Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Vagnoman sorgt für Feierlaune – die Noten für die VfB-Profis

Der VfB hat am fünften Spieltag beim 1. FC Köln mit 2:1 (1:1) gewonnen. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Von
Heiko Hinrichsen und David Scheu
Stuttgart
  • Freude über den ersten Saisonsieg in der Fremde: Kapitän Atakan Karazor (li.) und Torschütze Josha Vagnoman bejubeln den Erfolg beim 1. FC Köln.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Alexander Nübel (Note 2,5): Beim Gegentor zum 0:1 machtlos, als Kölns Jakub Kaminski in halbrechter Position frei vor ihm auftauchte und flach einschob. War kurz danach bei einem weiteren Flachschuss rechtzeitig unten. Ansonsten von den Kölnern lange Zeit wenig geprüft. Wenn er in der zweiten Halbzeit eingreifen musste, war der Nationalkeeper souverän zur Stelle. das macht einen guten Keeper aus.

    Pressefoto Baumann
  • Josha Vagnoman (Note 2,5): Für Lorenz Assignon hinten rechts in die Startelf gerückt, machte Vagnoman vom Anpfiff weg einen unsicheren Eindruck. Lief Gegenspieler Linton Maina ein ums andere Mal hinterher. Dann aber der große Knalleffekt im Spiel des Ex-Hamburgers, als er beherzt im Kölner Strafraum durchlief und das umjubelte 2:1 für den VfB erzielte (81.).

    Pressefoto Baumann
  • Luca Jaquez (Note 3,5): Konnte beim Gegentreffer zum 0:1 im Zweikampf mit Torschütze Kaminski nicht mehr entscheidend eingreifen. Obendrein fehlte dem Schweizer in einigen Aktionen die nötige Entschlossenheit und Klarheit in seinen Aktionen. Hielt sich auch im Spielaufbau zurück – und ließ daher gerade die Attribute vermissen, die ihn eigentlich stark machen. Machte nach 85 Minuten für Ameen Al-Dakhil Platz.

    Pressefoto Baumann
  • Jeff Chabot (Note 3): Der Ex-Kölner ging mit enormen Schwächen im Stellungsspiel in die Partie. Auch beim Kopfball, sonst seine Paradedisziplin, war Chabot einige Male nicht im Bilde. Das ist ungewohnt. Seine Verletzungspause hat den Abwehrchef ein wenig aus dem Tritt gebracht. Steigerte sich aber mit zunehmendem Spielverlauf.

    Pressefoto Baumann
  • Ramon Hendriks (Note 3,5): Rückte nach seinen zuletzt guten Leistungen auf die Position des linken Verteidigers, wo Stammkraft Maximilian Mittelstädt angesichts der englischen Wochen des VfB zunächst eine Pause bekam. Klar wurde in der Partie in Köln aber auch, dass der Allrounder seine Qualitäten eher in der Innenverteidigung hat. Machte seine Seite defensiv zwar zu. Doch nach vorne kam zu wenig. Ging nach gut einer Stunde für Mittelstädt vom Platz.

    Pressefoto Baumann
  • Atakan Karazor (Note 3): Der Kapitän rückte wieder in die Anfangsformation – und war bestrebt, durch einfache Pässe Sicherheit zu gewinnen. Das gelang im Großen und Ganzen, auch wenn der eine oder andere Ballverlust (22.) dabei war. Ohne Ball sehr fleißig und mit 6,2 Kilometern der lauffreudigste Stuttgarter im ersten Durchgang. Insgesamt ein präsenter Auftritt.

    Pressefoto Baumann
  • Angelo Stiller (Note 1,5): Der Regisseur verlor vor dem 0:1 den Ball unter Bedrängnis (4.) – war danach aber der Dreh- und Angelpunkt im Ballbesitzspiel des VfB. Stiller forderte und bekam praktisch jeden Ball, passte sicher (93 Prozent Quote in der ersten Hälfte) und leitete immer wieder Angriffe ein – wie beim 2:1, als er Vagnoman per präzisem Pass in die Schnittstelle bediente (81.).

