: Undav und Co. beißen sich an Sparta Prag die Zähne aus
Der VfB Stuttgart hat am zweiten Spieltag der Champions League 1:1 gegen Sparta Prag gespielt. Wir haben alle mindestens zehn Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Von
Heiko Hinrichsen, David Scheu und Christian Pavlic
Der VfB Stuttgart hat gegen Sparta Prag 1:1 gespielt. Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.
AFP/THOMAS KIENZLE
Alexander Nübel (Note 2,5): War beim Gegentor zum 1:1 durch einen perfekt getretenen Freistoß machtlos (32.) und zudem im ersten Durchgang zweimal mit der Latte im Bunde. Auszeichnen konnte sich der Keeper in den ersten 45 Minuten nicht, Fehler unterliefen ihm aber auch keine. Nach der Pause bewahrte er den VfB durch eine Glanztat mit dem linken Bein gegen Prags Birmancevic vor dem Rückstand (54.).
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Pascal Stenzel (Note 3,5): Rückte auf der Position des rechten Außenverteidigers für den verletzten Josha Vagnoman in die Startelf – und war früh mit Gelb vorbelastet, nachdem er in einem Zweikampf (12.) zu spät gekommen war. Vor allem in der Anfangsphase ab und an mit Abstimmungsproblemen mit seinem Nebenmann Rouault, aber ohne entscheidende Fehler. Nach gut einer Stunde ging er für Anrie Chase vom Feld.
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Jeff Chabot (Note 3): Bügelte früh einen Ballverlust von Stiller aus (2.), war danach aber auch nicht in jeder Aktion sattelfest – etwa in der 15. Minute, als Chabot ein Stellungsfehler nach einem langen Prager Einwurf unterlief.
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Anthony Rouault (Note 3): Startete erneut neben Jeff Chabot in der Innenverteidigung und hatte seine Mühe, sich der offensiven Wucht der Gäste entgegenzustellen. In der 10. Minute wäre es nach einem zu kurz geklärten Ball Rouaults fast gefährlich geworden, danach stabilisierte er sich.
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Maximilian Mittelstädt (Note 2,5): Knüpfte vom Start weg an seine zuletzt starken Leistungen als linker Außenverteidiger an und bereitete in der 7. Minute die Stuttgarter Führung durch eine präzise Flanke auf Enzo Millot vor. Vor dem 1:1 verursachte Mittelstädt allerdings den Freistoß, der zum Gegentor führte (32.). Mit zunehmender Spieldauer waren auch unpräzise Flanken dabei. Seinen Offensivdrang behielt er dabei aber stets bei und kam in der 69. Minute auch zu einem Abschluss aus der zweiten Reihe.
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Angelo Stiller (Note 3): Quer anstatt steil – das war zu häufig die Devise des Neu-Nationalspielers. Zum einen lag dies an den Mitspielern, die kaum Laufwege anboten. Zum anderen aber an der fehlenden Kreativität von Stiller. Positiv war, dass er nie aufgab.
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Atakan Karazor (Note 3,5): Als verbaler Antreiber wusste der Kapitän auf dem Platz zu gefallen. Auch Einsatz und Körpersprache stimmten. Allerdings war Karazor fußballerisch nicht die ordnende Kraft im Mittelfeld. Ging nach 76 Minuten für El Bilal Touré vom Feld.
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Jamie Leweling (Note 3,5): War mit viel Einsatz auf dem linken Flügel bei der Sache. Doch sein Zusammenspiel mit dem agilen Mittelstädt hinter ihm passte nicht immer. Viele Aktionen liefen ins Leere.
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Enzo Millot (Note 2,5): Stand in der 7. Minute goldrichtig und köpfte am langen Pfosten zum 1:0 ein. Vergab in der 47. Minute die Riesenchance zum 2:1. Millot hing Mitte der ersten Halbzeit leicht durch, war dann aber ein Aktivposten beim VfB.
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Deniz Undav (Note 3): Mit dem 28-Jährigen auf der Position hinter den Spitzen agierte der VfB in der Offensive zunächst variabel. Undav setzte die Mitspieler in der starken Anfangsphase gut ein – und sorgte selbst für Gefahr. Baute im Spielverlauf aber ab.
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Ermedin Demirovic (Note 3,5): Hing in der ersten Halbzeit ziemlich in der Luft. Steigerte sich nach der Pause. Doch seine Aktionen blieben letztlich glücklos. Ein Mittelstürmer wird vor allem an Toren gemessen. Musste nach 62 Minuten für Führich raus.
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Anrie Chase (Note 3,5): Kam nach gut einer Stunde für Pascal Stenzel als rechter Außenverteidiger ins Spiel – und bot eine unauffällige Aufstellung. Hinten weitgehend beschäftigungslos, vorne ohne große Impulse.
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Chris Führich (Note 2,5): Führte sich gleich mit mutigen Dribblings gut ein. Führichs Hereinnahme belebte das Offensivspiel des VfB. Darf diesen Teileinsatz nach leichter Formdelle auch als persönlichen Schritt nach vorne werten.
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El Bilal Touré (Note 3): Wurde in der Schlussviertelstunde für Atakan Karazor eingewechselt, als der VfB seine Offensivbemühungen erhöhte. Der Stürmer war an der Entstehung einiger Angriffe beteiligt, konnte aber letztlich nichts Entscheidendes initiieren.
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Fabian Rieder (ohne Bewertung)
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Der VfB Stuttgart hat am zweiten Spieltag der Champions League 1:1 gegen Sparta Prag gespielt. Damit hat die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß nun einen Punkt auf der Habenseite. Am kommenden Spieltag der Königsklasse geht es zu Juventus Turin (22. Oktober, 21 Uhr, Liveticker).
Im ersten Durchgang zeigten sich die Gäste aus Tschechien direkt hellwach und wirkten zielstrebiger. Der erste Treffer indes gelang den Schwaben – und das mit der ersten gefährlichen Aktion: Nach Flanke von Maximilian Mittelstädt war Enzo Millot mit dem Kopf zur Stelle und markierte das 1:0 (7.). Doch in der 32. Minute musste der VfB den Ausgleich hinnehmen. Kaan Kairinen verwandelte einen Freistoß direkt ins rechte obere Toreck. Mit dem 1:1 ging es vor 60.000 Zuschauern in die Kabinen – auch, weil der VfB bei zwei Aluminiumtreffern der Gäste durchaus Glück hatte.
Nach der Pause nahm das Team von Sebastian Hoeneß das Heft des Handelns in die Hand und erspielte sich bis zur 50. Minute gute Gelegenheiten durch Angelo Stiller, Enzo Millot und Ermedin Demirovic. Die Tschechen standen vorwiegend in der eigenen Spielhälfte und machten die Räume für die Brustringträger eng. In der 88. Minute scheiterte der eingewechselte Fabian Rieder an Sparta-Keeper Peter Vindahl – schlussendlich blieb es beim 1:1.
Wir haben alle mindestens 10 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.