STZ+STZ+Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Ordentliche Leistung reicht nicht gegen Atalanta – unsere Noten zum Spiel

Der VfB Stuttgart hat in der Champions League gegen Atalanta Bergamo 0:2 verloren. Wir bewerten alle mindestens zehn Minuten eingesetzten Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik.
Von
Dirk Preiß uind David Scheu
Stuttgart
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  • Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note. Diese sehen Sie in der Bildergalerie

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Alexander Nübel (Note 2,5): Der Keeper des VfB zeigte jüngst in Leverkusen eine Top-Leistung. Gegen Atalanta war er zunächst in engen Situationen im Spielaufbau gefordert. Kurz vor der Pause entschärfte er einen Kopfball von Mateo Retegui. Am Gegentor nach der Pause traf ihn keine Schuld, gegen Charles de Ketelaere reagierte Nübel dann noch einmal gut.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Josha Vagnoman (Note 3): Der Rechtsverteidiger hatte vom Start weg Schwerstarbeit zu verrichten, da Atalanta-Stürmer Ademola Lookman zunächst recht konsequent die rechte Stuttgarter Außenbahn beackerte. Vagnoman hielt mit gewohnter Körperlichkeit gut dagegen, leistete sich aber auch ein, zwei Unsicherheiten. In Hälfte zwei lief im VfB-Offensivspiel wenig über seine rechte Seite.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Anrie Chase (Note 3,5): Der Youngster bekam das Vertrauen in der Innenverteidigung – anstelle des zuletzt angeschlagenen und gesperrten Jeff Chabot. Gemeinsam mit Josha Vagnoman versuchte er, Atalanta-Angreifer Ademola Lookman zu bremsen. Chase wackelte in einem für ihn kniffligen Spiel immer wieder, holte sich recht früh eine Gelbe Karte ab, biss sich aber in die Partie. Im Spielaufbau hat er noch deutlich Luft nach oben. In der 81. Minute machte er für Pascal Stenzel Platz.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Anthony Rouault (Note 2,5): Der Franzose ist mittlerweile fester Bestandteil der VfB-Abwehr. Im Spiel gegen Atalanta hatte er die erste große VfB-Chance, köpfte nach einer Flanke von Maxi Mittelstädt aber über das Tor. In der Defensive bestand die große Herausforderung, die Abwehr gegen die hoch flexible Bergamo-Offensive gut zu organisieren. Das gelang Rouault bis auf ganz wenige Ausnahmen gut.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Maximilian Mittelstädt (Note 3): Der Linksverteidiger rettete in der 31. Minute mit einer starken Grätsche vor dem einschussbereiten Mario Pasalic. War auch ansonsten viel in der Defensive gebunden. Bei der Gäste-Führung verteidigte er gemeinsam mit Chris Führich den eingewechselten Charles de Ketelaere nicht entschlossen genug. Danach wagte Mittelstädt mehr Vorstöße, war einer der aktivsten VfB-Spieler, ein entscheidendes Zuspiel fehlte ihm aber.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Atakan Karazor (Note 3): Musste vor der Abwehr gegen die ballsicheren Italiener viel Laufarbeit verrichten und Löcher stopfen. Im Passspiel mit einigen Ungenauigkeiten, aber gegen den Ball solide und aufmerksam. Nach 75 Minuten ging er für Jeff Chabot vom Feld.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Angelo Stiller (Note 3): Bereitete die erste VfB-Chance mit einer Flanke aus dem Halbfeld vor, wobei Rouault über das Tor köpfte (11.). In der Folge leitete Stiller immer wieder Offensivaktionen des VfB ein, hatte aber wenige Freiräume für sein Passspiel und kam so nicht in gewohnte Spielgestalter-Rolle.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Enzo Millot (Note 2,5): Hatte im offensiven Mittelfeld anfangs Probleme, ins Spiel zu finden. Mit zunehmender Spieldauer kam Millot dann aber immer besser in Fahrt und näherte sich mit einem Distanzschuss dem gegnerischen Tor an (37.). Auch nach der Pause wichtig als ballsichere Anspielstation im offensiven Mittelfeld.

    dpa/Tom Weller
  • Deniz Undav (Note 3,5): Stand bei seiner Großchance in der 17. Minute knapp im Abseits, verfehlte das Tor in besagter Szene mit einem Chipball freistehend aber ohnehin. Kurz vor der Pause sorgte Undav aus der Drehung per Direktabnahme für Torgefahr (45.). Von diesen beiden Szenen abgesehen fehlte ihm die große Bindung zum Spiel. Im Vorfeld der Entstehung des 0:1 konnte er den Ball – wenn auch unter großem Druck – nicht behaupten. Kurz darauf musste er verletzungsbedingt vom Feld.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Chris Führich (Note 3): Rückte für den verletzten Jamie Leweling auf dem linken Flügel in die Startelf und zeigte sowohl offensiv wie auch defensiv großen Einsatz – ohne allerdings Entscheidens zu initiieren. Im Zweikampf auf außen vor dem Gegentor zum 0:1 agierte Führich etwas zu zaghaft. Kurz darauf hatte er dann aber eine starke Offensivaktion, als er sich bis zur Grundlinie durchtankte (56.).

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • El Bilal Touré (Note 3): Der Leihspieler aus Bergamo ging gegen seinen Stammverein sehr engagiert und präsent zu Werke – verpasste aber teils den richtigen Moment für das Abspiel oder den Abschluss. Oft aber wertvoll beim Behaupten der langen Bälle, zu denen der VfB gegen das Pressing von Bergamo mehrfach gezwungen war. Mit zunehmender Spieldauer hatte er weniger Aktionen.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Jeff Chabot (Note 3): Nach einer Sperre und leichten Verletzungsproblemen reichte es für den eigentlichen Abwehrchef noch nicht für die Startelf. In der 74. Minute kam er dann für Atakan Karazor in die Partie.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Ermedin Demirovic (Note 4): Wurde nach 55 Minuten für den verletzten Deniz Undav eingewechselt und erlief gleich einen zu kurzen Pass des Bergamo-Torhüters. In der Folge präsent und engagiert, aber stets unter großem Druck mit den Bergamo-Verteidigern in seinem Rücken. Große Wirkung konnte Demirovic so nicht entfalten.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Fabian Rieder (Note 3,5): Kam in der Schlussviertelstunde für Chris Führich ins Spiel, um die Offensivbemühungen nach dem Rückstand zu intensivieren. Konnte allerdings wenige Akzente setzen.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Pascal Stenzel wurde in der 81. Minute eingewechselt und bleibt ohne Bewertung.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Jarzinho Malanga feierte ab der 81. Minute sein Profidebüt. Eine Bewertung bekommt er für seinen beherzten Einsatz samt Schuss ans Außennetz nicht.

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