: VfB verliert Elferkrimi – Alexander Nübel machtlos
Der VfB Stuttgart hat im Supercup gegen Bayer 04 Leverkusen im Elfmeterschießen das Nachsehen. Wir haben alle mindestens 10 Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.
Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
Alexander Nübel (Note 3): Verschätzte sich gleich in der ersten Minute beim Herauslaufen in einer Situation, in der aber ohnehin auf Abseits entschieden wurde. Danach im ersten Durchgang mit einem soliden Auftritt, ohne dass er sich hätte großartig auszeichnen können. War bei allen Elfern machtlos.
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Pascal Stenzel (Note 2,5): Defensiv gewohnt solide, offensiv mit ungewohnt vielen Akzenten. Erst fand Stenzel mit einer scharfen Freistoß-Flanke Demirovic (13.), dann hätte er in der Nachspielzeit der ersten Hälfte um ein Haar zur Führung aus der Distanz getroffen – sein starker Abschluss klatschte aber an den Pfosten. In der Schlussphase ging er für Yannik Keitel vom Feld.
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Anthony Rouault (Note 3): Leistete sich auf der Innenverteidiger-Position einige Unsicherheiten und Ballverluste in der Anfangsphase, in der er mit dem Tempo der Partie ab und an so seine Probleme hatte. In der Folge stabilisierte sich Rouault in der hitzigen Partie.
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Jeff Chabot (Note 1,5): War der Turm in der Defensive, der immer wieder mit wichtigen Aktionen für Stabilität sorgte. Chabot hatte mehrfach die Kopfballhoheit, verteidigte aufmerksam und gewann wichtige Zweikämpfe. Ein starker Auftritt des Innenverteidigers, der es in der 67. Minute auch aus der Distanz versuchte.
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Maximilian Mittelstädt (Note 3): Stand auf der linken Verteidigerposition oft im Blickpunkt, wobei sich starke mit weniger starken Aktionen abwechselten. Vor dem 0:1 verlor Mittelstädt am zweiten Pfosten das entscheidende Kopfballduell gegen Tapsoba, wenig später bereitete er den Ausgleich mit einer präzisen Hereingabe auf Enzo Millot vor (15.). In der 55. Minute mit unglücklichem Stellungsspiel bei einem Bayer-Angriff. Nach einer Stunde ging er für Frans Krätzig vom Feld.
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Atakan Karazor (Note 2,5): Der Kapitän agierte vor der Abwehr als umsichtiger Ballverteiler, ohne dabei Spektakuläres zu tun. Lief aber immer wieder Löcher zu und war so der benötigte Stabilitätsanker.
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Angelo Stiller (Note 3): Gab den Pressing-Initiator, Steuermann, Metronom, Spielgestalter aus der Tiefe – Stiller hatte viele Rollen. Nicht so omnipräsent wie aus der Vorsaison gewohnt. Dennoch eine nahezu fehlerlose Partie in der Zentrale in der gewohnten Zuverlässigkeit, die ihn auch schon in der Vorsaison auszeichnete. Wurde nach rund einer Stunde ausgewechselt.
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Jamie Leweling (Note 4): Komplett unauffälliger Start in die Partie, konnte keinerlei Akzente setzen. Wirkte streckenweise neben der Spur – tat aber das, was man tun muss, wenn es nicht läuft: Er verrichtete viel Lauf- und Defensivarbeit, stellte sich in den Dienst der Truppe.
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Enzo Millot (Note 1.5): Millots Bemühungen wirkten erst etwas überhastet. Allerdings nicht in der 15. Minute. Erst leitete er die Aktion mit einer Verlagerung auf Mittelstädt erst ein, nahm dann seinen punktgenauen Flachpass direkt und traf zum Ausgleich. Im Spielverlauf immer da, wo es brannte. Initiierte viel, arbeitete viel, legte hier und da unnötig viel in Situationen, wie bei seiner Verwarnung nach 76 Minuten. Dennoch ein starker Auftritt inklusive verwandeltem Elfmeter.
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Chris Führich (Note 3.5): Wollte im ersten Durchgang in manchen Situationen zu viel. Mit seinem Sprint in der 34. Minute nach hinten machte er einiges wett, bärenstarke Defensivaktion. Wurde im Spielverlauf griffiger, blieb aber nicht zielstrebig genug. Seine Uneigennützigkeit in der 74. Minute ehrte ihn, kostete aber wohl das 3:1. Ging danach runter. Für ihn kam Justin Diehl.
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Ermedin Demirovic (Note 2.5): Vergab in der 13. Minute die Riesenchance zum schnellen Ausgleich, setzte seinen Kopfball aus der Nahdistanz unbedrängt über die Querlatte. Sein wuchtiger Alleingang nach feinem Rouault-Pass in die Tiefe war fast von einem Tor gekrönt –der Pfosten verhinderte einen Treffer. Im weiteren Verlauf so etwas wie der „Aggressive Leader“ des VfB. Ließ sich nichts gefallen, war immer mittendrin. Traf seinen Elfmeter.
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Deniz Undav (Note 2): Im Stile eines Goalgetters kam Undav in die Partie. Der Angriff kam über links, Undav lief am langen Pfosten durch – Fußspitze raus, erster Ballkontakt, Tor. Ließ eine weitere Großchance nach Führich-Vorlage ungenutzt. Verwandelte seinen Elfmeter.
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Silas (Note 3.5): Der Kongolese fügte sich gut ein, überzeugte mit der einen oder anderen guten Defensivaktion, konnte aber nach vorn nicht unbedingt die ganz großen Akzente setzen. Vergab seinen Elfmeter.
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Frans Krätzig (Note 3): Kam nach einer Stunde für Maximilian Mittelstädt ins Spiel – und führte sich gleich mit der ersten Aktion blendend ein, als er nach einem Flügellauf über links mit einer präzisen Hereingabe das 2:1 durch Deniz Undav vorbereitete. Auch danach sehr eingebunden ins Offensivspiel und mit wendigen Bewegungen in engen Räumen. Verwandelte seinen Elfmeter nicht.
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Justin Diehl soll über den linken Flügel angreifen.
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Yannik Keitel: Kam nach der 80. Minute und damit zu spät für eine Bewertung.
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Der VfB Stuttgart hat im Supercup der Fußball-Bundesliga gegen Bayer 04 Leverkusen verloren. Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß auch im vierten Versuch in den letzten Monaten noch immer keinen Sieg gegen Bayer erringen können. Am kommenden Wochenende geht es gegen den SC Freiburg im Breisgau (24. August, 15.30 Uhr, Liveticker) erstmals um Bundesliga-Punkte.
Es war eine rassige Partie auf des Messers Schneide, am Ende musste das Elfmeterschießen entscheiden und die vergebenen Versuche von Frans Krätzig und Silas entschieden den Supercup 2024.
Wir haben alle mindestens 10 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.