VfB Stuttgart Frauen
: Der neue Coach der VfB-Frauen kommt vom SC Freiburg

Die Frauen des VfB Stuttgart haben einen neuen Cheftrainer. Nico Schneck übernimmt für Heiko Gerber – und vollzieht dafür den Schritt aus Baden nach Württemberg.
Von
Dirk Preiß
Stuttgart
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Nico Schneck (li.) soll die Frauen des VfB Stuttgart zum Aufstieg führen. VfB-Manager Sascha Glass hat den 38-Jährigen als Nachfolger von Heiko Gerber verpflichtet.

VfB

Zwei Tage nach der Freistellung von Heiko Gerber hat der VfB Stuttgart einen neuen Cheftrainer für seine Frauenmannschaft vorgestellt. Vom SC Freiburg kommt Nico Schneck nach Stuttgart und soll mit dem VfB-Team den Aufstieg in die erste Liga vollends unter Dach und Fach bringen. Am vergangenen Sonntag verlor der VfB die Tabellenführung nach der eigenen 2:4-Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 im Rekordspiel in der MHP-Arena an den SC Sand. Zwar ist auch der Zweite aufstiegsberechtigt, der Vorsprung auf Rang drei beträgt nun aber nur noch drei Punkte.

Nun also soll der 38-jährige Nico Schneck den erneuten Durchmarsch vollenden – und kann dabei auf eine eigene Erfahrung in Sachen Bundesligaaufstieg blicken. Das Frauenteam des MSV Duisburg führt er im Frühjahr 2022 in die Bundesliga. „Er hat bei seinen Stationen in Duisburg und zuletzt in Freiburg sowohl als Cheftrainer als auch als Co-Trainer sehr gute Arbeit geleistet“, sagt daher Sascha Glass, der General Manager für den Frauenfußball beim VfB Stuttgart.

Schneck stammt aus Pfullendorf und ist seit 2020 als Trainer im Frauenfußball tätig. Nach seiner Zeit in Duisburg, die im April 2023 endete, arbeitete er zunächst für den Deutschen Fußball-Bund (DFB), von 2024 an dann beim Bundesligateam des SC Freiburg. Als Co-Trainer, aber auch zeitweise als Vertreter von Cheftrainerin Theresa Merk während deren Babypause. Nun vollzieht er den Wechsel aus Baden nach Württemberg, wo der VfB vor dreieinhalb Jahren ein ambitioniertes Projekt gestartet hat.

Von der viertklassigen Oberliga hat es der VfB in drei Jahren in die zweite Liga geschafft, hier soll sofort der Durchmarsch in die Bundesliga gelingen. Dafür wurde das Team Jahr für Jahr um erstligaerfahrene Spielerinnen und große Talente ergänzt. Als Trainer hatte der Ex-Profi Heiko Gerber die Entwicklung der Mannschaft vorangetrieben. Er soll dem verein in anderer Funktion erhalten bleiben.

Heiko Gerber hat die VfB-Frauen von der Oberliga bis in die zweite Liga geführt.

Foto: Baumann/Hansi Britsch

„Die Chance, den Posten bei einem großen und traditionsreichen Club, wie es der VfB ist, zu übernehmen, erfüllt mich mit Freude und großer Demut“, sagte zum Start Nico Schneck, der am Donnerstagnachmittag seine erste Einheit bei den VfB-Frauen leitete. „Nico kam mit der Bitte um eine vorzeitige Vertragsauflösung auf uns zu“, sagt Birgit Bauer-Schick, in Freiburg Bereichsleiterin für den Frauen- und Mädchenfußball, „diesem Wunsch sind wir gefolgt.“

Der neue Mann bei den VfB-Frauen „brennt für seine neue Aufgabe bei uns, ist hochmotiviert und sehr empathisch“, versichert Sascha Glass, „wir sind davon überzeugt, dass er gut in unser Team passt und der Mannschaft einen neuen Input geben kann.“

Sechs Spiele stehen in der zweiten Liga der Frauen noch aus. Am kommenden Sonntag (14 Uhr) trifft der VfB auswärts bei Turbine Potsdam an.

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