STZ+STZ+Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Vorne eiskalt, hinten schwach bei Standards – unsere Noten zum Spektakel in Berlin

Der VfB Stuttgart hat am 30. Bundesliga-Spieltag bim 1. FC Union Berlin 4:4 gespielt. Wir haben alle mindestens 10 Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Von
Dirk Preiß und Philipp Maisel
Stuttgart
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  • Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.

    AFP/JOHN MACDOUGALL
  • Alexander Nübel (Note 3): Der Keeper erlebte eine deprimierende erste Hälfte. Er bekam kaum Möglichkeiten, sich auszuzeichnen – musste aber viermal den Ball aus dem Netz holen. Nach der Pause hatte er extrem wenig zu tun, musste aber hellwach bleiben.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Leonidas Stergiou (Note 3): Der Schweizer spielte eine ordentliche erste Hälfte und fand eine ordentliche Balance zwischen Defensive und Offensive. Kleinere Schwächen beim ersten Kontakt machen ihm ab und an Schwierigkeiten. Nach dem Seitenwechsel versuchte er gemeinsam mit Enzo Millot über die rechte Seite Gefahr zu erzeugen. Das gelang immer wieder, ohne dann daraus noch ein Treffer entstand. Kurz vor Schluss ging er für Pascal Stenzel vom Platz.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Finn Jeltsch (Note 3): Das Defensivtalent durfte erneut von Beginn an ran und machte immer wieder Bekanntschaft mit der robusten Spielweise der Unioner. Jeltsch hatte in der ersten Hälfte einige wichtige Tacklings, in der Luft hatte er bei den Berliner Standardsituationen aber ebenso Probleme wie seine Nebenleute. Mit dem Ball agierte er von hinten heraus selbstbewusst und spielte eine gute zweite Hälfte.

    VfB Stuttgart/VfB Stuttgart
  • Jeff Chabot (Note 3,5): Der Abwehrspieler war nach seinen muskulären Problemen zwar rechtzeitig fit geworden, hatte aber von Beginn an große Probleme in den Zweikämpfen gegen die körperbetont agierenden Berliner Stürmer. Vor dem 0:2 verursachte er den Freistoß, kassierte dafür auch Gelb. Dass in der ersten Hälfte drei Gegentore nach Standards fielen, spricht auch nicht für den vermeintlichen Abwehrchef. Immerhin hatte auch er einen Anteil am Torfestival in Hälfte eins – Chabot traf zum 3:3. Nach der Pause verbesserte sich seite Zweikampfquote. In der 72. Minute ging er vom Platz, Ramon Hendriks kam.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Maximilian Mittelstädt (Note 2,5): Der Linksverteidiger war ion seiner Heimatstadt vom Start weg aufmerksam und fing den einen oder anderen Pass der Berliner ab. Stark war dann sein Zuspiel auf Deniz Undav, der in der 23. Minute zum 1:2 traf. Mittelstädt arbeitete fleißig daran, über links Druck zu entfalten, was gegen eine tief stehende Heimmannschaft schwer war.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Atakan Karazor (Note 3,5): Passsicher und mit cleverem Zweikampfverhalten in der Offensive, in der Defensive nicht immer vollends auf der Höhe. Schaffte es nicht, in den wilden Phasen des Spiels für Beruhigung und somit Stabilität zu sorgen – so lässt sich der Auftritt des Kapitäns über weite Strecken der Partie beschreiben. Ein lediglich durchschnittlicher Auftritt.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Angelo Stiller (Note 2): Dreh- und Angelpunkt im Stuttgarter Spiel. Ohne den Antreiber und Kreativkopf ging bei den Stuttgartern gar nichts. Sein aggressives Spiel nach vorn hinterließ aber auch eine Lücke, welche die Unioner mit flachem Vertikalspiel regelmäßig attackierten. War quasi an allen gefährlichen Situationen der Schwaben direkt oder indirekt beteiligt und kurbelte unermüdlich an.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Chris Führich (Note 2,5): Führich war ein Aktivposten im Stuttgarter Spiel. Wurde viel gesucht und streute immer wieder einmal einen langen Ball ein. Oft ohne Erfolg. Sein Tor zum zwischenzeitlichen 4:3 erzielte er in seiner ihm eigenen, unnachahmlichen Art. Grundsätzlich zeigte sich der Offensivmann verbessert, eine klare Steigerung zu seinen Auftritten der letzten Wochen.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Enzo Millot (Note 2,5): Der Franzose war viel unterwegs, kam vornehmlich über die rechte Seite und war für seine Gegenspieler schwer zu greifen. Erzielte mit einem Traumtor den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:2. Zwingend wurde seine Aktionen in der Folge nur noch selten, dem Franzosen ging der Punch ab. Dennoch ein sehr ordentlicher Auftritt des U21-Nationalspielers.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Deniz Undav (Note 2,5): Der Angreifer beendete seine Durststrecke, traf zum 1:2-Anschluss und initiierte das zwischenzeitliche 4:3 durch konsequentes Zweikampfverhalten. Agierte äußerst mannschaftsdienlich. Tauchte aber auch immer wieder minutenlang völlig ab. Man merkte ihm die mangelnde Matchpraxis an.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Ermedin Demirovic (Note 3): Die 11. Minute hätte ein Knackpunkt im Stuttgarter Spiel sein können. Demirovic wurde auf die Reise geschickt, tauchte völlig allein vor Rönnow auf, versagte aber dann kläglich. Doch es kam nicht dazu. Was auch mit dem nimmermüden Einsatz des Bosniers zu tun hatte, der unterm Strich aber zu wenig Torgefahr für einen Zentrumsstürmer ausstrahlte an diesem Samstagabend.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Ramon Hendriks (Note 4): Der Niederländer kam in der 72. Minute für Jeff Chabot in die Partie. Er begann solide, leistete sich aber ein unnötiges Foul, das in der Schlussminute für einen Freistoß und damit für Gefahr sorgte.

    Pressefoto Baumann/Alexander Keppler
  • Pascal Stenzel kam zu spät für eine Bewertung in die Partie.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Jacob Bruun Larsen kam wie Stenzel zu spät für eine Bewertung in die Partie.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
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