VfB bei Celtic Glasgow
: Kantersieg im Celtic Park – VfB macht großen Schritt Richtung EL-Achtelfinale

Der VfB Stuttgart ist am Donnerstag im Hinspiel der Europa-League-Playoffs bei Celtic Glasgow zu Gast gewesen – und ging als Sieger vom Platz. Matchwinner war Bilal El Khannouss.
Von
red/dpa
Stuttgart
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  • Die VfB-Profis feiern im Celtic Park einen Auswärtssieg.

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  • Mit dem ersten Torschuss geht der VfB in der 15. Minute in Führung. Undav passt per Hacke zu El Khannouss. Der zieht aus 14 Metern zentraler Position ab. Schmeichel kann den mittigen Schuss nicht parieren und so gehen die Stuttgarter früh in Führung.

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  • Die schnelle Antwort der Gastgeber (21. Minute): Karazor will den Ball auf links zu Hendriks bringen und schießt dabei Nygren an. Dadurch springt die Kugel vor den Mittelfeldspieler, der frei im Sechzehner nur noch Nübel umrunden muss und den Ball aus sieben Metern ins leere Tor schiebt.

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  • Der VfB schlägt kurze Zeit später (28. Minute) zurück: Stillers Flanke wird tückisch abgefälscht. Dadurch kommt eine Bogenlampe in den Sechzehner, die genau auf dem Kopf von El Khannouss landet. Völlig blank steht der Doppeltorschütze vor dem Kasten und köpft die Kugel aus sechs Metern in die rechte Ecke. Schmeichel hat keine Chance.

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  • Chabot sieht in der 50. Minute die Gelbe Karte in einem Zweikampf mit Čvančara. Damit fehlt der Abwehrchef im Rückspiel. Hoeneß lässt die Verwarnung nicht unkommentiert.

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  • Dann (57. Minute) packt Leweling plötzlich den rechten Huf aus! El Khannouss verlängert einen Einwurf zu Demirović, der die Kugel vor dem Sechzehner zu Leweling querlegt. Der legt sich den Ball 20 Meter vor dem Kasten zurecht und zieht mit Rechts ab. Sein Schuss ist wuchtig und springt vor Schmeichel nochmal auf, doch erneut sieht der Keeper nicht gut aus.

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  • Drei Minuten später zappelt der Ball erneut im Netz von Celtic – doch Demirović steht bei seinem Abschluss nach Betrachtung der Bilder knapp im Abseits.

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  • Tiago Tomás macht den Deckel endgültig drauf und das nimmt viel Druck aus dem Rückspiel. Nartey steckt die Kugel auf der rechten Seite zu Tiago Tomás in den Sechzehner durch, der den Ball einmal mitnimmt und aus neun Metern an Schmeichel vorbei in den Winkel jagt.

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  • Nach dem 4:1 ist nur noch die Stuttgart-Kurve zu hören.

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Dank Doppelpacker Bilal El Khannouss, Jamie Leweling und Tiago Tomás hat der VfB Stuttgart glänzende Aussichten auf das erste Europapokal-Achtelfinale seit 13 Jahren. Mit dem verdienten 4:1 (2:1) im emotionalen Auswärts-Auftritt beim schottischen Meister Celtic Glasgow stehen die Schwaben vor dem Playoff-Rückspiel in der Europa League am kommenden Donnerstag sehr gut da.

Unbeirrt von der außergewöhnlichen Atmosphäre im Celtic Park führten der marokkanische Afrika-Cup-Vizemeister El Khannouss (15. Minute/28.), Nationalspieler Leweling (57.) und Tomás (90.+3) die Schwaben zum Erfolg. Mit ihren Toren dämpften sie die Stimmung bei den Celtic-Fans, die nur nach dem fatalen Fehlpass von Kapitän Atakan Karazor (21.) am eigenen Strafraum jubeln durften. Benjamin Nygren traf zum zwischenzeitlichen 1:1.

Im Falle des Weiterkommens würde der DFB-Pokalsieger von Trainer Sebastian Hoeneß auf den FC Porto oder Sporting Braga aus Portugal treffen. Der SC Freiburg als zweiter Bundesliga-Vertreter hatte sich in der Ligaphase direkt für die Runde der besten 16 qualifiziert.

VfB bremst Stimmung auf den Rängen aus

Abgesehen vom Patzer vor dem Ausgleich überzeugten die Schwaben und nahmen den Celtic-Anhängern früh den Enthusiasmus. Von der ungewöhnlichen Widrigkeit, dass das erste Europapokal-K.o.-Rundenspiel des VfB seit 2013 schon nach wenigen Sekunden für ein paar Minuten unterbrochen war, ließen sie sich dabei nicht stören. Der Grund war auf den TV-Bildern nicht ersichtlich. Wie der VfB mitteilte, schmissen Celtic-Fans Tennisbälle auf den Rasen.

Als es dann weiterging, erwischte der Bundesliga-Vierte den erhofften Start. Ausgangspunkt des 1:0 war ein kurzer Abschlag von Celtic-Keeper Kasper Schmeichel. VfB-Innenverteidiger Finn Jeltsch entschied das Kopfballduell für sich, Deniz Undav legte per Hacke vor. Mit dem linken Fuß per Flachschuss schloss El Khannouss relativ zentral ab, Schmeichel konnte nicht parieren.

VfB nach Gegentor-Geschenk effizient

Beim heftigen Defensiv-Schnitzer des unter Druck geratenen Karazor nach Zuspiel von Keeper Alexander Nübel hatte Nygren dann keine Probleme, den VfB-Torhüter zu umkurven und zum Ausgleich einzuschieben.

Ohne diesen Schnitzer hätte die Hoeneß-Elf schon vor der Pause für eine komfortable Situation sorgen können, führte dann aber erst einmal nur knapp. Nach einer abgefälschten Flanke von Angelo Stiller legten die Stuttgarter mit dem erfolgreichen Kopfball von El Khannouss wieder vor.

Damit zeigte der VfB die Effizienz, die sich in den vergangenen Monaten in den Auswärtsauftritten der Europa League als Schwachpunkt herauskristallisiert hatte. Bei beiden Treffern machte es die Celtic-Defensive El Khannouss aber nicht allzu schwer.

Abwehrchef muss im Rückspiel zuschauen

Das 3:1 fiel zu einem wichtigen Zeitpunkt, der schottische Traditionsverein hatte den VfB gerade ein wenig mehr unter Druck gesetzt. Aus rund 20 Metern zog Leweling ab, der Ball sprang auf dem Rasen auf und über den rechten Arm des Keepers. Ermedin Demirovic und Co. jubelten wenig später schon wieder, doch der vermeintliche Doppelschlag zählte wegen einer Abseitsposition nicht.

Zahlreiche Celtic-Fans machten sich dennoch vorzeitig auf den Heimweg. So sahen sie das Tor von Tomás in der Nachspielzeit nicht mehr. Verzichten muss der VfB im Rückspiel auf Abwehrchef Jeff Chabot, der gelbgesperrt fehlen wird.

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