Ex-Stürmer des VfB Stuttgart: So geht es Sasa Kalajdzic in Linz: „Trage den VfB im Herzen“

Arbeitet sich als Leihspieler im Trikot des Linzer Sportvereins LASK wieder an sein Topniveau heran: der ehemalige VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic (re.).
IMAGO/Eibner EuropaEs geht in kleinen Schritten voran, doch der ehemalige VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic sieht nach drei Kreuzbandrissen langsam wieder Licht am Ende des Tunnels. „Ich habe gehofft, dass es etwas schneller geht. Ich mache mir aber keinen Stress“, sagt der Zweimetermann, der Anfang September quasi auf den letzten Drücker von den Wolverhampton Wanderers per Leihe zum Linzer Fußballverein LASK zurück in seiner österreichische Heimat gewechselt ist.
„Ich habe nie dran gedacht aufzuhören, weil ich noch so viel erreichen möchte – und auch erreichen werde“, sagt Kalajdzic dem „Life Radio LASK Podcast 1908“: „Ich möchte ein Beispiel sein gerade für junge Spieler, dass man sich trotz Rückschlägen nicht kleinkriegen lassen soll.“
Elf Wochen ist Kalajdzic nun beim LASK, der aktuell auf Platz sechs der österreichischen Bundesliga mit zwölf Teams steht. Noch hat der 28-Jährigen sportlich keine Bäume ausgerissen, gerade einmal vier Liga-Teileinsätze hat der 19-fache Nationalspieler des ÖFB absolviert. „Nach der Wintervorbereitung will ich dann voll angreifen“, sagt Kalajdzic, der am Mittwoch in Wien als Zuschauer mit dabei war, als sich Österreich unter Trainer Ralf Rangnick mit einem 1:1 über Bosnien-Herzegownia die WM-Tickets sicherte.
Doch vor allem denkt der Angreifer an die eigene Karriere. „Das Gesamtpaket passt. Ich muss hier nichts überstürzen. Mein Grundgedanke ist: Gehe einen Schritt zurück. Dahin, wo das Tempo niederiger ist – um den Körper zu stabilisieren und wieder den Rhythmus zu finden. Auch von der mentalen Seite her“, sagt Kalajdzic über seinen Entschluss, in Linz langsam wieder zu alter Stärke zurück zu finden.
Gleich zu Beginn seiner Stuttgarter Zeit in der Saison 2019/20 hatte sich der Stürmer beim gerade in die zweite Liga abgestiegenen VfB das Kreuzband erstmalig gerissen – und war zehn Monate ausgefallen. Im Sommer 2022 wechselte Kalajdzic dann für 18 Millionen Euro an Ablöse von Stuttgart in die Premier League nach Wolverhampton (Vertrag bis Sommer 2027), riss sich aber gleich bei seinem Debüt für die Wolves gegen Southhampton erneut das Kreuzband. Das hielt letztlich nach seinem Wechsel per Leihe zu Eintracht Frankfurt im Februar 2024 nach fünf Bundesligaspielen ein drittes Mal den Belastungen des Profifußballs nicht stand.
Gerne denkt Sasa Kalajdzic, der für den VfB in 57 Spielen 23 Tore schoss, auch im LASK-Podcast an Stuttgart zurück. „Es war die schönste Zeit meiner Karriere. Ich hatte dieses eine Jahr, wo ich einfach in Ruhe spielen konnte ohne irgendwelche gesundheitliche Probleme. Da habe ich gesehen, was möglich ist“, sagt der Stümer, der inzwischen mit Frau und Sohn in Linz lebt: „Der Nicht-Abstieg im letzten Heimspiel gegen Köln 2022 in letzter Minute war der emotionalste Moment meiner ganzen Laufbahn. Weil ich den VfB einfach im Herzen trage.“