    Pressefoto Baumann
  • Tiago Tomas (Note 3): Der Portugiese rückte auf der rechten Außenbahn in die Anfangsformation und sorgte mit einem Fallrückzieher für Torgefahr (16.). Danach aber tat sich Tomas schwer mit der Kölner Aggressivität und leistete sich einige Ballverluste unter Bedrängnis. Nach der Pause schloss er zweimal gefährlich ab: in der 52. Minute nach einer Stiller-Flanke per Hacke und in der 70. Minute mit einem ansatzlosen Schuss an den Außenpfosten. Danach wurde er ausgewechselt.

    Pressefoto Baumann/Volker Muelle
  • Bilal El Khannouss (Note 2,5): Hatte im zentralen offensiven Mittelfeld zwar keine Fülle an gefährlichen Aktionen – was El Khannouss tat, hatte aber Hand und Fuß. Der 21-Jährige ließ immer wieder seine technischen Fähigkeiten aufblitzen und fand auch unter Druck den Mitspieler. Direkt an torgefährlichen Szenen beteiligt war er im ersten Durchgang nicht.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Chris Führich (Note 4): Der Außenspieler bekam auf dem linken Flügel seine Startelf-Chance – allerdings merkte man Führich den fehlenden Rhythmus durchaus an. Zwar suchte er in seinen Aktionen den Weg zum Tor, richtig gefährlich wurden seine Zuspiele und Abschlüsse (18.) aber nicht.

    Pressefoto Baumann
  • Ermedin Demirovic (Note 2): Der Mittelstürmer besorgte das 1:1 praktisch im Alleingang, als er erst einen Elfmeter gegen Kölns Keeper Marvin Schwäbe herausholte und diesen dann unter gellenden Pfiffen sicher in die linke Ecke verwandelte (28.). Auch sonst mit vollem Einsatz und Chancen, etwa per Kopf (17.).

    Pressefoto Baumann
  • Maximilian Mittelstädt (Note 2,5): Kam nach einer Stunde für Ramon Hendriks als Linksverteidiger ins Spiel und bediente in der 67. Minute mit einer butterweichen Flanke Demirovic, der aber knapp im Abseits gestanden hatte. Kurz darauf schloss er per Volley nach einer Ecke ab (76.). Defensiv aufmerksam und mit einer wichtigen Rettungsaktion auf der Linie nach einer Ecke (78.).

    Pressefoto Baumann
  • Jamie Leweling (Note 2,5): Wurde in der 71. Minute für Führich auf dem Flügel eingewechselt und beschäftigte die Kölner Defensive mehrfach. Leweling suchte den Weg nach vorne, fand mit seinen Hereingaben aber letztlich keinen Mitspieler im Strafraum. In der Rückwärtsbewegung aufmerksam.

    Pressefoto Baumann
  • Badredine Bouanani (Note 3): Kam in der 71. Minute für Tiago Tomas ins Spiel und fügte sich nahtlos ein – wobei der bei einem Konter (90.) den Querpass nicht an den Mann brachte. Ansonsten aber fehlerfrei in seinen Aktionen.

    Pressefoto Baumann/Volker Muelle
  • Ameen Al Dakhil: Kam in der 85. Minute ins Spiel – zu spät für eine Bewertung.

    Pressefoto Baumann
  • Nikolas Nartey: Kam in der 85. Minute ins Spiel – zu spät für eine Bewertung.

    Pressefoto Baumann
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Das war der erste Auswärtssieg der noch jungen Saison: Der VfB Stuttgart hat in der Sonntagspartie beim 1. FC Köln mit dem 2:1 (1:1) drei Punkte mitgenommen. Damit hat der VfB nch fünf Spieltagen nun neun Punkte auf der Habenseite.

In der Domstadt musste die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion einen frühen Rückstand durch Jakub Kaminski verkraften (4.). Doch Ermedin Demirovic glich durch einen an ihm verursachten Elfmeter vor der Pause zum 1:1 aus (28.).

Ermedin Demirovic traf vom Elfmeterpunkt.

Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Nach dem Seitenwechsel tat sich dann in beiden Sechzehnern zunächst wenig. Dann wurde Josha Vagnoman zum Matchwinner, als er den Ball überlegt zum 2:1-Siegtreffer einschob (81.).

Am kommenden Liga-Spieltag geht es am nächsten Sonntag (15.30 Uhr) in der MHP-Arena gegen den 1. FC Heidenheim (Liveticker). Doch zuvor steht am Donnerstag (21 Uhr) das Gastspiel in der Europa League beim FC Basel an.

Alle Noten für die Weiß-Roten | Das Bundesliga-Livecenter

Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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