Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Die VfB-Abwehr ist das Sorgenkind

Der VfB Stuttgart hat am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den FSV Mainz 05 3:3 gespielt. Wir haben alle mindestens zehn Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Von
Heiko Hinrichsen und Marco Seliger
Stuttgart
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  • Mainz jubelt in Stuttgart dreimal – weil die Stuttgarter Defensive nicht auf der Höhe ist. Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.

    Pressefoto Rudel
  • Alexander Nübel (Note 2,5): Leitete das 2:0 durch Leweling mit einem weiten Ball ein. Rettete dann gegen den Mainzer Jonathan Burkhardt stark im Rauslaufen - und bei einem Amiri-Fernschuss in höchster Not. Strahlte Ruhe und Umsicht aus.

    Foto: Baumann
  • Maximilian Mittelstädt (Note: 3): Verlängerte seinen Vertrag bis 2028. Doch der Nationalverteidiger erwischte gegen die Rheinhessen keinen Sahnetag. Die gewohnt starke linke VfB-Seite mit vielen Offensivimpulsen gab es gegen Mainz daher nicht.

    Foto: Baumann
  • Jeff Chabot (Note: 3): Der VfB hat mit dem Ex-Kölner einen guten Fang gemacht. Spielte resolut und schnörkellos. War bei den Gegentreffern zwar nicht persönlich Schuld. Muss allerdings als Organisator erst noch in die Rolle des Abwehrchefs hinein wachsen.

    Foto: Baumann
  • Anrie Chase (Note: 2,5) Nervosität ist für den 20-Jährigen offenbar ein Fremdwort. Chase begann in der Innenverteidigung bei seinem Startelf-Heimdebüt für den VfB wie ein alter Hase. Baute dann aber etwas ab – und leistete sich vor dem 2:2 den entscheidenden Fehlpass.

    Foto: Baumann
  • Pascal Stenzel (Note: 3): Der Ex-Freiburger spielte lediglich in der ersten Halbzeit. Dort zeigte Stenzel eine solide Leistung mit einer Passquote von 89 Prozent angekommener Bälle. Aber vor allem die Impulse nach vorne fehlten. Wurde daher zur Pause durch Josha Vagnoman ersetzt.

    Foto: Baumann
  • Atakan Karazor (Note: 3): Spulte auf dem Platz einen enormes Laufpensum ab. Dennoch gelang es dem Kapitän nicht, in seiner zentralen Mittelfeldrolle für die Bindung zwischen Abwehr und Angriff zu sorgen. Dass es trotz 2:0-Führung wackelig wurde, lag auch an Karazor.

    Foto: Baumann
  • Angelo Stiller (Note: 3,5): Bundestrainer Julian Nagelsmann berief den zentralen Mittelfeldmann erstmals für die Nationalelf – gegen Mainz zeigte Stiller zunächst, warum. Stets umsichtig, immer ballsicher, so gab der Mann mit der Nummer sechs den Takt vor. Schaffte es aber nicht, den Bruch im VfB-Spiel nach knapp 30 Minuten zu verhindern. Auch seine Eckbälle wurden immer schwächer.

    Foto: Baumann
  • Chris Führich (Note 3:): Der linke Flügelstürmer legte stark los, sein Schuss, den der Mainzer Keeper Zentner parierte, führte über diesen Umweg zum Abstaubertor von Enzo Millot. Der Nationalstürmer war viel unterwegs – baute dann aber ab nach der starken Anfangsphase. In der Halbzeit ausgewechselt, kam in 45 Minuten auf 25 Ballkontakte und zehn Sprints.

    Foto: Baumann
  • Jamie Leweling (Note: 2,5): Der Außenangreifer reihte sich ein in ein starkes Stuttgarter Ensemble in der Anfangsphase – und krönte diese mit seinem strammen Schuss zum 2:0 nach einer Viertelstunde. Baute dann wie die Kollegen ab – ehe er mit seinem nächsten strammen Schuss in der 57. Minute den Mainzer Keeper Zentner prüfte. In der 65. Minute scheiterte Leweling wieder am Torhüter. Leweling war ein Aktivposten gegen Mainz.

