SC Freiburg gegen VfB Stuttgart
: So motiviert der Schwabe Julian Schuster die Südbadener

Das Landesduell zwischen dem SC Freiburg und dem VfB Stuttgart steht an – und SC-Coach Julian Schuster steht vor einer speziellen Herausforderung, wie er selbst sagt.
Von
Marco Seliger
Stuttgart

Bereit für das Duell mit dem VfB: Freiburgs Coach Julian Schuster.

IMAGO/Steinsiek.ch

Keine Frage: Für Julian Schuster (40) ist das Landesduell zwischen dem SC Freiburg und dem VfB Stuttgart immer etwas Besonderes. Geboren in Bietigheim, Fußball gespielt beim FV Löchgau und später beim VfB (von 2005 bis 2008) und dann seit 2008 komplett beim SC Freiburg aktiv (seit der vergangenen Saison als Chefcoach): Allein durch seine Vita wird die Partie gegen den VfB stets speziell bleiben für den früheren SC-Kapitän.

Zu hören war das jetzt wieder bei der Pressekonferenz, die Schuster vor dem Bundesliga-Heimspiel an diesem Samstag gegen den VfB (15.30 Uhr) gab. Da sagte eine Reporterin bei einer Frage, dass es angesichts des Freiburger Fehlstarts mit zwei Niederlagen aus den ersten beiden Partien ja jetzt gegen den VfB gar nicht so sehr um die Rivalität gehe, sondern eher darum dass beim Sport-Club das Selbstvertrauen zurückkomme.

Julian Schuster und die Rivalität mit dem VfB

Schuster grinste und setzte dann den Konter. „Ich wüsste nicht, warum die Rivalität nicht da sein sollte, daran ändern auch unsere vergangenen Ergebnisse nichts“, sagte er. Und weiter: „Die Rivalität mit dem VfB kann uns auch dabei helfen, die Energie, die wir benötigen, auf den Platz zu bekommen.“ Man habe die Sache mit der Rivalität mit dem VfB sogar intern im Team angesprochen, so Schuster weiter: „Das ist ein individuelles Thema für jeden Einzelnen, aus dem er Motivation entwickeln kann.“

Denn, so sagte das Freiburger Coach weiter, es gebe für den einen oder anderen seiner Spieler vergangene Erlebnisse und Erfahrungen gegen den VfB, die nun dabei helfen könnten, sich persönlich in einen guten Zustand zu bringen: „Und wir wissen auch, was das Spiel für unsere Fans bedeutet – ich glaube, das sind Voraussetzungen, die ganz gut sein können, um das Derby jetzt vor sich zu haben.“

Der SC Freiburg gewinnt vor einem Jahr gegen den VfB

Schuster sagt zum Spiel gegen den VfB ja immer Derby – in Stuttgart firmiert die Partie zwischen Freiburg und den Weiß-Roten ja meist eher als Landesduell. Sei’s drum, entscheidend is‘ auf’m Platz – und da gewann der SC in der vergangenen Saison am ersten Spieltag zuhause mit 3:1 gegen den VfB.

Treffen wieder in Freiburg aufeinander: VfB-Trainer Sebastian Hoeneß (li.) und sein Kollege Julian Schuster.

Foto: Baumann

Damit es jetzt wieder so kommt, braucht es die richtige Einstellung und Motivation – auch darüber sprach Schuster auf der Pressekonferenz noch weiter, als er von einem Reporter gefragt wurde, wie man denn als Schwabe eine glaubwürdige Motivationsrede in der Kabine hinbekomme, um zu vermitteln, welch große Bedeutung das Duell gegen den VfB für Südbaden hat.

Schuster grinste wieder – und antwortete dies: „Die Kunst ist es, als Trainer auch immer wieder im richtigen Moment die Dinge abzugeben und lieber einen Südbadener die Ansprache halten zu lassen, als es selbst zu tun – da haben wir den einen oder anderen im Kader, den wir auswählen können.“ Nach kurzer Kunstpause ergänzte der Schwabe Schuster dann aber noch dies: „Dennoch ist es so, dass ich schon so lange hier in Freiburg bin, dass ich mich auch schon als Südbadener fühle und das im Notfall schon auch selbst hinbekomme.“

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