Stürmer des VfB Stuttgart: Wo sich Deniz Undav seinen Sieger-Döner gönnt

Deniz Undav isst gerne mal einen Döner. Am liebsten im Stuttgarter Westen.
privat/Pressefoto Baumann/Collage StZNDeniz Undav vom VfB Stuttgart gehört aktuell wohl zu den interessantesten Stürmern Europas und ist beliebt wie nie. In der Liga trifft der 27-Jährige derzeit wie am Fließband. RB Leipzig schoss Undav fast im Alleingang ab. In Freiburg legte er zuletzt durch sein Führungstor den Grundstein für den souveränen Auswärtssieg. An 18 Toren war der Stürmer bereits beteiligt – 13 davon erzielte er selbst. Ob mit links oder rechts – der sympathische Deutsch-Türke ist vor dem Tor derzeit kaum zu stoppen.
Der Lohn: Bundestrainer Julian Nagelsmann soll dem Stürmer bereits zugesichert haben, ihn für die nächsten beiden Länderspiele gegen Frankreich (23. März) und die Niederlande (26. März) zu nominieren. Auch DFB-Boss Rudi Völler ließ am Rande des Pokalspiels in Leverkusen durchblicken, dass Undav seine Nominierung sicher habe.
Nagelsmann-Nominierung für Deniz Undav kommt wohl im März
Dabei begann die Fußball-Karriere des Stürmers alles andere als optimal. In der Jugend des SV Werder Bremen wurde er einst als Elfjähriger aussortiert – aufgrund seiner Döner-Leidenschaft. „Ich bin relativ spät gewachsen und war ein bisschen pummeliger, weil ich ein bisschen viel Döner gegessen habe. In Folge dessen hat es dann auf dem Weg in die U15 nicht mehr geklappt. Dort hat mir der Trainer gesagt, es ist besser, wenn du dir einen neuen Verein suchst. Ich brauche große Spieler, du bist mir zu dick“, so Deniz Undav.
„Das war wie ein Schlag ins Gesicht. Ich bin da reingegangen mit der Ambition, ich werde Profi – ich mache meine Familie stolz. Aber so ist es eben manchmal im Leben. Man muss wieder aufstehen und das habe ich geschafft“, so Undav gegenüber Sky weiter. Und die Liebe zum Döner hat sich der 27-Jährige nicht nehmen lassen – auch nicht in Stuttgart. „Ich esse immer noch gern Döner, aber ich schaue schon, dass ich in der Woche nicht zu viel Junkfood esse“, so Undav, dessen Freundin Tanja ebenfalls ein Auge auf die Ernährung des Stürmers hat.
Kebaphaus am Feuersee freut sich über Besuche
Auch die Frage, wo Undav in Stuttgart gerne seinen Döner isst, ist geklärt. Im Kebaphaus am Feuersee. Dort kennt man den VfB-Star nur zu gut. „Er kommt immer mal wieder vorbei – zuletzt nach dem Spiel gegen Leipzig – und bestellt in der Regel klassisch Döner, meistens zum Mitnehmen. Er mag es nicht so, wenn sich alles um ihn dreht. Daher holt er lieber ab“, so Ali Abdi, der im Kebaphaus arbeitet.
„Er ist total nett und freundlich. Wir sind stolz darauf, dass er zu uns kommt“, erzählt er weiter. Gegen Leipzig sei er mit Kollegen im Stadion gewesen – Undav hätte sie sogar kurz gegrüßt, berichtet Abdi, der gerne die gesamte Mannschaft des VfB einmal zu sich in das Lokal an der Silberburgstraße in Stuttgart-West einladen würde. Und vielleicht hat er und das Team im Kebaphaus ja sogar bald einen Nationalspieler als Gast. Wenn Undav so weiter macht, ganz bestimmt.