:1 kurz vor Schluss wett.
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Jamie Leweling (Note 2): Sein Laufweg machte den Weg beim 1:0 frei, beim 2:0 gab er die Vorlage zur Vorlage, wie immer war er unermüdlich und brutal laufstark unterwegs – kein Wunder, dass Leweling seit Saisonbeginn gesetzt ist in der VfB-Startformation. Seinen direkten Gegenspieler Ryerson nahm BVB-Trainer Sahin schon nach 45 Minuten vom Feld – so chancenlos war er gegen Stuttgarts Laufmonster. Sein zweiter Durchgang war nicht mehr ganz so auffällig, aber immer noch hochklassig.
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Ermedin Demirovic (Note 2): Nutzte seinen bulligen Körper immer wieder gut und stellte sich als Blocker in den Dienst der Mannschaft. Doch nicht nur das. Auch seine Abschlussqualität brachte er ein. Das Kopfballtor nach butterweicher Mittelstädt-Vorlage war eine Szene wie aus dem Lehrbuch. Wurde viel und nicht immer regelkonform bearbeitet, musste viel einstecken - ließ sich davon aber nicht beeindrucken bis zu seinem Wechsel. Rieder kam für ihn (68.).
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Anrie Chase (Note: 3) Kam nach 69 Minuten für Mittelstädt und fügte sich nahtlos ein. Die große Dortmunder Schlussoffensive hatte er nach dem 4:1 aber auch nicht mehr zu befürchten.
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Fabian Rieder (Note 2,5): Fügte sich gut ein. Hatte allerdings nicht den direkten Impact wie zuletzt bei seinen Einwechslungen, aber war dafür defensiv tadellos.
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Dan-Axel Zagadou (Note: 3,5) Der Franzose bekam nach langer Verletzungspause noch gut 20 Minuten. Die Spielpraxis wird ihm gut tun. Sah beim 3:1 durch Serhou Guirassy nicht gut aus – sein Ex-Kollege war schneller als er.
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El Bilal Touré (Note 2): Hätte gleich mit seiner ersten Aktion den Sack endgültig zumachen können, aber Kobel war eine Fußspitze schneller am Ball. Dafür machte er mit dem ersten Ballkontakt alles klar und traf nach überragender Millot-Vorlage und erzielte so seinen Premierentreffer für den VfB.
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Kam nach der 80. Minute in die Partie und damit zu spät für eine Bewertung.
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Der VfB Stuttgart hat am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den Borussia Dortmund 5:1 (2:0) gewonnen. Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß sieben Punkte auf der Habenseite. Am kommenden Spieltag geht es zum VfL Wolfsburg in der Autostadt (28. September, 15.30 Uhr, Liveticker).
Die Partie gegen den BVB stand nie wirklich auf der Kippe, die Stuttgarter erlaubten sich quasi keine Schwächephase und schossen den BVB auch in der Höhe verdient ab. „Schießbude Dortmund“ und „So was hat man lange nicht gesehen“ – die Fans feierten den Erfolg natürlich dementsprechend.
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Wir haben alle mindestens 10 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.