    Foto: Baumann
  • Enzo Millot (Note: 3): Der französische Offensivmann sorgte mit seinem Abstaubertor für die frühe Führung und gab so den Torjäger. Hinterher wieder in gewohnter Rolle als Einfädler und kreativer Kopf der Stuttgarter Offensivabläufe. Millot war viel unterwegs und gewohnt ballsicher, bis er nach der starken Anfangsphase schwächer wurde.

    Foto: Baumann
  • Deniz Undav (Note 2): Der Stürmer traf zwar nicht – war aber der beste Stuttgarter. Gab mit seinen Schüssen in der dritten und vierten Minute den Startschuss für eine fulminante Anfangsphase, machte stark weiter und scheiterte nach elf Minuten knapp. Undav war sofort im Spiel, war agil, setzte auch die Kollegen gut in Szene – und scheiterte nach einer halben Stunde wieder knapp. Auch in der Folge der beste Mann im Trikot mit dem Brustring – da agiler, wacher und schlicht besser als die Teamkollegen.

    Foto: dpa
  • Fabian Rieder (Note: 3) Der Schweizer kam zu Beginn der zweiten Hälfte für Chris Führich ins Spiel – und gab den Rechtsaußen, da Jamie Leweling für Führich auf links rückte. Blieb blass und ohne große Wirkung – bis, ja bis er sich in der 88. Minute den Ball zum Freistoß zurechtlegte, den Ball aus 25 Metern an den Pfosten schoss, von wo die Kugel dem Mainzer Keeper Zentner an den Rücken sprang. 3:2, Jubel, Ekstase – und der neue Schweizer mittendrin. In der Nachspielzeit setzte Rieder den nächsten Freistoß an die Latte, dann drosch er die Kugel noch freistehend drüber.

    Foto: Baumann
  • El Bilal Touré (Note: 3): In der 74. Minute wurde der Neuzugang eingewechselt und setzte wenig später einen Kopfball knapp neben das Tor. Dann scheiterte Touré fünf Minuten vor Schluss aus kurzer Distanz an Zentner – es hat schon unauffälligere Bundesliga-Debüts gegeben.

    Foto: Baumann
  • Josha Vagnoman (Note: 3,5) Hatte nach seiner Einwechslung nach der Pause Mühe, ins Spiel zu finden. Die lange Auszeit war dem Rechtsverteidiger deutlich anzumerken. War kein belebender Faktor.

    Foto: Baumann
  • Ermedin Demirovic (Note: 3): 74 Minuten lang saß der neue Stürmer des VfB auf der Bank. Auf dem Platz dann nach seiner Einwechslung ohne entscheidende Akzente.

    Foto: imago/Rudel
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Nach seinem ersten Heimauftritt muss sich der VfB Stuttgart gegen Mainz 05 mit einem Punkt begnügen. Durch einen Treffer in der Nachspielzeit reichte es nur zu einem 3:3 (2:1). Gegen die Rheinhessen brachten Enzo Millot (8.) und Jamie Leweling (15.) die Gastgeber scheinbar früh auf die Siegerstraße. Nadiem Amiri verkürzte kurz vor der Pause per Foulelfmeter (43.). Nach dem Wechsel vergab der VfB weitere Chancen – und gab dann das Spiel aus der Hand. Jonathan Burkhardt köpfte den 2:2-Ausgleich (62.). Drei Minuten vor dem Abpfiff ließ schließlich Fabian Rieder die Stuttgarter mit einem direkt verwandelten Freistoß jubeln – ehe Maxim Leitsch die Gastgeber in der Nachspielzeit schockte.

Weiter geht es für den VfB mit einem Testspiel in der Länderspielpause am kommenden Donnerstag (15 Uhr) im Robert-Schlienz-Stadion gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern.

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Wir haben alle mindestens zehn Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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