Len wurde sechs Jahre alt
: Sven Ulreich trauert um Sohn – „Schritt für Schritt wieder ins Leben finden“

Der ehemalige Torhüter des VfB Stuttgart macht den Tod seines Kindes auf Social Media öffentlich. Der Schritt falle der Familie schwer, schreiben Ulreich und seine Frau.
Von
Michael Bosch
Stuttgart
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Sven Ulreich betrauert den Tod seines Sohnes.

IMAGO/DeFodi Images

Der ehemalige VfB-Keeper Sven Ulreich trauert um seinen Sohn Len. Der Junge starb im Alter von nur sechs Jahren. Das machte die aktuelle Nummer Drei im Tor des FC Bayern München nun öffentlich. Das Kind sei vor wenigen Wochen verstorben, teilten Ulreich und seine Frau Lisa auf Instagram mit.

In dem Posting heißt es: „In tiefer Trauer möchten wir heute mitteilen, dass unser Sohn Len vor wenigen Wochen nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist.“ Der Schritt dies nun publik zu machen, falle ihnen „unendlich schwer“, sei „aber wichtig, „um in unserem Umfeld und auch in der Öffentlichkeit Klarheit zu schaffen“.

Sven Ulreich: „Schritt für Schritt“ zurück ins Leben finden

Ulreich und seine Ehefrau haben auch eine Tochter. „Gemeinsam mit ihr versuchen wir nun, Schritt für Schritt wieder ins Leben zu finden“. Der 36-Jährige Torhüter hatte in der vergangenen Saison ab dem Spätherbst immer wieder Partien des Rekordmeisters verpasst.

Laut der Bild-Zeitung, die zuerst berichtete, habe „ein komplettes Karriereende“ deshalb zuletzt ebenfalls im Raum gestanden. Ulreich verlängerte aber unlängst seinen Vertrag bei den Bayern um ein weiteres Jahr – und ist zumindest für die bald startende Spielzeit als Ersatz für Manuel Neuer und Talent Jonas Urbig eingeplant.

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Lisa Ulreich auf der Tribüne der Allianz Arena.

Foto: imago images/ActionPictures

Sven Ulreich, der in Schorndorf im Rems-Murr-Kreis geboren wurde, war in der Jugend zum VfB gewechselt, nach guten Leistungen in der Zweiten Mannschaft, saß er auch immer wieder als Ersatz für Jens Lehmann auf der Bank des Profiteams. Ab der Saison 2010/11 beerbte er den WM-Torhüter von 2006, der seine Karriere beendete. Für den VfB bestritt Ulreich in der Folge 176 Partien in der ersten und zweiten Liga.

Zur Saison 2015/16 wechselte er für eine Ablöse von 3,5 Millionen Euro nach München, wo er von Anfang an als Ersatz für Neuer eingeplant war. Aufgrund von Verletzungen Neuers hütete Ulreich in der Saison 17/18 aber hauptsächlich den Kasten der Bayern. 2020 gewann er die Champions League, außerdem wurde er bislang neunmal deutscher Meister und dreimal Pokalsieger mit seinem aktuellen Club.