Zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart geht es diesmal überraschend unspektakulär zu. Im Netz huldigen die Fans der Schwaben vor allem einen Spieler.
Stuttgart-Keeper Alexander Nübel zeigte eine überragende Leistung gegen Leverkusen.
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Am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga ging es für den VfB Stuttgart auswärts zum amtierenden Deutschen Meister. Zahlreiche VfB-Fans machten sich am Freitagabend auf den Weg nach Leverkusen.
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Shakehands der derzeit wohl beiden spannendsten Trainer der Fußball-Bundesliga: Leverkusens Xabi Alonso und VfB-Coach Sebastian Hoeneß. Letzterer schickte nach der Großrotation unter der Woche wieder sein Stammpersonal aufs Feld.
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Doch für einen der Stammkräfte war die Partie schnell vorbei: Jamie Leweling setzte in der dritten Spielminute zum Sprint an und fasste sich plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht an den linken Oberschenkel. Der Neu-Nationalspieler musste verletzungsbedingt vom Feld.
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Für ihn kam Fabian Rieder in die Partie, der sich zuletzt mit starken Einsätzen ohnehin aufgedrängt hatte.
Die Leverkusener um Superstar Florian Wirtz erwischten den etwas aktiveren Start. Großchancen waren jedoch zunächst auf beiden Seiten Mangelware.
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Erstmals wirklich gefährlich wurde es nach einer Ecke der Leverkusener in der 18. Minute: Atakan Karazor und Maximilian Mittelstädt konnten Leverkusens Edmond Tapsoba nicht am Kopfball hindern. Sein Versuch rauschte nur knapp am langen Eck vorbei.
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In der 32. Minute zappelte der Ball dann nach einem Abschluss von Jeremie Frimpong im Stuttgarter Netz. Doch der Ball war bei der Vorarbeit von Victor Boniface bereits im Toraus; der Treffer zählte nicht. Weil es eindeutig war, folgten auf die Entscheidung von Schiedsrichter Daniel Siebert keine Leverkusener Proteste.
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Zum Ende der ersten Hälfte wurde Leverkusen zunehmend dominanter und vor allem durch Standards immer wieder gefährlich. In der 41. Minute war es erneut Tapsoba, der am ersten Pfosten zum Kopfball kam und die Latte traf; Sekunden vor dem Halbzeitpfiff traf Boniface nach einer Leverkusener Ecke ebenfalls Alu – doppelt Glück für den VfB vor der Pause.
Und mit Leverkusener Alutreffern ging es in Hälfte zwei gleich weiter: Aus etwa elf Metern kam Boniface frei vor VfB-Keeper Alexander Nübel zum Abschluss; sein satter Schuss knallte an den rechten Pfosten. Die Führung für Leverkusen wäre zu diesem Zeitpunkt längst hochverdient.
Die Stuttgarter Offensive um Deniz Undav hingegen fand kaum in die Partie.
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Nach einer Stunde sollte dann Chris Führich das VfB-Offensivspiel beleben. Er kam für Fabian Rieder, der nach seiner Einwechslung in der achten Spielminute von VfB-Coach Hoeneß schon wieder vom Feld geholt wurde.
Und Führich leitete direkt mal die erste große Chance für den VfB ein: Im Sechzehner spielte er quer auf Undav, der den Ball gefühlvoll aus der Luft aufs lange Eck zog – die gefährlichste Aktion des VfB bis zu diesem Zeitpunkt.
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Dann musste der VfB aber direkt wieder zittern: Erst köpfte Leverkusens Frimpong freistehend aus fünf Metern knapp daneben (66.), dann ließ sich Anthony Rouault im Laufduell mit Boniface zu leicht abschütteln. Frei vor dem Tor scheiterte der Stürmer aber an VfB-Keeper Nübel, der sein Team im Spiel hielt (73.).
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Leverkusen lief in der Folge weiter an, doch die VfB-Defensive stabilisierte sich in der letzten Viertelstunde der Partie. Am Ende zitterte sich der VfB zum torlosen Remis gegen den amtierenden Deutschen Meister.
Kein Spektakel, kein Sieger: Vizemeister VfB Stuttgart und Double-Gewinner Bayer Leverkusen treten nach einem überraschend trägen Topspiel in der Fußball-Bundesliga auf der Stelle. Die beiden Spitzenteams der Vorsaison trennten sich am Freitagabend in Leverkusen trotz klarem Chancenplus für die Werkself bei hitziger Atmosphäre 0:0 und drohen den Titelkampf bereits früh aus den Augen zu verlieren.
Der starke VfB-Torhüter Alexander Nübel meinte: „Am Ende können wir glücklich sein, dass wir das Spiel nicht verlieren.“ Auf der Internetplattform X (früher Twitter) feiern die Fans der Schwaben den Stuttgarter Keeper als Mann des Spiels.
„Leverkusen war in der Offensive und in der Defensive stärker, deshalb sind wir zufrieden mit dem Punkt. Mehr war nicht drin heute“, sagte der Stuttgarter Kapitän Atakan Karazor bei DAZN. Dennoch nehmen die VfB-Fans viel Positives aus dem Spiel mit.
In der Vorsaison und im Supercup im August hatten sich die beiden Top-Teams ein Offensiv-Spektakel geliefert, selbst Bayer-Coach Xabi Alonso an der Seitenlinie sei nach „jedem Spiel kaputt“ gewesen, sagte der Meister-Trainer im Vorfeld der Partie.
Am Freitagabend aber tasteten sich beide Mannschaften in der Anfangsphase erstmal ab. Die Anhänger des VfB Stuttgart geben sich mit der Defensivleistung zufrieden.
Das nervt die Schwaben: Die VfB-Fans hadern mit dem Schiedsrichter und den Leverkusener Spielern, die sich ihrer Meinung nach zu oft beim Schiedsrichter beschweren.
Am nächsten Spieltag geht es für den VfB Stuttgart im Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt (Sonntag, 10. November, 17.30 Uhr).