VfB Stuttgart
: Die bitteren Tränen des Justin Diehl

Weil er vor dem Gegentor zum 1:1 den Ball im Mittelfeld verloren hat, ist der offensive Mittelfeldspieler untröstlich. Doch der Trainer Sebastian Hoeneß nimmt Diehl in Schutz – und die Kollegen in die Pflicht.
Von
Heiko Hinrichsen
Stuttgart
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  • Aufmunterung von Ermedin Demirovic (Mitte) und Ramon Hendriks (re.): VfB-Offensivspieler Justin Diehl ist nach dem Schlusspfiff niedergeschlagen.

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  • Sebastian Hoeneß hatte mit dem VfB Stuttgart zuletzt zwei Pflichtspiele in Folge gewonnen.

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  • Der VfL Wolfsburg war mit Trainer Ralph Hasenhüttl nach vier sieglosen Begegnungen in Folge nach Stuttgart gereist.

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  • Die VfB-Fans zeigten zu Beginn einen Riesen-Choreo.

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  • Ramon Hendriks spielte von Beginn an.

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  • Beide Mannschaften hatte Chancen in der ersten Hälfte – wie Jamie Leweling nach einem Freistoß in der 20. Minute.

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  • Dennoch blieb es zur Pause beim 0:0.

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  • In der zweiten Halbzeit dominierte der VfB das Spiel. Nick Woltemade wurde eingewechselt und traf zum 1:0.

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  • Doch dann kam Wolfsburg zurück, erzielte zunächst in der 77. Minute den Ausgleich – und dann traf Mohamed Amoura (rechts) per Elfmeter zum Endstand von 2:1.

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  • Eine bittere Niederlage für Atakan Karazor und den VfB.

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Die VfB-Kollegen waren kurz nach dem Abpfiff der Partie gegen den VfL Wolfsburg noch auf dem Platz schnell zur Stelle, um ihren untröstlichen Mitspieler in die Mitte zu nehmen – und moralisch wieder aufzubauen. Denn Justin Diehl, der in der 70. Minute für Jamie Leweling eingewechselt worden war, ihm liefen die Tränen über das Gesicht.

Der Grund dafür lag auf der Hand: In der 77. Minute hatte der Youngster, der nach seiner langen Verletzungspause zu seinem ersten Einsatz gekommen war, im Mittelfeld den Ball verloren. Mit Folgen: Denn der Konter der Wolfsburger landete letztlich beim Ex-Stuttgarter Tiago Tomas, der zum 1:1 traf.

Hoeneß nimmt den Spieler in Schutz

„Er will der Mannschaft immer helfen und hatte das Gefühl, das in dieser Situation nicht getan zu haben“, sagte der VfB-Trainer Sebastian Hoeneß, der Justin Diehl seinerseits in der Kabine beruhigte – und ihm Mut zusprach: „Er hat sich einen Kopf gemacht. Das zeigt sehr gut, wie der Junge tickt. Denn er hat nicht die geringste Schuld an dem Gegentor zum 1:1.“

Vielmehr müssten sich die Kollegen Gedanken über ihre Abwehrarbeit machen. „Du kannst in dieser Zone den Ball verlieren“, sagte Hoeneß: „Wir müssen aber auf die Reaktionen innerhalb der Mannschaft auf diesen Ballverlust reden.“

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