Neuzugang des VfB Stuttgart: Diehl-Verletzung überschattet Sieg des VfB II

Man sieht ihm die Schmerzen an: Justin Diehl (2. v. re.) fehlt dem VfB mindestens einige Wochen wegen einer Schulterverletzung.
Pressefoto Baumann/Hansjürgen BritschNach rund vier Minuten war der VfB Stuttgart II noch lange nicht auf der Siegerstraße im Duell mit dem FC Ingolstadt. Vielmehr war die Gefahr gegeben, der Heimauftritt in Aspach könne sich zu einem wirklich bitteren Ereignis entwickeln. Denn da verabschiedete sich bereits Justin Diehl in die Katakomben – und die Schmerzen waren dem Offensivspieler anzusehen.
Diehl war vor der Saison vom 1. FC Köln zum VfB gekommen, trainiert seitdem beim Bundesligateam, kam nun aber bei der zweiten Mannschaft in der Dritten Liga zum Einsatz. Doch dieser Einsatz war deshalb schnell beendet, weil er nach einem Foul des Ingolstädters Ryan Malone unglücklich auf die rechte Schulter fiel. Die Diagnose nach einer Nacht im Krankenhaus und einer MRT-Untersuchung: Schulterluxation, Diehl wird vier bis sechs Wochen ausfallen.
Immerhin: Der 19-Jährige muss nicht operiert werden. Und der VfB II feierte dennoch den zweiten Saisonsieg. Weil er den frühen Diehl-Schock schnell weggesteckt hatte.
Schon in der neunten Minute traf Leonhard Münst nach feiner Vorarbeit von Wahid Faghir zum 1:0. In der 19. Minute erhöhte der für Diehl eingewechselte Frederik Schumann. Die Gäste kamen dann zwar heran, doch noch vor der Pause traf Faghir per Foulelfmeter zum 3:1. „Wir haben eine gute Leistung gezeigt und waren vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut, als wir uns auch mit den notwendigen Toren belohnt haben“, sagte Markus Fiedler zufrieden.
Der FCI nur in der Luft im Vorteil
Der Trainer wusste aber auch: „Bei Standards war der FC Ingolstadt im Vorteil.“ Schon am 1:2 der Schanzer war nach einer hohen Hereingabe gefallen, auch beim 2:3 profitierten die Gäste von ihrer Lufthoheit. Am Ende war es aber VFB-Defensivspieler Lukas Laupheimer, der den Ball in der 62. Minute ins eigene Tor abfälschte.
So blieb bei einer knappen Führung für den VfB II spannend bis zum Ende, wirklich viele Ingolstädter Chancen ließ das Team von Markus Fiedler aber nicht mehr zu. „Ich habe uns in allen Phasen gut gesehen“, lobte er daher und bilanzierte: „Insgesamt ist es ein verdienter Sieg.“ Allerdings einer mit einem Wermutstropfen.
Am kommenden Samstag geht es weiter für den VfB II – mit dem Auswärtsspiel beim FC Energie Cottbus.