Uefa Youth League: Die VfB-U19 überrennt Atalanta Bergamo früh

Impressionen vom Youth-League-Spiel der VfB-U19 gegen Atalanta
Pressefoto Baumann/Hansjürgen BritschTopspiel-Alarm in der Uefa Youth League. Der VfB Stuttgart empfing vor 1.751 Zuschauern Atalanta Bergamo. Mit drei Siegen aus drei Spielen im europäischen Wettbewerb reisten die Italiener ins Gazi-Stadion auf der Waldau. Zu den neun Punkten kam das geteilt beste Torverhältnis der 36 Teams (+7). Die VfB-U19 von Trainer Nico Willig startete ebenfalls mehr als ordentlich. Auf eine knappe Niederlage bei Real Madrid (0:1) folgten zwei Siege gegen Sparta Prag (3:0) und zuletzt spektakulär in letzter Sekunde bei Juventus Turin (3:2).
Ein Topspiel sollte es aber nur von einer Seite aus werden. Denn mit dem Halbzeitpfiff war die Partie schon so gut wie entschieden. Ausschlaggebend dafür war eine ereignisreiche Anfangsphase. Matheos Tsigkas knipste nach einem Gestochere im Fünfmeterraum schon in der neunten Minute zum 1:0 . Nach 22 Minuten durfte dann Eljot Bujupi per Foulelfmeter auf 2:0 erhöhen. Wenig später schwächte sich die Bergamo-Elf dann auch noch selbst. Einen langen Ball aus der Verteidigung ersprintete Benjamin Boakye vor dem herauseilenden Atalanta-Keeper Piotr Pardel, der chancenlos zu spät kam. Trotzdem zog der Torwart aus der U23 der Italiener nicht zurück und räumte den Stuttgarter etwa 20 Meter vor dem Tor ab – glasklare Rote Karte und Unterzahl.
Vor dem Halbzeitpfiff legten die Schwaben dann noch in Person von Boakye nach. Der einzige Profi aus dem Kader des VfB II, den Nico Willig aufbot, traf zum 3:0 in der 42. Minute per sauberem Abschluss vom Sechzehner. Auf den 1:3-Anschlusstreffer von Mattia Arrigoni antworteten die Schwaben in der zweiten Halbzeit dann noch in der 74. Minute mit dem 4:1-Endstand durch Doppelpacker Bujupi. Das Ergebnis hätte sich sogar noch höher gestalten lassen. Somit zieht die U19 des VfB Stuttgart nach Punkten mit Atalanta Bergamo gleich und steht zwei Spieltage vor dem Ende der Ligaphase in der Top 5 der Youth League.
„Heute finde ich kein Haar in der Suppe. Meine Mannschaft hat ein Statement gesetzt“, freute sich ein zufriedener Trainer Nico Willig über die Leistung seiner Mannschaft, die die bisher in der Youth League immer siegreichen Bergamasken „über eine Halbzeit lang an die Wand gespielt haben.“ Weiter geht es für Willig und sein Team am Abend in der MHP Arena, dort werden sie die Champions-League-Partie der Profis gemeinsam verfolgen. „Ich hoffe, sie machen es uns nach“, blickte der Trainer schon einmal voraus.
