VfB Stuttgart gegen Atalanta Bergamo: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“
Der VfB Stuttgart hat in der Champions League gegen Atalanta Bergamo mit 0:2 verloren. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.
VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: „Du weißt vorher, dass das Spiel so laufen kann, wie es gelaufen ist. Und trotzdem bist du dann enttäuscht, wenn es wirklich so kommt. Ich finde, dass wir eine ordentliche erste Hälfte gespielt haben und diszipliniert verteidigt haben. Wir kommen eigentlich auch gut aus der Halbzeit raus. Dann verlieren wir den Ball unglücklich und kassieren das 0:1. Danach haben wir eine Mannschaft gesehen, die alles versucht hat und einige aussichtsreiche Gelegenheiten kreiert hat. Mit dem 0:2 war das Spiel dann aber entschieden. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir müssen Atalanta unseren Respekt zollen. Auf dem Niveau sind das Spielverläufe, die es geben kann. Trotzdem bin ich heute alles andere als enttäuscht oder sauer. Ich bin nur traurig über das Ergebnis.“
Atalanta-Coach Gian Piero Gasperini: „Es war ein enges, ein intensives Spiel. Wir wussten, dass wir gegen Stuttgart – auch auf physischer Seite – eine sehr gute Leistung brauchen werden, um zu punkten. Ich bin sehr zufrieden, wie meine Mannschaft die Aufgabe gelöst hat. Das frühe Tor in der zweiten Halbzeit hat uns natürlich geholfen. Anschließend haben wir bis zum Schluss sehr konzentriert verteidigt und unsere Möglichkeit zum 2:0 genutzt, um die Partie zu entscheiden.“
VfB-Profi Maximilian Mittelstädt: „Wir wussten, dass Atalanta uns alles abverlangt. Das haben sie getan. Sie brauchen nicht viel, um vorne gefährlich zu sein. Das haben sie heute gezeigt und uns eiskalt bestraft. Atalanta ist eine der formstärksten Mannschaften Europas. Wir haben heute über eine lange Strecke ein gutes Spiel gemacht und lange gut dagegen gehalten, das Spiel kann uns trotzdem Selbstvertrauen geben. Jetzt müssen wir daran arbeiten, vorne wieder die Tore zu machen.“

Maximilian Mittelstädt
Foto: Pressefoto Baumann/Alexander KepplerVfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth: „Wir sind heute auf eine robuste, reife und erfahrene Mannschaft getroffen, die eindrucksvoll bewiesen hat, warum sie die UEFA Europa League gewonnen hat. Trotzdem ist das Ergebnis natürlich schade. Denn wir können uns eigentlich keinen Vorwurf machen, haben alles reingeworfen und waren auch weitestgehend auf Augenhöhe. Man hat gesehen: Es bleibt eine Herausforderung und ist immer noch Neuland, stabil an diese Leistungsgrenze zu gehen. Es bleibt ein fortwährender Lernprozess. Trotz der Niederlage können wir insgesamt zufrieden sein.“
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