VfB Stuttgart gegen 1. FC Heidenheim
: Heim-Misere geht weiter – Heidenheim bestraft Chancenwucher des VfB

Die Heim-Misere des VfB geht weiter. Nach fünf Heimniederlagen in Folge verloren die Weiß-Roten am Freitagabend gegen den 1. FC Heidenheim mit 0:1 – trotz zahlreicher Chancen.
Von
red/sid
Stuttgart
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  • Deniz Undav und seine Mitspieler hadern mit der Chancenverwertung.

    Pressefoto Baumann
  • In der Anfangsphase spielt sich das Geschehen weit weg von den Toren beider Mannschaften ab. Auf Torchancen warten die Fans vergeblich.

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  • Ermedin Demirovic und Deniz Undav sind anfangs gar nicht im Spiel – und sind entsprechend gelaunt.

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  • Angelo Stiller probiert es mal aus der Distanz, doch sein Schuss rauscht am rechten Pfosten vorbei.

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  • Auch durch Standards strahlt der VfB in den ersten 30 Minuten keine Gefahr aus.

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  • In der 31. Minute plötzlich die Riesenchance zum 1:0! Einen Freistoß an der Mittellinie führen die Stuttgarter schnell aus. Deniz Undav schickt Ermedin Demirovic auf die Reise. Der läuft alleine auf Kevin Müller zu und scheitert am Heidenheimer Schlussmann.

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  • Wenige Minuten später lässt Deniz Undav eine weitere gute Chance liegen. Der Angreifer versucht es aus halblinker Position per Lupfer, zielt dabei aber zu hoch. So bleibt es zur Pause beim 0:0.

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  • Glück für den VfB in der 56. Minute. Beim Versuch, einen Kopfball von Patrick Mainka zu klären, trifft Jeff Chabot den Ball nicht richtig – und befördert ihn an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball jedoch vor und nicht hinter die Linie springt.

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  • Ermedin Demirovic lässt die nächste Großchance liegen. Der Stürmer kann sich aus elf Metern zentraler Position die Ecke aussuchen, wartet allerdings einen Tick zu lange, sodass Frans Krätzig noch rechtzeitig von hinten entscheidend stören kann.

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  • Das muss das 1:0 sein – ist es aber wieder nicht. Nick Woltemade erkämpft sich im Strafraum den Ball, setzt mit einer Schussfinte Kevin Müller auf den Hosenboden und muss den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Doch der Angreifer lupft den Ball an die Latte.

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  • Der VfB verzweifelt: Erst trifft Undav nach einer Ecke mit seinem Kopfball nur den Pfosten, dann wird Stillers Schuss in letzter Sekunde geblockt.

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  • Und in der 89. Minute bekommt der VfB die Quittung für seinen Chancenwucher. Mathias Honsak zieht aus der Distanz einfach mal ab – und nagelt den Ball unhaltbar ins linke obere Eck. 0:1 lautet wenige Minuten später auch das Endergebnis.

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Die Heim-Misere des VfB Stuttgart geht weiter. Der VfB verlor am Freitagabend unglücklich mit 0:1 gegen den 1. FC Heidenheim und musste die sechste Heimniederlage in Folge einstecken.

Mathias Honsak bescherte Heidenheim mit seinem Traumtor in der 89. Minute den ersten Sieg nach drei Niederlagen in Folge, der Relegationsrang 16 ist dem FCH mit 25 Punkten vor Bochum (20) und Holstein Kiel (19) vorerst sicher. Stuttgart kann sich dagegen ganz auf das Pokalfinale am 24. Mai konzentrieren. Der von Tasmania Berlin und Hansa Rostock gehaltene Bundesliga-Rekord von acht Heimniederlagen in Folge kann erst in der kommenden Saison fallen.

Demirovic scheitert an Müller

Von einem „Alles-oder-nichts-Spiel“ hatte VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth vor dem Spiel gewarnt, „wir werden uns auf einen Heidenheimer Existenzkampf einstellen.“ Die Schmidt-Elf begann auch durchaus forsch und voller Leidenschaft. Adrian Beck setzte nach zehn Minuten den Ball knapp am Tor vorbei – stand dabei aber im Abseits.

Mit Antreiber Deniz Undav, der den Vorzug gegenüber dem wieder spielberechtigten Nick Woltemade erhalten hatte, übernahm Stuttgart mehr und mehr das Kommando. Undav leitete mit einem Steckpass auf Ermedin Demirovic auch die beste Chance der ersten Halbzeit ein – Heidenheims Schlussmann Kevin Müller reagierte im Eins-gegen-Eins aber glänzend (31.). 8:2 Torschüsse für dem VfB waren zur Pause der Beweis klarer Überlegenheit.

Gegentor aus dem Nichts

Nach dem Seitenwechsel wurde es dann wesentlich munterer - und endlich auch gefährlicher. Während Stuttgart auf die Führung drängte, verteidigte Heidenheim geschickt und war bei Kontern brandgefährlich. Ein Kopfball von Patrick Mainka landete abgefälscht von Jeff Chabot an der Latte (56.), auf der Gegenseite konnte Demirovic eine weitere Undav-Vorlage nicht nutzen (59.).

In der Schlussphase zog Heidenheim sich immer weiter zurück und wollte zumindest den Punkt mitnehmen. Stuttgart rannte phasenweise kopflos an und suchte verzweifelt eine Lücke – ohne Erfolg. Auch der eingewechselte Woltemade hatte bei einem Chip an die Latte Pech (80.). Kurz vor Schluss zog Honsak einfach ab – der Rest war Jubel.

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